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lieber die Zersetzung und Vererbung in den deutschen Wlystikertexten.

Dissertation

zur

Erlangung der Doktorwürde

bei der philosophischen Fakultät der

Großherzoglich Hessischen Ludwigs-Universität zu Gießen

eingereicht von

Adolf Spanier

;iiis Mainz.

Gießen l'.iH» Druck der Buchdruckerei llohnmnn in Halle a. S.

Genehmigt durch das Prüfungskollegium am 1. Mai 1008. Referent: Herr Dr. Behaghel.

LIBRARY

726698

UNIVERSITV OF TORONTO

. Die vorlieg^ende Arbeit verdankt ihr Entstehen einem Versuch. Edteharts „opus sermonum", das sich in der Cueser Hand- schrift des „opus tripartitum" erhalten hat, in Gegenübersteliunji zu den deutschen, unter Ed^eharts Namen gehenden Texten zu werten. Es zeigte sich im Verlauf der Arbeit, daß hierzu als Vorarbeit nicht nur eine Klarstellung der breiten, aber un- sicheren, handschriftlichen Ueberlieferung dieser deutsctien Texte unumgänglich war, sondern auch wenigstens der Versucii gemacht werden mußte, sich Klarheit über die primitivsten Funktionen des Lebens dieser Texte, sowie deren innere Ursachen zu verschaffen.

Ein Abriß der handschriftlichen Ueberlieferung ist be- greiflicherweise noch mannigfach ergänzungsbedürftig im zweiten Heft des 34. Bandes von Paul und Braunes Beiträgen erschienen, ihm sollte der Druck der vorliegenden Arbeit, die dort schon als erschienen angezeigt, vorangehen. Ander- weitige Arbeitsverpflichtungen und persönliche WMhältnisse haben ihn nun auf 1 ' ._, Jahre hinausgesdioben. Durc+i- greifende Aenderungen wurden nidit mehr vorgenommen wohl aber noch Ergänzungen hie und da im kleinen.

Allen, die mir diesen ersten Versudi wissenschaftlic+ier Arbeit erleichtert haben, sei audi an dieser Stelle herzlichst gedankt. Insbesondere Herrn Prof. Dr. von der Leyen, durch dessen Seminarübimgen \d^ seiner Zeit in die deutsdie

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Mystik ein^'eführt wurde, und der mich auch zu weiterem Arbeiten auf diesem Gebiet aufs Liebenswürdi^fste anjü^ere^t und an- ]Li:eIeitet, sowie Herrn Geh. Hofrat Prof. Dr. Behajj^hel, unter dessem steten warmen Interesse diese Arbeit ihren Abschluß fand. Sodann sciiuide ich auch aufrichti^^en Dank all den Bibiiotheks- verwaltungcn, die mir durch liebcnswürdi^'e Ueberlassunt,^ von Handschriften oder Einsichtnahme an Ort und Stelle diese Arbeit erst ermöglicht haben und hier wieder ganz besonders der nie ermüdenden Freundlichkeit des Herrn Geh. Hofrat Dr. Holder in Karlsruhe, der mir weit über das Maß des Gewöhnlichen Unterstützung und Förderung angedeihen ließ.

Inhaltsverzeichnis.

Vorwort.

Kapitel I. Die Zersetzung (Neubindung).

Kapitel II. Die Vererbung.

Beilage I. Traktat nro. XVII der Mosaiktraktate in Karls- ruhe: St. Peter, perg. .S5.

Beilage II. Die Predigt „Ex ipso et per ipsum et in ipso sunt omnia" [=Pf. LIV. 174 ff.J im „opus sermonum" Eckeharts, in Stuttgart H B 1 Ascet. 6, in den je zwei abweichenden Redaktionen bei Heinrich und Härtung von Erfurt und in Nürnberg Cent. VI 46 h.

Register I. Zusammenstellung der in den Mosaiktraktaten von St. Peter 85 als anderwärts bekannt aufgefundenen Stellen.

Register II. Verzeichnis der zitierten Handschriften.

V c r z e i c li n i s der a n i^ c w a n d t c n A b k ü i z u n l; c n.

Pf. Franz Pfeiffer, Deutsche Mystiker des 14. Jh.'s. Bd.il:

Meister Ed<hart. Anastat. Neudruck. Göttinjuen 1907.

[Pf. I = Predigten; Pf. II = Traktate; Pf. III - Sprüche;

Pf. IV = über positionum.] Jostes = Franz Jostes, Meister Ed<hart u. seine Jünger. Collec-

tanea Friburgensia fasc. IV. Freiburg i. Sdiw. ls«)5. Preger = W. Preger, Geschichte der deutschen Mystik im

Ma. 3 Bde. Leipz. 1874 93. Wackernagel altd. Pred. = W. Wadiernagel .Altdeutsdie

Predigten und Gebete. Basel 1876. Jundt = A. Jundt, Historie du panth^isme populaire au moyen

äge et au seiziäme siöcle. Paris 1875. Greith = C. Greith, Die deutsche Mystik im Predigerorden.

Freiburg i. Br. 1861. Lasso n == A. Lasson, Meister Eckhart der Mystiker. Berlin

1868. Langenberg -= P. Langenberg, Quellen und Forschungen

zur Gesch. d. dtsch. Mystik. Bonn 1902. Bach = J. Bach, Meister Eckhart, der Vater der dtsch. Speku- lation. Wien 1864. Simon = Otto Simon, Ueberlieferg. und Hss. Verhältnis

des Traktates „Schwester Katrei". Hallenser Diss. 06.

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l'aliiickc M. Pahnckü, UntcrsiichunjLicn zu den deiitsctien Prcdit^tcii Alcistcr lickharts. Hallenser Diss. 05.

I'alnicke, kleine Bciträ^^e ^ M. Pahncke, kleine Beiträ^'e zur Eckhartphiloloi^ne. XXXIV. Jahresbericht des Gymn. zu Neuhaldensleben 1909.

Lotze "= A. Lotze, kritische Beiträge zu Meister Eckhart. Halle 07. Diss.

Bvga = Denifle, Das Bucti von geistlicher Armut. München

1877. PBB -^ Paul und Braunes Beiträge zur Geschichte der

deutschen Sprache. Halle [Bd. XXXIVJ. ZfdA. = Zeitsdirift für deutsdies Altertum. ZfdPh. = Zeitsdirift für deutsdie Philologie. ZfhTh. = Zeitschrift für historische Theologie. DLZ. = Deutsche Literaturzeitung.

ALKG. ^ Archiv für Literatur und Kirchengcschichte des Ma. ed. Denifle-Ehrle.

Vorwort.

Die Jahrzehnte, in die das Wirken Meister lickeharts fällt, sind nicht nur eine Zeit gesteigerter politischer und wirtsctiaft- licher Erregungszustände, sondern sie bedeuten zugleich eine völlige Neugestaltung des ganzen geistlich-geistigen Lebens durch unverbrauchte junge Kräfte, die, jetzt zum ersten Male in Tätigkeit getreten, eine Umwertung aller Anschauungen und Empfindungen auf religiösem Gebiet herbeiführen. Die Zeit der großen philosophischen Systeme ist für Deutsdiland wenigstens zu Ende. Im Gegensatz zu den romanischen Ländern hat hier die skotistische Lehre ihre theoretischen Formen abgelegt, um nur mehr wegweisend in dem Inhalt praktischer Moralisationen fortzuleben. Der Drang nadi eigener religiöser Betätigung verläßt die hohen und engen Gelehrten- stuben und steigt hinab ins Volk. Die Reaktion gegen den drohenden Verfall des religiösen Lebens hat ihre Stärke in der Breite der Schichten, die sie erfaßt. Was sich ein wirkendes und schauendes Leben an neuem Willen aus eigener Betätigung schafft, verdrängt die schwere Lehre der Schule, deren Regeln für den täglichen und allgemeinen Gebrauch zu unhandlich sind. Eine stürmische demokratische Welle verschlingt die alte Religionsaristokratie, und zugleich setzt eine zielbewußte Reaktion gegen alle Gelehrsamkeit ein. Das Gefühl verdrängt den Intellekt, das Beschauen das Denken, die Erbauung die Lehre. Den Platz des Priesters nimmt der fromme Laie ein, der „gute Mensch" tritt an die Stelle des gelehrten „Meisters

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von Paris", und die Frau, seither unterdrückt, ^fcfürehtet und vcraditet als das inferiore Prinzip der menschlidien Seele, tritt als neuer beherrschender Faktor in das Geistesleben ein, das sich laniisam zu einem Oemütsleben verpuppt. Zwei Strö- mungen sind es, die diese neue Zeit tra.i^en, die anfangs friedlic+i nebeneinander herlaufen, sic+i aber späterhin .gedanklich scharf gegenüberstehen, aucti da, wo sie sich stilistisch ver- mengen. ^) Beiden gemeinsam ist ihre Gleichgültigkeit oder auc+i zuweilen offene Gegnerschaft gegen die Lehren der reinen Spekulation, die ihrem Empfinden zu hoch und dunkel ist. Aber während die eine dieser neuen Strömungen, die ihre Flutkraft in den Kreisen der Gottesfreunde und ihren ersten Zielweiser in Tauler hat, durch den steten, nachdrüd^- lichen Hinweis auf die nächsten Wege zur wirkenden und leidenden Frömmigkeit, nur einer rationalisüschen Verbürger- lichung des Denkens und Fühlens zustrebt, will die andere in ekstatischer Hingabe an Gott ihr Selbst vergöttlichen, indem sie die höchste Potenz ihres Handelns, Fühlens und Sehnens in göttlidie Formen einzupressen sucht. Die erste Richtung die der ethischen Lebensreformer hat infolge ihres weniger exklusiven und individualistischen Programms* den Sieg be- halten ; sie hat sich schnell mehr und mehr verbiirgerlicht, hat sidi bald zur allgemein-verständlichen Sittenlehre entwickelt und ist über den Humanismus hinweg schließlich zum größten Teil in der Reformation aufgegangen. Die zweite Richtung dagegen, die in oft krankhafter Steigerung selbstzerstörender Willenskräfte alles Physische ins rein Metaphysische sich emporzubilden bemühte, hat den größten Teil des 14. Jahr- hunderts unbestritten geherrscht und unserer Literatur eine kurze reiche Blütezeit geschenkt, jene Zeit des geistlichen

^) Ich denke dabei besonders an Geiler von Kaisersberg, den ebenso beredten wie nüchternen Moralisten, der leidenschaftlich wie kein anderer die „Phantasien" und Ueberschwenglichkeiten der Nonnen bekämpfte, und dessen Redeweise doch oft selbst so stark von dem schwülstigen Bilder- und Allegorienreichtum beein- flußt ist, wie er die späte Frauenmystik kennzeichnet.

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Minncsan.us, die wie keine andere eine ):(eisti);'e Kultur des reinen Frauentums sehuf. Schon im 15, Jahrhundert ist sie dann in totem Formalismus erstarrt, hat sich aber in den Gebet- und Andachtsbüchlein noch über zwei Jahrhunderte in den alten, nur stets barocker werdenden Ideenkreisen und Formulierungen fortgeschleppt. ^)

Verständlich wird diese unumschränkte Herrschaft der Frau, wenn man bedenkt, daß schon zu Be,i,nnn des 14. Jahrhunderts sich in der Dominikanerprovinz Teutonia neben 49 Konventen der Männer 64 Frauenklöster befanden -), daß die bedeutendsten Predii]jer der Zeit in en.gstem persönlichen Verkehr und geisticjem Austausch mit ihnen standen, ihre Bewohnerinnen sich zum größten Teil aus Angehörigen der Fürstenhöfe, der Ritter- schaft und des bürgerlichen Patriziats zusammensetzten und die Beziehungen der einzelnen Klöster zu einander eng, die zu dem Bürgertum, in vielen Fällen wenigstens, nicht völlig gelöst waren. So entstanden, während sich die schriftstellerische Tätigkeit jener Zeit in den von diesem frauenklösterlichen Geist wenig beeinflußten Männerklöstern (die Bettelorden, be- sonders die Dominikaner, die die Popularisierung des reli- giösen Lebens in die Wege geleitet haben, sind diesem Einfluß am schnellsten und vollständigsten erlegen) meist nur auf Abschriften der Kirchenväter, literarisch wenig wertvolle Zeit- klagen oder unbedeutende Variationen alter Stoffe besdiränkte, in den Frauenklöstern, dem neuen Geist angepaßt, neue literarische Formen. Ihnen allen fehlt das reingelehrte Element, das, wo es noch auf deutschsprachischem Boden auftritt z. B. in der Zitateprunksucht eines Nikolaus von" Dinkelsbühl ,

^) Ein hübsches Beispiel für die Spätzeit dieser Frauenmystik bietet z. B. die Hs. Wonnental 13 der Karlsruher Landesbibl. aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Charakteristisch für die Spät- zeit ist ein Ueberwiegen der allegorischen Elemente, die dem Leben am Fürstenhof entnommen sind.

-) Im Jahre 1303, nach Quetif-Echard Scriptores ord. praed. Tom. I. Paris 1719. Eine andere Zählung zu Beginn des U.Jahr- hunderts stellt sogar 70 Frauenklöster 40— 4S Männerklöstern der Dominikaner in dieser Provinz gegenüber (ALKG II 643).

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nur rciii äußerlich auf,L{;eklübtes Ornament, keine innerlich be- dingte Struktur ist. Ihnen allen ^'emeinsam aber ist der erbaulic+ie Zweck. Dieser bestimmt die Form. Der Stoff ist selten Ori]:,Mnal, wo nidit die Lust am Fabeln und Gestalten kleine le^'endarisdie Novellen sdiafft, oder der Ansturm seelisc+ier Erlebnisse zur Niederschrift persönlidister Empfin- dungen nötigt.

Unter den Kirdienvätern ist es vor allem der hl. Bernhard, der „mysticissimus", wie ihn Sdiram ^) nennt, der auf diese Frauenmystik den entsdieidendsten Einfluß gehabt hat. Neben ihm Augustin und die Sdiriften des Areopagiten Dionysius. Von den Büchern der Bibel wurde das „buch der minne" (cant. cant.) das Lieblingsbudi des 14. Jahrhunderts, bis ihm im 15. Jahrhundert das „budi der tougenheit" (apoc.) seinen Vorrang streitig machte. Unter den neuen Meistern aber hat Seuse den nachhaltigsten Einfluß auf die frauenklösterliche Literatur ausgeübt, indem seine Werke nicht nur immer wieder in großen und kleinen Fragmenten abgeschrieben wurden? sondern auch in sprachlicher und formaler Beziehung einer allgemeinen Nachahmung verfielen.

Daneben finden wir in einer großen Anzahl von Hand- schriften des 14. und 15. Jahrhunderts Studie, die, der Erbauung dienend, zwar den reinen Geist jener Zeit atmen, dabei aber mehr oder weniger Reste der alten scholastisch-mystischen Spekulation sich bewahrt haben, wie sie bis zur Wende des 13./ 14. Jahrhunderts unbestritten herrschte. Diese Studie, die zum Teil in einzelnen Handschriften unter dem Namen des Meister Eckehart oder eines anderen Predigers seiner Zeit gehen, sind uns vielfach in einer solchen Zahl der mannig- fachsten Formungen überliefert, daß ein Auffinden der reinen Urform heute bei unserer noch so fragmentarischen Hand- schriftenkenntnis vielfach unmöglich ist und sich in einzelnen Fällen wohl auch in Zukunft nicht stets mit der gewünsditen Sicherheit feststellen lassen wird.

^) Dominic. Schräm: Institutiones Theologiae mysticae ... ex Scripturis, Conciliis, SS. Patribus, Mysticis etc. 1777. 8°. Tom.L S.7.

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Ermitteln lassen sich da^^e.i^en schon heute die Grund- prinzipien, nadi denen die damalige klösterlidie Erbauungs- schriftstellerei, die dieser neuen hauenklosterlidien Denkweise unterworfen war, dachte und verfuhr und denen sie ihre Formbildung verdankt. Ihre Erkenntnis ist die notwendige Vorbedingung zu einem Verstehen der kontemplativen Literatur des 14. Jahrhunderts.

Alle jene Prinzipien lassen sich am einfachsten aus dem Zweck verstehen, den die frauenmystische Literatur verfolgte. Sie war eben reine Erbauungsliteratur, ganz und gar ohne den Anspruch einer wissenschaftlichen Originalität und tendenziös nur da, wo es ^alt, Angriffe gegen ihre Lebensberechtigung und Lebensweise abzuwehren. Daraus ist leic+it verständlicti, daß man die Worte, an denen man sich erbaute, da hernahm wo man sie am leichtesten und zugleich suggestivsten fand. Wer als Schöpfer hinter diesen Worten stand, war dabei zumeist einerlei. Nur in verhältnismäßig seltenen Fällen schrieb man den Namen dessen hinzu, von dem man die Worte selbst gehört hatte, oder den man für ihren Verfasser hielt, um ihnen durch eine Autorität ein größeres Gewidit zu geben. Möglich auch, daß sich schon früh eine Art Sport herausbildete, die Aussprüche berühmter und beliebter Meister zu sammeln.^) War aber Verfasser und Schreiber identisch, so geschah eine Namensnennung erst recht nicht. Eine solche

^) Für Eckehart darauf hindeuten könnte vielleicht für die spätere Zeit wenigstens eine Notiz von Daniel Sudermann, dem berühmten Schwenkfeldianer, Editor, Liederdichter und Sammler (1550 1631), dem die Berliner Kgl. Bibl. ihre wertvollsten Mystikercodd. verdankt, in Berlin Kgl. Bibl. ms. germ. fol. 79, f. Iv . . . Magister Eckhait, welcher A^' 1800 zu Heydelberg von seinen widerwerligen Cathol vmbkommen, dri'imb sie den von Gott hoherleüchten mann nit verstünden, wie noch geschieht. Doch behaltens in den Clöstern ihm vnd wider seine schrifften in hohem werde vnd lassens sie nit gern viiterm gemeine man kommen, darümb das vil Irrthümbcr dadurch offenbart werden. . . Der Anfang ist übrigens ein Beweis dafür, wie gering die Kenntnis Sudermanns von M. Es Leben war.

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öffentliche Dokumciitierun^' eines Autorenstolzes war jener Zeit etwas Fremdes, zum mindesten AnstölSi^'es. Das Nennen des Namens war nur die Sitte des Abschreibers. Der Ver- fasser erwähnte sich höc+istens im Text selber. Bekannt und bezeidinend ist die Notiz des Straßbur^^er Johannitermemorials, daß Rulman Merswin seine Lehren in andere Bücher „aus Bescheidenheit" gemisdit habe. Und noch Bach, Theologe und Forscher in einem, empfindet diese Anonymität als „eine Tugend und eine Untui^end zu^eich" (S. 63). So konnte es kommen, daß wir aus dem 14. und J 5. Jahrhundert eine Un- men.i,'e von Predigern aus allen deutschen Landesteilen zwar dem Namen nach kennen, daß wir aber Predi.i(ten, Traktate und Fra.^mente, die sich an einzelne Namen knüpfen, ver- hältnismäßig nur selten überliefert haben.

Im jG^anzen und großen ist eben jene Literatur herrenloses Gemeingut. Wie sie für alle ist, so ist sie auch für jeden Einzelnen. Und darum hat jeder Einzelne das Rectit, den überkommenen Stoff nach seinem Belieben umzuformen, wie es ihm sein persönlic+ies Gefühl, Sein Spieltrieb und seine Vernunft vorschreiben^): er kürzt und erweitert; er löst die Glieder und bindet sie zu neuer Gestaltung; er^ verschiebt die einzelnen Teile; er kleidet abstrakte Sätze in anschaulich er- zählende Formen; er versted^t die trod<enen allzu lehrhaften Quästionen in belebte Dialoge und Polyloge; er schafft Prosa in Verse um oder bildet ein Gemisdi von beiden; er schaltet bekannte Traktate oder Predigten in mystische Er- zählungen ein, die er lose oder auch nur andeutungsweise mit dem Namen dieses oder jenes beliebten Lehrers ver- knüpft; kurz: je begabter und eigener er ist, umso lebhafter und eigenartiger weiß er den überkommenen Stoff wiederzu- erzählen und ihm die Formen seiner eigenen Wesenheit aufzu- pressen. So entsteht durch die Zersetzung das Fragment, das sich steigender Beliebtheit und Verbreitung erfreut, und

^) Seuse will in bezug auf seine eigenen Schriften allerdings nichts davon wissen „daz ieder man dur zuo leite und dur von nam nach sinem sinne" (Bihlmeyer S. 4, Z. ;^- 4).

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als seine einfachste Form die Spruchsentenz. So entsteht durch Neubindun^f das wahllose Spruc+ikon^Momerat, die zwedibewußte Spruchfol^^e und als veiieinertste Stufe des Kompositionsprozesses das Sprudimosaik, bei dem sic+i in wohigesetzter Musterung die Einzelteile zu einem neuen har- monisch gebildeten Traktat verbinden.

Wenn ich eben nur von Traktaten und nicht von Predigten sprach, so geschah es, weil reine Predigthandschriften dieser Epoche seltener sind, und weil die Grenze zwischen Traktat und Predigt häufig sehr fließend ist. Aber die Ueberlieferung der Predigten widerspricht dem Vorgesagten nicht: auc+i sie sind zum größten Teil dem allgemeinen Zersetzungs- und Umsetzungsprozeß nicht entgangen, wenn er sie auch im ganzen und großen nicht in dem Maße angegriffen hat, wie die anderen Erbauungsstücke, die nicht den Rahmen einer kirchlichen Textvorlage zu sprengen hatten. Desto deutlicher zeigen sie die Richtigkeit des Satzes, daß das geistige Eigen- tum des 14. und 15. Jahrhunderts Gemeineigentum ist. Man mischt ohne Bedenken fremde Predigten oder Predigtfrag- mente — oft Wort für Wort, oft in mehr oder minder starker Umarbeitung in die eigenen. So haben sich vielfach alte Texte in bester Form in den Werken jüngerer Prediger erhalten.

Aber mit diesem stofflichen Konservatismus geht doch auch oft ein formaler Konservatismus Hand in Hand. Nicht immer war der Prediger oder auch der Traktatschreiber eine bedeutende Individualität von eigenartigem selbstschöpferischen Können und Wollen. So klammerte er sich ängstlich an den überlieferten Wortlaut. Während z. B. der selbständige Prediger durch eingestreute Rüd^verweise die versctiiedenen über- nommenen Texte untereinander oder mit seinen eigenen Predigten zu einer Einheit zu verbinden sucht, übernimmt der Unselbständige ohne Bedenken die nun sinnlosen Rückver- weise des Originals, wobei allerdings stets die Frage offen bleiben wird, ob die Klugheit des Predigers solche störenden Rudimente, die er ohne Skrupel in der Buchredaktion seiner

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Precli/üjten beließ, im freien mündlichen Vortraj,' nicht doch aus^etilKt hat.

Ich wiederhole: Traktat und Predi.^t haben nur einen Zweck: den der Hrbauun^^ Sie kennen nur ein Gebot: daß ihre Aussprüc+ie .uut, ihre Erfolge von starker Wirkung sind. Ein philologisches Gewissen ist ihnen ebenso fremd wie ein Anspruch auf wissenst+iaftliclie Geltung. Der ganze organische Aufbau und Zerfall dieser Texte, die Leic+itigkeit, mit der sich einzelne Teile ihrer Struktur umbilden, ebenso wie das Ver- steinern anderer, oft ganz nebensächlicher Gliedteile, finden leicht ihre Erklärung in diesem Geist, der sie geschaffen.

Diese Tatsachen der Textzersplittcrung und Textvererbung zwingen jeden, der zu einer vorurteilslosen Prüfung und Sichtung an sie herantritt, zu äußerster Vorsicht. Sie zeigen, daß die nächsten und wichtigsten Fragen nicht lauten: gehört dieses oder jenes Stück diesem oder jenem Verfasser zu ? An soldie biogenetischen Textuntersudiungen im weiteren Sinne wie Handschriftenfiliationen und Zuweisungen der Einzeltexte an Autoren oder Klassen mag man mit Erfolg nicht denken, ehe man sich völlig klar geworden über die allgemeinen Bedingungen, denen unsere Texte Entstehung^^ und Fortleben verdanken, über die Grundprinzipien, nach denen sich dieses Leben regelt und über die Weite ihrer Ausdehnung und die Tiefe ihrer Wirksamkeit.

Es ergeben sich Fragen, deren Lösung sich von der vor- liegenden Erstlingsarbeit, die Beispiele aus dem engeren Kreis der „Eckeharthandschriften" gibt, nicht erwarten lassen kann, zu deren weiterer Verfolgung eine Mitanregung gewesen zu sein ihr genügen muß.

Fragen wie etwa die, bis zu weldiem Grad die hier gezeigten Textmodulationen wie die „Zersetzung" und „Neu- bindung" als typische und als in der oben skizzierten Atmo- sphäre gewissermaßen naturgesetzliche Erscheinungen zu be- trachten sind, und wieweit sich räumlich diese Erscheinungen über den engeren Kreis der deutschen „Ed^eharttexte" hinaus erstrecken. Wie lange die „Vererbung" des Predigtmaterials

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das Geläufij[(e war und wie lan^e sie nicht nur von der Masse der „dii minores", sondern auch von den bedeutendsten, selbständigen Predigern der Zeit geübt wurde, und ob diese Erscheinung von dem Autoritätsbewußtsein des Humanismus beeinflußt wurde, ^) das au! anderen Gebieten (Annalistik, Chronistik, Naturkunde) ganz verwandte Erscheinungen einer kompilatorischen Textherstellung aus Exzerpten älterer Vorlagen rasch verschwinden ließ. -)

Erst wenn diese und eine Reihe verwandter Fragen ihre Be- antwortung gefunden haben, wird man mit mehr Erfolg und mehr Befriedigung Einzelforsdiungen auf dem Gebiet der deutschen Erbauungs- und Predigtliteratur des Mittelalters unternehmen können, wird auch im Besonderen die Eckehartforsc+iung nictit mehr vor dem Mangel ungeebneter Wege zurückschrecken.

^) Dieser Frage nach dem Einfluß des Humanismus auf die Predigtweise nachzugehen wäre nicht uninteressant, wenn man auch vermuten darf, daß der Einfluß gerade hier nur gering war. Während der Humanismus die Historik ebenso wie die Natur- wissenschaften erst zu Wissenschaften im heutigen Wortsinne empor- hob, blieb der Predigt protestantische und sektiererische Ver- hältnisse unberücksichtigt stets das gleiche Ziel: im gottesdienst- lichen Rahmen engumgrenzte ethische und dogmatische Lehren möglichst eindringlich zu vermitteln. So wird auch der geistig hochstehende katholische Seelsorger sich noch heute meist nicht scheuen, sich der approbierten und pädagogisch bewährten Rezepte der Predigtvorlagebücher zu bedienen.

■^) Daneben zeitigen diese Erscheinungen noch manche ab- liegenderen, aber nicht unwichtigen Fragen und Bedenken. So ist es z. B. leicht ersichtlich , wie diesen Tatsachen gegenüber die Normativbestimmungen, die die deutsche Kommission der preuß. Akademie ihrer großzügig organisierten Beschreibung der deutschen Handschriften zu Grunde gelegt hat, bei der erbaulichen Prosa des 14. und 15. Jahrhunderts oft unliebsam versagen müssen. Hier wird die Fixierung von Anfangs- und Schlußsatz des einzelnen Stückes häufig recht wenig besagen. Nur eine, am besten wohl möglichst äußerlich-schematische, Skizzierung des Textgerippes, etwa durch Notierung von Zitaten, Quaestioncn und Zahlsprüchen, könnte hier eine Eruierimg der Texte ermöglichen oder doch erleichtern, wobei ich natüdich die praktische Möglich- keit eines solchen Verfahrens, das einen weiteren großen Aufwand an Mitteln und Arbeitskraft bedingen würde, nicht beurteilen kann.

Kapitel 1.

Die Zersetzung (Neubindung).

Sehr früh schon hat man den Parallelismus versdiiedener Stellen in der Pfeifferschen Ediehartaus^abe bemerkt. So hat Lasson einzelne Bruchstücke aus Pf. 111 in ihrem ursprüng- lichen Gehäuse wiedererkannt und auch die Verwandtschaft einzelner anderer Texte feststellen können (s. Lasson S. VI), ohne daß er jedoch seine Andeutungen erschöpfender aus- geführt hätte. Und schon vor Lasson hat Preger in seinen kritischen Studien zu Meister Eckehart (ZfhTh. 1864 und 1866) verschiedene Studie aus Hss. und ' Drudten durdi einzelne Identitätsnachweise mit den bei Pf. gedrud^ten Texten für die Autorsdiaft E.s zu gewinnen gesucht. Doch zog man aus diesen hier und da auftauchenden „Gleidiungen" einstweilen keine weitergehenden Schlüsse. Der erste, der in systematischer Weise das Gleichungsverfahren anwandte, war Strauch (DLZ 1896. Sp. 234 ff.) und das Objekt seiner Tätigkeit die von Jostes 1895 nach Nürnberger Mss. edierten Mystikertexte. Wiewohl sich diese Gleichungen bei Ausnutzung der bisher nur handschriftlich überlieferten Studie noch ziemlidi vermehren ließen, ergab doch dieses Verfahren schon eine erstaunliche Zersetzung der Nürnberger Texte und setzte zum ersten Mal die mannigfadie, zerstüdcelte und verworrene Art der Text- überlieferung ins helle Licht. Das hier eingeschlagene Ver- fahren setzte dann in erweitertem Maße sein Schüler Pahndte fort, der in dem ersten Teil seiner Dissertation („Nachträge zu den bereits gedruditen Stücken deutscher Mystiker") eine Nachlese zu den Strauchschen Gleichungen gab, eine größere

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Anzahl Parallelen aus dem Pfeifferdruck nachwies, sowie auch die anderwärts j^'edrud<ten Texte (Jundt, ZfdA. VIII. XV, Wacker- nagel, altd. Pred., Seuse, die Taulerdrucke) zu dieser Arbeit benutzte. Audi er zog handschriftlidies Material nicht heran, wodurch die Anzahl der Lösungen verhältnismäßig beschränkt wurde. Das Bedeutendste aber, was uns Pahncke gab, war die gewandte Zerlegung der Texte, die Greith aus einer St. Galler Hs. als „Lehrsystem eines ungenannten deutsdien Mystikers" (S. Rl ff.) mitgeteilt hatte, und von denen auch schon Lasson (S. VI) ca. 100 Stellen in Pfeifferschen Texten beobachtet hatte, ohne sich auch hier auf Einzelverweise einzu- lassen. Zwar betont Pahndce (S. 7), daß mit seinen nahezu 140 Gleichungen, die Identitätsnachweise „noch lange nicht erschöpft seien", und es lassen sich in der Tat die Gleichungen unschwer sowohl zu den von Pahndte herangezogenen Drucken als auch zu anderweitigen Stellen neben den Mosaiktraktaten von Karlsruhe (St. Peter) 85 bieten auch noch das Bvga und der Traktat von der Wirkung der Seele in Basel B XI 10 Ergänzungsmöglichkeiten bis zu einem gewissen Grad ver- mehren. Aber was wichtiger ist: der Erfolg von Pahnckes Bemühungen trat auch so aufs Schönste zu Tage, und das „Lehrsystem" erwies sich als eine Folge kunstvoll aus fremden Steinchen zusammengesetzter Bilder erbaulichen und belehrenden Inhalts.

Immerhin könnte man noch diese Blumenlese als ein ver- einzeltes spätes Beispiel (die beiden bekannten Hss. gehören schon dem 15. Jh. an) originell-spielerischer aber gedanken- armer Produktion würdigen und ihr unter Zuerkennung eines Kuriositätswertes eine Bedeutung als Ausgangspunkt zu prinzipiellen Schlüssen über das Werden und Wesen der deutschen Mystikertexte abspredien. Aber gerade die frühen Mystikerhss. des 14. Jh. sind es im allgemeinen, die eine besonders bunte Variation des Stoffes, eine besonders ver- wirrende Flutung der Einzelteile aufweisen. Wenn die Stoff- zerstückelung in meinem Handschriften - Ueberblick in PBB a. a. 0. verhältnismäßig wenig zu Tage trat, so war daran vo'

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allem schuld, daß ich mich dort nur an die handschriftliche Ueberlieferung der bei Pf. gedruckten Texte zu halten hatte und nur in g^anz seltenen Fällen Gleichungen zu anderwärts gedruckten Stücken durchgehen ließ. Gleichwohl finden sich auch dort schon einzelne Beispiele sowohl von Spructi- zersplitterung wie von Textkonglomerierung, bei der zuweilen eine Auflösung in die Einzelelemente versucht wurde. Die eigentliche Bedeutung des Textlösungverfahrens mittelst Gleichungen lassen die wenigen Beispiele dort aber kaum erkennen. Denn dieses zeigt nicht nur die Wanderungen auf, die die Einzelelemente durch viele Hände und Texte geführt haben [z.B.: Bvga. 102,2— 103,21 = Marquart von Lindau, Buch von den zehn Geboten, Venedig (durch Erhart Ratdolt von Augsburg) 1483 f. 44 v. Z. 10 f. 45 r. Z. 15 = Rulman Merswin, buch von den fürkomenden gnoden, Stuttgart HBl Ascet. 203 f. 17 V. ff.; Bvga. 103,4— 16 =- Greith 163,22 Z. 3. V. u.], es legt uns nicht nur Arbeitsweise und Arbeits- fähigkeit der einzelnen Autoren erst klar, die größte Bedeutung dieses Verfahrens liegt in der Tatsache, daß es allein uns exakte Erkenntnisse zu geben vermag über die ganze geistige Atmosphäre, in der die „mystischen" und auch die weniger „mystischen" Prediger, Seelsorger und Klostennsassen jener Zeit lebten und unter deren Druck sie sprachen und schrieben. Diese Atmosphäre müssen wir uns gewissermaßen durchtränkt denken von den beliebten und erbaulichen Aussprüchen der Kirchen- und Altväter sowie der berühmten zeitgenössischen Prediger. Von Mund zu Mund, von Schrift zu Schrift durch- liefen sie das deutschsprachiche Kulturland ^) auf ihren schnellen Wegen im einzelnen ebenso unfaßbar wie das Volkslied oder die kurzen Coupletschlager und die mannigfachen Variationen, die das Volk den modernen Operettenmelodieen und anderen ver-

^) Von einer Verzettelung des geistlichen Erbamingsstoffes mag man unbüdlich sprechen. Der Gebeis- und Erbauungszettel, der in der Druckerzeit eine so große, noch zu wenig gewürdigte Rolle spielt, war auch schon handschriftlich verbreitet. Aus solchen Einzelzettelsprüchen klebte man dann ganze Stücke zusammen. '"o:m. 215 f. 161 rb . . . Item esz sein noch mer stucklein, die . . .

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trauten Rythmen untcrlc/^'t. Man kann wohl j^'lcidiniswcise behaupten, daß das ^^anze /:i[eisti^fe Ei^'entum relij^Mös-erbaulicher Art zu jener Zeit in geflü^fclten Worten und Exempeln ^Gewisser- maßen in der Luft umherscliwirrte zwischen Kloster, Waldklause und ^ottesfreundlichem Heim. Es ließ sich von jedem, der es wollte, greifen und in die Formen seiner eigenen Persönlidikeit einformen. Was man hier und dort fand, schrieb man sich wieder nieder: hier und dort: auf die Wände der Kapellen, auf F^rgament, auf Papier; sofern es nur das geistliche Gemüt erbaute. Die andächtig-fromme Seele sammelte, was ihr gefiel, und gruppierte, wie es ihr gefiel. „Si screib an, wa ir üt lustlicties werden mohte, daz si und endrü menschen gefuerdren mohte zuo goet- lichen tugenden. Si tet als du gewirbigü binlü, di'i daz suess hong uss den mcnigvaltigen blumen in tragent." (Leben Seuses Bihlm. S. 96, 13 ff. Vetter, das Leben der Sciiwestern zu Töss. S. 4 Z. lOf.) So sind die Mystikertexte zerschrieben und zer- lesen, ^) wie das Volkslied zersungen.

Die allgemeine Verbreitung und Kenntnis einer gewissen Summe frommer Aussprüche würde allein den kompilatorisciien Charakter dieser erbaulichen Schriftstellerei nicht erklären. Aber gerade dieser erbaulich-religiöse Geist drängt zur Kom- pilation. Die Kompilation, das „Zusammenfügen" der Texte (s. Vetter a. a. 0. S. 2, 1 4 u. 3, 22), ist ihm nie etwas Verbergens- wertes. Je größer die Zahl der Autoren, denen man die Aus- sprüche entnommen, desto höher der Wert der aus ihnen gefertig- ten Kompositionen. Es ist die gleiche Erscheinung, die wir bei den kleinen weitverbreiteten Reliquiarien finden, deren Wert sidi nodi

lasz ich hy von kurcz vnterwegen . . . darvmb daz . . . auch etlich in den nachuolgenden stiicklein begriffen werden, die gelert lewt einer andechtigen Junkfr|awen] zu nurnberg geschriben haben geben in zeteln ye eins, der ander ein anders, als sie den[n] da von gefragt hat . . . Solche Zettel, auch Brieflein genannt und zu- weilen nur mit einem Spruch beschrieben, trugen die Kloster- frauen amulettmäßig bei sich (s. Vetter, das Leben der Schwestern zu Töss Dtsche Texte des Ma. ed. preuß. Akad. Bd. VI S. 40, 33 ff.). ^) „usgelesen uss der suessen lere dez heiligen maister Eghards" sagt Seuse von der Blumenlese Eckehartisclier Aussprüche. die sich Elsbeth Stagel angelegt hatte (Bihlm. 99, 11 f.).

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heute bei der /^Toßen Menge des gläubigen Volkes nach der Anzahl der Rehquicn richtet, so daß wir dort häufig, auf engstem Raum von wenigen Zentimetern zusammengedrängt, in Stoff eingenäht oder auf Papierstreifen aufgeklebt, Knochensplitter von mehreren Dutzenden der versdiiedensten Heiligen zusammen- gestellt finden. So ist es begreiflich, daß die Kompilation, als Selbstverständlichkeit geübt, meist keines besonderen Hin- weises auf ihre Arbeitsweise bedarf, daß aber da, wo sidi ein solcher docti findet, er einen gewissen Stolz nicht verkennen läßt. Er läßt sich heraushören, nicht nur aus den gemädilich- breiten Bekenntnissen zu kompilatorischer Arbeitsweise, wie etwa bei der Dorothea von Hof (Einsiedeln 752 in 4*^; s. Simon S. 32), die ihre „nachgaenden lere us vil buecher . , . zuosamen gelessen und uz gezougen und zesament gesetzt" hat, oder in dem Heiligenleben des Hermann von Fritzlar (Pf. Dtsdie. Myst- Bd. 1. S. 4,15) „Diz buch ist zu sammene gelesen uzze vile anderen budieren und uzze vile predigaten und uzze vil lererem," sondern audi wohl aus jedem schlichten Vermerk, daß man ein Budi kompiliert habe, wie wir ihn z. B. in dem pratum animarum des Gerhard von Sterngassen [Trier 589] und bei manchen kleineren anonymen Traktaten finden.

Neben der Sprudizersetzung und der naiven Entlehnung, die triebmäßig, ohne sich im Einzelnen viel Rechenschaft über ihr Tun zu geben, fremdes Gut zusammenrafft und es mit eigenem oder anderem fremdem Gut kompiliert, steht die bewußt- künstlerische, raffiniert-spielerische Kompilation, die den Mosaik- traktat schuf, bei dem in mühseliger und liebevoller Arbeit ein Steindien an das andere zum Mosaik gesetzt ist und den Beschauer nicht daran denken läßt, daß seine Einzelteile auch ein Eigenleben führen können. Uns mutet heute ein solches Verfahren zumeist wenig einschmeichelnd an und scheint uns seinem Wert nach in keinem Verhältnis zu der aufgewandten tifteligen Mühe zu stehen, wenn audi verwandte plumpere Mosaik- spielereien, wie das Zusammensetzen kurzer Erzählungen aus den Titeln von Dramen oder Romanen etc. heute noch zuweilen in verbreiteten Zeitungen oder Zeitsdiriften neuerdings

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besonders in amerikanischen auftauchen und in vielfach obszöner Fassung sich noch jetzt in geistig wenig berührten Kreisen einer gewissen Beliebtheit erfreuen. Wollen wir diese unendlich mühsamen, nur bei einer Ueberfülle von (jcduld und liebevoller Versenkung möglichen Kompilationsgebilde verstehen, so müssen wir bedenken, daß von jeher in allen Pflanzsctulen des erbaulichen Lebens der Spieltrieb aufs Ueppigste gewuchert hat. Wohl konnte er sich auch in der weltlich -bürgerlidien Beschaulichkeit entfalten, wie der Meistergesang beweist, aber seine eigentlichste Domäne waren doch stets die Stätten des inneren religiösen Lebens und hier im Besonderen die Frauen- klöster: die stille Mühseligkeit solcher andächtigen Miniaturkünste machte sie selbst zur frommen Andachtsübung.

Ich weiß nicht, wie lange noch nach dem eigentlichen Mittelalter ähnliche literarische Künste und Künsteleien in den Frauenklöstern in Uebung waren.') Aber um ihr Wesen tiefer erfassen zu können, scheint wohl ein kurzer Seitenblidi angebradit auf jene anderen kleinen künstlerischen Produkte der frauenklösterlichen A'luße, in denen dieser gleiche Geist lebt und deren zähe Tradition wir einigermaßen durch die Jahrhunderte zurückverfolgen können. Idi meine jene kleinen Handarbeiten, die sich im wesentlidien darauf konzentrieren, Abbildungen der Trinitas und der Heiligen seien sie nun auf Papier, Pergament, Glas oder Holz gemalt oder gezeichnet, seien sie gestochen, geschnitten oder gedrudvt, in Wachs geknetet oder in Holz geschnitzt mit allen erdenk- lichen Mitteln und auf alle erdenklichen Weisen mit einem oft rührend -treuherzigen Schmudi zu umkleiden. Sie sind das genaue Gegenspiel zu der literarischen Künstelei der Mosaik- traktate: auch hier das gleiche unendlich mühselige Kompilieren, dessen Resultate sich oft zu einer starken künstlerischen Wirkung steigern. Nur sind hier an Stelle der frommen Sprüche die kleinen bunten Stoffläppchen aus Seide, Tudi und anderen Stoffen getreten, die vielfarbigen Glasperlen und -Steine, die

1) In neuerer Zeit hat Denifle in schöner Einfühlung in ihre Form seine Mystikerblütenlese „das geistliche Leben" (Graz 1873) mosaikmäßig kompiliert.

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Gold- und Silber-Drähte, -Spitzen und -Fäden, Chenilleschnüre und Streumuster aus den versehiedensten Materialien, ja wohl auch Samenkörner und Glassplitter. Und noch ein Anderes ist es, das diese kleinen Produkte künstlerischer Handferti/^^keit und andächtigerer Sinnenfreudi^keit uns hier zum Ver^Meich heranziehen läßt: das zähe Verharren ältester Formelemente, die immer wieder in häufig völlig unpassender Materialver- wendung sich jahrhundertelang fortgeschleppt haben, neben einer kaum übersehbaren steten Variation in ihrer komposi- tioneilen Verwertung und einer äußerst empfindlidien Auf- nahmefähigkeit für neue Kompositionselemente. Alles Dinge, die stets da zu finden sind, wo ein kindlicti unbefangener Spieltrieb künstlerisch sich auszuleben veriangt.

Idi will nun im folgenden zum Beweis des Vorgesagten ein paar Beispiele geben. Ich versuche dabei zunädist eine der ältes- ten „Eckehart- Handschriften", den Pergamentkodex (St. Peter) 85 der Karlsruher Hof- und Landesbibliothek, der besonders sdiöne Beispiele für Mosaiktraktatß gibt, durdi Gleichungen aufzulösen. Um dem Vorwurf zu entgehen, einzelne bezeichnende Studie tendenziös herausgegriffen zu haben, gebe icti einen Ueberblick über sämtliche 128 Stücke der Handschrift, wobei ich die Stüdce da beginnen lasse, wo sie die Handschrift durdi neue Initialen markiert, ohne Rücksicht darauf, daß so einzelnes Zusammengehörige auseinandergerissen wird. Es liegt im Wesen der Sache, daß ein solcher Versudi eine glatte Lösung ausschließt. Dazu gehörte eine viel ausgedehntere Kenntnis der mystisdien Texte, als sie mir eigen. Audi bin idi mir völlig bewußt, daß ich mandie Parallele übersehen habe, die zu übersehen sich vielleicht hätte vermeiden lassen können. Aber ich hoffe doch deutlidi genug zeigen zu können, wie sidi die große Mehrzahl dieser Texte kleine, zwisdien die Trak- tate versdiiedentlidi eingestreute Sprüche stören dies Bild nicht völlig in Einzelteile zeriegen lassen, die man ander- wärts in versdiiedenen Stücken und der versdiiedensten Um- gebung wiederfinden kann. Solche Elemente aus unseren Texten nur verwandte und anklingende Stellen seien hier unberück-

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sichti^'t werde ich In der fol^'enden Uebersicht nachweisen in 45 bei Pf. ^^edruekten Predi;;,'ten (nrr. 5- s. <». U. Kl. 17^) 18. 19. 20. 21. 22. 23. 26. 27. 28. 30. 31. 32. 34. 35. 37. 38- 41. 44. 45 48. 50. 51. 52. 53. 57. 64. 72. 75. 76,1. 76,2. 79. 82. 84. 89. 92. 97. 98. 100. 108), in zehn Pfeifferschen Trak- taten'-^) (2. 3. 6. 10. 11,2. 11,8. 13. 14. 15. 17), in 9 seiner Sprüche [völhs oder in Fragmenten] (I. 3. 15^ 16. 20. 22. 25. 29. 30), in 43 Studien des „über positionum" [gleichfalls ^^anz oder teilweise] (2. 9. 11. 13. 14. 15. 16. 17. 24. 32. 33. 35. 42. 43. 51. 54. 61. 64. 65. 67. 72. 73. 74. 79. 82. 83. 91. 102. 103. 107. 111. 113. 119. 148. 149. 150. 151. 152. 153. 154. 155. 156. 162). Andere Stellen ließen sidi finden in elf bei Jostes gedruckten Predi.ijten (3. 19. 24. 31. 34. 45. 46. 59. 64. 69,1. 73), in fünf Stücken bei Jundt^) (3. 6. 16. 17. 18), in sechs Stücken in ZfdA. Vlll (3,1. 5,1. 5,4. 7. 8. 9,2), in zwei Studien in ZfdA. XV (5. 11.), in vier Texten bei Wad^ernaj^^el (nro. LXll und LXIII =^ die beiden Sterngassenpreditjten „ein heilig spridit, daz si heilikeit etc." und „in omnibus requiem quaesivi", in nro. LXIV und in den Sprüchen der 12 Anachoreten), in einer Taulerpredigt (Köln 1543 f. 84ra— 85ra), in 15 Stellen bei Greith, in 10 bei Preger ZfhTh.36, in 4 bei Rieder, der sog. St.Georgener Prediger. Vier Sprüdic stehen auch in der Spruchsammlung, die fälschlich unter dem Namen eines Eberhard von Ebrach bekannt ist. Wieder andere Studie fanden sidi in ungedruditen Texten verschiedener Handschriften (Berlin 8*^ 12, 65, 4" 125, 40 191; Basel B. IX 15, B. XI 10; St. Gallen 972 a; Freiburg 464; Karlsruhe [St. Georgen] LXXX; cgm. 627, 628, 365; Straßburg [Stadtbibliothek] 810 b; Zürich C. 76/290). Im Ganzen ließen sich über 600 Stückteile unserer Traktate ander- wärts in Predigten, Traktaten und Fragmenten wiederfinden,

^) Pred. 17 steht neben Einzelteilen auch in der vollständigen Pf.schen Fassung als nro. LXXIIII. in unserer Hs. Pf. nro. 70 ist nur nach unserer Hs. gegeben.

'•^) Trakt. 12 (Verse ohne Glosse) ist erst nachträgt, eingefügt.

^) 17 steht ausser in Teilstücken auch noch in der ganzen Jundtschen Fassung in der Hs. als Einleitung zu Traktat LXXXI; Jundt nro. 15 = nro. CXXVI unserer Hs.

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die sich allerdings vielfadi völlig decken. Immerhin waren unter diesen ca. Goo Stüd<en, die sich gleictiungsweise ander- vvärts identifizieren ließen, fast einhalbtausend versc+iiedene Stücke, wenn wir diejenigen selbständig zählen, die nur eine Teildeckung zulassen.

Pfeiffer waren diese Verhältnisse bei seiner Ed<ehartausgabe unbekannt geblieben. Er zitiert |S. IX a.a.O.] nur vier Predigten, ') den nachgehefteten Traktat 12 und fünf Sprüc+ie. Sctiuld daran war zum Teil, daß Pfeiffer die Handsctiriften nic+it persönlich kannte, sondern sich auf Auszüge von fremder Hand verlassen mußte, die jetzt noch in seinem Wiener Nactilaß mitgebunden sind.-) Sie stammten von Holtzmann, wie ein Brief Pfeiffers vom 7. November 1851, den jetzt die Frei- burger Universitätsbibliothek besitzt, dartut, und in dem sich Pfeiffer lebhaft beklagt, Mone ■^) vergeblicti um solche Auszüge angegangen zu haben. Aber auch die späteren Benutzer dieses Kodex scheinen sicti ihn nicht viel genauer angesehen zu haben. So weiß der Letzte vpn ihnen, Lotze (S. 7), als Ergänzung zu Pfeiffers Angaben nur mitzuteilen, daß er auch Fragmente aus den Predigten 5 und 9 sowie neun Stüd<:e des „liber positionum" enthalte (17. 24. 42. 48. 73. 107. 152. 153. 154).

Betrachten wir die zu zerlegenden Traktate näher, so finden wir in ihnen alles das, was ich oben über solche Mosaik- traktate darzulegen versucht habe, aufs klarste ausgeprägt. Das auf den ersten Blick auffallendste ist, wie sich die aus-

^) Von diesen kommt übrigens 51 nur unvollständig in versch. Fragmenten in unserer Hs. vor und aus 84 ließen sich gar nur zwei kleine Bruchsplitter auffinden,

-) In Wien k. k. Hofbibl. cod. 15 380. In Abschrift befinden sich dort die Stücke I - IX; XXIII; XXIV (Anfang); XXVIII (teil- weise); IL— LI; LIII; LVIII; LXVIIl; LXX (teilweise); LXXXVIII; LXXXIX; CVI; CX; CXIII; von den übrigen Texten sind mehr oder minder ausführliche Initien oder auch Schlußstücke gegeben.

•^) Mone hatte die Hs. selbst kurz im Anz. für Kunde der dtsch. Vorz. VIII. 283 erwähnt: „Die ganze Hs. besteht in einer Sammlung von Predigtauszügen, unter deren Verfassern nur Eckhart genannt wird."

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einandergenommenen Einzelteile wieder und wieder in den versdiiedenen Texten wiederholen. Sie sind bald in kleineren, bald in größeren Ausschnitten an passender Stelle zur Ver- wendung gekommen und streumusterartig zu wechselnder Dekoration zusammenornamentiert. Und zwar geht das starre Festhalten an Stoff und Form soweit, daß ein paarmal selbst die Schlußformeln der Stücke, sowie die Uebergangs- phrasen (z. B. „nu kere wir wider zu unser rede" in XXIV und XXXIII) stereotypen Charakter zeigen und wiederholt die Rüdtverweise der Vorlagen, die hier ihre Berechtigung ver- loren haben, miteingebaut sind (so in den nrr. XVill, XXIII, XXXII, XXXIII, XLI). Daneben findet man dann wohl auch vereinzelt einen richtigen, wohl erst vom Kompilator eingeschobenen Rüd^verweis, wie in nro. CIX, wo er Pf. XLI IH8,31 vorgeschoben ist, oder in nro. CXX in einem Passus, zu dem sich eine Parallele nicht nadiweisen ließ. Diese eigenen Rüdeverweise zeigen schon, wie der unbekannte „Verfasser" unserer Texte, wiewohl er mandie störenden Rudimente ungetilgt ließ und auch hie und da ein Gebilde durch seine Aussdinitte verstümmelte, doch zumeist viel sorgfältiger verfuhr, als die meisten, unbekümmert drauflos- arbeitenden Kompilatoren jener Zeit. Im großen geht sein Bestreben dahin, möglichst wenig an den überkommenen Aussprüchen zu ändern Größere Textmodulationen, wie wir sie sonst häufig finden (ich erinnere nur an die Fassung von Pf. II, XI 1. 495 [Anf.]— 496,36 in Stuttgart is, wo an Stelle der fünf Brote, die Christus verteilte, die fünf Steine getreten sind, mit denen David den Goliath erwarf, und ähnliches) liegen unserem Kompilator fern. Nur kleine Umbiegungen des Wort- lautes gestattet er sich da, wo ohnedies eine Einfügung der Textteile in den Gedankengang schwierig wäre (z. B.: Pf. S. 169, 12 f.: wan vellct er uz der hant der erbarmeherze- keit = St. Peter 85 in nro. CX f. 90rb va: Fallen wir vz der hant der erberherzikeit . . . u. dergl. wiederholt).

Wir haben den größten Teil der Traktate, die uns die Karlsruher Handsdirift (St. Peter) 85 bietet, nodi in einer zweiten

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Handschrift überkommen, die ^leidifalls aus St. Peter stammt und jetzt sich ebenfalls in der Karlsruher Hof- und Landes- bibh'othek befindet (nro. 102). Beides sind Pergamenthand- schriften aus der Mitte des 14. Jahrhunderts und, wie die Kinzeivergleictiung beweist, Absdiriften ein und derselben Vorlage, die uns verloren gegangen ist. Die Varianten beider sind sehr gering. Im ganzen ist der Text in 102 etwas sorg- fältiger abgeschrieben. Durch Fehlen der ersten Lage beginnt 102 fragmentarisch im XII. Stück. Die Texte XCVIII. XCIX, CVI, CVIII, CXIII CXXIX fehlen in ihr Beide Hand- schriften sind erst im 18. Jh. in das Benediktinerkloster St. Peter auf dem Schwarzwald gekommen, dessen alte Bibliothek im 30 jähr Krieg verbrannte.^) Cod. perg. 85 wurde dort 178 L vermutlich durdi Vermittelung des Bibl. Kodi aus Straßburg erworben. '^) Von Cod. perg. 102 wissen wir nichts Näheres. Die Herkunft beider ist unbekannt. Ihre Spradie ist nieder- alemannisch. Der Verfasser unserer Texte läßt sich nidit ermitteln.

Der Zerlegung lege ich die vollständige Handschrift Karls- ruhe 85 zu Grunde. Um die Verhältnisse noch übersichtlicher zu machen, gebe ich in Beilage I einen Traktat in Abdruck wieder sowie in Register I einen systematischen Ueberblid< über die gefundenen Stücke. Der Zerlegung voraus schicke ich kurz einen Ueberblidt über die äußere Besdiaffenheit beider Manuskripte.

1) Zs. f. Gesch. d. Oberrheines N F. XV, S. 615.

2) ibid. S 637 u. 633.

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Karlsruhe (St. Peter) Cod. perg. 85

(vgl. auch Längin, Dtsche. Hss. der großh. bad. Hof- u. Landes- bibl. S. 92. Keller-Sievers, verzeichn. altdfsch. Hss., nro. 10

S. 52 f).

Pergament. Mitte 14. Jahrhunderts, alte Holzdeckel mit hell- braunem, jetzt stark abgeschabtem Leder überzogen. In der Mitte des Hinterdeckels zwei Metallstifte zum Einhaken von zwei, mit dünnen Metallplättchen besetzten Lederriemenschließen, von denen die untere abgerissen ist. Die Innenseiten der Holzdeckel sind mit Pergament überzogen. Darauf ein paar Federübungen. Außer- dem steht auf dem Pergamentbezug des Vorderdeckels oben von neuerer Hand: Cod. S. Petri, und dabei in Bleistift: S. P. 85 perg. und weite^ unten von alter^ Hand: iT an dis b stond C vn XXX Villi pdig/vn leren vn sprüch an ges. f. Ir am oberen Seitenrand: Emil Philipp. Jacob. Abb. 1781. f. 100 va stehen zwei Zeilen Geheimschrift, deren Ent/.ifferung mir leider nicht gelungen ist. 111 von moderner Hand mit Bleistift richtig gezählte Blätter. Bll.höhe '22—22,5 cm; Bll. breite: 17 cm. Lagen: 1-12 Bll.; 11-10; 111 = 8; IV-12; V-=10; VI— IX = je 12; X=9. (Das Gegenbl. des ersten Lagenblattes scheint das auf dem Hinterdeckel festgeklebte Blatt zu sein.) XI =- 2. Die Schrift der Lagen I X ist eine zierliche und dabei kräftige gotische Minuskel. Die Schrifthöhe 16,5-17 cm, die Schriftbreite 11,5-12 cm. Zwei Kolumnen. Rote Initialen, in die der Schreiber gern mit be- merkenswerter Gewandtheit kleine Tier- und Menschenköpfe hin- einmalt. Auch am Rand zuweilen solche kleine Zeichnungen. Keine Alinea. .Stellenweise sind einzelne Buchstaben regellos rot gestrichelt. Die i-Punkte fehlen noch ganz, oder sind durch dünne schräge Strichelchen gegeben. Die Lage XI gehörte ur- sprünglich nicht zu den anderen. Sie ist in ungewöhnlich großer, kräftiger Minuskel geschrieben. Ihre Schrift ist durchgehend, ohne Kolumnenteilung.

Karlsruhe (St. Peter) Cod. perg. 102.

Perghs. Als Einband dienen zwei aufeinandergenähte rost- braune Lederlappen, die innen zur Verstärkung mit beschriebenem Pergament [Festkalender mit Angabe der Fesigcbete, Liturgieen etc.] benäht sind. Vorn auf dem Leder ein modernes Papier- schildchen mit der Signatur. 184 Bll. Bll-höhe n),5 17,5. Bll. breite 10—13 cm. Lagen: I und II je 12 Bll.; 111 = 13 (das Gegenbl. von f. 33 ist ausgeschnitten), IV = 8; V-- 12; VI- i:^ (das Gegenbl. v. f. 69 ist ausgeschnitten), VII— XIV -- 12; XV = 10;

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XVI --8 (die Gegenbll. von fol. 178. 179. 180. 181 sind aus- geschnitten). Die Schrift ist größer und schwerer als in S. Peter 85, doch könnte sie vom gleichen Schreiber herrühren. Schrift- höhe 12—13 cm. Schriftbreite 9—10,5 cm. 18 20 Zeilen auf der Seite. Nur eine Kolumne. An den Seitenrändern sind zahlreiche Kordelbändchen als Lesezeichen festgenäht. Vorn auf dem Leder ist ein modernes Papierschildchen mit der Aufschrift St. Peter perg. 102 aufgeklebt. Rote Initialen bis f. 118v, Rot- strichelung der Buchstaben zu Anfang von Sätzen und Satzteilen bis f. 130v, Alinea nur zuweilen.

Zerlegung der Mosaiktexte

von Karlsruhe: St. Peter 85.

I. (f. 1 ra 2 ra) == Pf. LI. ^) 168,5—16 (mit Auslassungen 13/14 und 14/15) + Pf. XXXVIl. 128,25 28 [=in nrr. XXXV f. 38 ra und LXXX f. 64 vb] + ZfdA. VIII n r 0. VIII.-) 244,28 30 [ =- in größerem Zusammenhang

^) Hss. der Pred. s. PßB. XXXIV, 334.

-) Die Pred. ist gedruckt ZfdA. VIII nro. VIII, 243—251 nach cgm. 1331 15 r- 23 v, Basel B XI 10 f. 153 r -- 171v, Straßburg 618 [früher Klosterneuburg 1141] f.35r— 42r, Einsiedeln 278 p. 219—222. Der Text im Basler Taulerdr. 1521 f: 272 rb--273va ist gegen ZfdA. VIII stark verkürzt (es fehlen 246,33—250,3 und 250,25— Schluß). Nach cgm. 214 f.95ra— 99vb druckte Preger ZfhTh. 34 (1864). 166—180 und bruchstückweise erneut nach Basel B. IX 15 f. 153r-171v ZfhTh (1866) 483ff und gab beidemal Parallelnachweise zu Eckehart zugeschriebenen Te.xten. EinFragm. nach zwei Innsbrucker Perg. Streifen ist von Schönbach gedr. ZfdA. 35,2 16 ff. Von f. 14,22 ab auch enthalten in Jostes nro. 18+ 19. Andere Hss.: Berlin 4" 1079 L 191 v— 195 r (früher Sammlung des Freiherrn von Arnswaldt 3136; vgl. Jahrb. d. Ver. f. ndd. Sprachf. X. 1884 S. 9 und Langenberg 184); Straßburg L. germ. 662 f. 6r— 13v und fragm. f. 195 r- 198 r [=ZfdA. VIII. 249,6—251 (Schluß)]; St. Gallen 966 p. 76—87; Cheltenham Phill. 21155 f. 102r 104r [Priebsch, Dtsche. Hss. in England I nro. 134 S. 138]; Berlin 12 f. 22v— 27r; cgm. 628 f.63rb— 66va. Ein Fragment in St. Gallen 972 ä p. 221—224 = ZfdA. VIII. VIII. 247,34—249,3. ZfdA. VIII. 248,27— 28 = Pt. IV.

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in nro. II f.2 va] t- Pf. LI. I6s,i6 + 3V..> Z. + «V^ Z. [= in nro. CXI f. 91 vb; beginnt mit zwei Bernhard- zitaten. Das zweite in Basel B IX 15 f. 50 ra etwas variiert] 4- Pf. LI. 108,27 29 -f ibid. 31 32 (beides auch in nro. XXXIII f. 36 ra] + ibid. 29—31; 32—34 mit kleinen Abweichunijen im Einz. [29 31 auch in nro. XXXIII f. 36 ra] + 3 Z. + Davidzitat + Pf. LI. 168,35 109,3 (gegen Schluß etwas frei) + 10 Z. (^ Davidzit. + Aug. Zit. Beides audi in nrr. XXII f. 10 va und XXXIII f. 36 ra)+ 17 Z. II. (f. 2 ra 3 ra) = ZfdA. VIII nro. VIIL 243 Anfang der Pred. Z. 4 (der Pred.) + 2 Z. + ibid. Z. 5 244,12 (Abweich, im Linz.) + 67^ Z. Bernhardzit. ( = in Basel B. IX 1 5 f. 49 va. Die ersten 3 Z. auch in in nro. XXIII f. 18 ra] + Pf. II, XV ') 530,4- 5 -f 57.^ Z. Zitat eines „Heiden" [= erweitert in Basel B IX 15 f. 190 vb 197 ra. Die ersten 2\/o Z. audi in nro. XXXIII f. 36 ra rb] + ZfdA. VIII nro. VIIL 244,12 30 [das Pauluszit. 244,28 30 auch in nro. I f. 1 ra] + ibid. 32 35 f ibid. 32 + ibid. 35 245,5 mit Abw. im Einz. (besonders von S. 244 letzte Zeile ab) + 4 Z. -f Pf. IV. 7 4. -') 1 Pf. IV.

148. 677, 34-35. ZfdA. VIII. 246,17-22--Jostes 18. 15,13—16 = ZfdA XV. 430, 15-431,20. ZfdA. VIll. VIII. 248, 4— 10 in einem Traktat in cgm. 627. 628. Stu.tg. 8*' 13, Stuttg. 283 in folio; siehe unten bei Zerlegung des 70 ten Trakt, von cgm. 627. Berlin 8*^' 12 schreibt die Pred. Meister Eckhart zu, Basel B XI 10 dem Franke von Köln, die anderen Hss. nennen keinen Autor; s. auch PBB. XXXIV, 334.

^) Ueberlieferung siehe PBB. a a. O. 393 ff. Dazu kommt Nürnberg Cent. 40 h (Pahnke, kleine Beiträge S. 13). Das 4te Stück dort f. Ov— 21v=Pf. II XIV 527 (Anf.) - 533,19 mit Fehlen von 532,22-25 +Pf. II XV 533(Anf.)~ 541,10 (535,17 neues Initial) + 19 Z + Pf. II XV 542, 3—4. Dss Stück, das Pf. an Stelle der 19 mir sonst nicht bekannten Zeilen enthalt, bildet samt den beiden Schlußformelsätzen (Pf. II XV 541,10—542,6) nro. XII unserer Hs. auf f. 77r— 78r.

-) Hss.: Berlin 8" 65 f 96 v; 4" 191 (zwischen IV 73 und 75 + 111 eingebaut: f 183v 185r); St. (3allen 972a p. 40-47.

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61') + Pf. IV. 119.-) 608,18 19 + Pf. XXX 3) 106,10-19 [Pf. XXX. 100,10-13+16 18 auch in nio. LXXXI f. 00 ra; in Basel B. IX. 15 f. 257 rb va stehen als Spruchfra^^mente Z, 8 15 und 16 22] + Schlußformel v-V^ Z. - anklin^^end an die Schlußformel in CXI f. 92 rb).

III. (f. 3ra-4va)-Pf. XXIII.^) 95,40-90,7 [das gleiche Stück selbständig in St. Gallen 972a p. 200 201] + Pf. LXiV. ^'j 200,34-201,8 (mit Abw. im Einz. Z. 3/4 bei Pf. ausführlicher) + 21 Z. [=in nro. CXI f. 91 rb va. Die letzten 12 Z. davon = Pf. LXIV. 201. 8 13] + ibid. 13 25 (Abw. im Einz. Für Pf. Z. 25/26 steht hier ein fremder Halbsatz) + ibid. 26 30 (Abw. im Einz.) + 3Z. + ibid. 31 34; 36 37 [von Z. 32 ab auch in nro. CXI f. 91 va] + 5V, 2. [folgen auch in nro. CXI f.91 va] + ibid. Z. 37 202,6 [Abw. im Einz. Der Text ist hier durch diesjn Einschub stark in Unordnung geraten, die der Schreiber schon selbst durch Buchstaben- und Zeichenverweise zu mildern versuchte. Vor Pf. LXIV. 201,37 stehen die zwei ersten Worte des Meisterspruchs der hier auf Pf. 202,0 folgt, während .die letzten Worte dieses Stückes (Pf. 202, 5-0: creature mvgelich ist got zuo begrifende) erst nach dem Meisterspruch vor Pf. IL XI 2 . 510,12 ff stehen, was sich wohl daraus erklärt, daß in der Vorlage des Kompilators hier die gleichen Worte ( . . . . creaturen mügelich ist : Pf. S. 510,11) vorausgingen.] + 2V.,Z. Meisterspruch [=in nro. XLIV f. 47 ra und

') Hss.: Berlin 05 f 94r-^v; St. Gallen 972a p. 35-36

uvK^^y ?^'^''" ^' ^'^^ ^^'^ Fragenfolge IV 115^118 be- schließend: f. 187 r-188r). s J iiö oe

') Hss.: PBB a. a O. 333. Siehe auch Lotze 23-24 i

^) Hss. : PBB. a. a. O. 336.

') Ueberlieferung: PBB. a. a. O. 329. Auch Nürnberg Cent 46 h enthält das Stück auf f. 113 r-lio v mit starken Aende^ungen und bes. sehr beträchtlichen Weiterungen. ^'ungen

33

CXI f. 91 va— vb] + Pf. II XI 2 ') . 510, 12—23 [Z. 12 15 auch in nro. CIX f. 89 va; Pf. ^10, 13— 14 = ver- wandt mit Pf. LXXVIII-^) . 252, 22 23] + 7 Worte + Pf. 11. XI 3 1) . 511, 24—27 -fPf. II. XI 3.510,29—33 (ein paar Worte gekürzt) + Schlußformel (4 Z.). IV. (f. 4 va— vb) = Preger ZfhTh. Jg. 1866. 488, 5—11 [= der ZfdA. VIII in nro. Vlli nicht gedr. Eingang nadi cgm. 133] + Wilhelm Wackernagel altd. Pred. nro. LXII S. 164, 31— 37'^)+l Satz (- IV2 Z)-

1) Zur Ueberlieferung s. PBB. a. a. O. 385 ff. Zu diesen Hss. kommt Nürnberg Cent. 46 h. S. Pahncke, kleine Beiträge 13. Die Hs. enthält folgende Stücke: II. XI. 3. S. 513,12—516,11 (f. 95v— 9Sr); II, XI. 1+2-8.502,21. Abweichungen im Einz. und grösserer Einschub bei Pf. S. 498,18 (f. 98v— 106r); II XVI+II XI 2 S. 502,22— 503,19; 36—39; 504, 4—6; 1—4; 6—34 ; 509,12— 5 10,27 + II. XI. 3. S. 510,29 —30 ; 32—33 + 18 Z. [verwandt mit Pf. S. 507,16— 25]+ 510,34—513,12 [Abweichungen im Kleinen] (f. 100 v— 113 r).

2) Hss.: PBB 331.

3) Die dort nach der Hs. B XIX f.l45r— 153r der Basler U.B. gedr. Sterngassenpred. , Ein heilig spricht, daz si heilikeit" (s. auch Wackernagel 544 ff ; ebenda die Varianten des Basler Taulerdrucks 1521,22 f. 277 ra 278rb). Die Pred. steht auch in Stuttgart H. B.I Ascet. 6 f. 27v— 30v; Stuttgart H. B. I Ascet. 36 f. 104v— H2v; Einsiedeln 278p. 299 307; Nürnberg Cent. 46h f. 88r— 90v. Die Basler und die erstgenannte Stuttgarter Hs. schreiben sie dem von Sterngassen zu „brediger leßmaister von Straßburg", wie die Stuttg. hinzufügt. Die Pred. stand auch in Straßburg A. 98, woraus sich eine Abschrift Pfeiffers in Wien 15 383 erhalten hat (Simon S. 12). Die weitaus ausführlichste Fassung der Pred., gegen die der Wackernagelsche Druck stellen- weise nur den Eindruck eines Dispositionsauszuges macht, steht in der Wiener Hs. 2728 in einem Konglomerattraktat (f. Ov 12v). Die ersten 109 Z. dort stehen in dürftigem Gerippe bei Wacker- nagel S. 163 Anf. 164,20. Es folgt dann immer mit be- trächtlichen Abweichungen im Einz. Wackernagel a. a. O. 164,20 bis 165,39 I 8 nicht gedruckte Zeilen 1 *W. ibid. Z. 39—41 ^ 8 Z, die zuweilen leicht an das bei W. Folgende anklingen! W. ibid. 165,58 60 j 165, 73— 166,91 mit stets sehr beträchtlichen Ab- weichungen.* (Von * * nach dieser breiten Wiener Fassung (von

3

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V. (f.4vb— 5 vb)-Preger a.a.O. 488,11— 28+22 Z. + Jostes nro. 24 1) S. 19.22— 24 1 Jundt nro. 18 S. 279 letztes Wort 280,4 (kleine Abw.) r ibid. 279,10 (von unten)-) bis letzte Z. | in nro. LXXVl f. 61 rb va. Das gleiche Stüdi mit angehängtem Schlußsatz in Straßburg 810b f. 79v 80r]-f ibid. 280,11 -- Schluß [mit Abw. im Einz. in nro. XXVIII f. 29vb 30ra] 1 4 Z.Schluß- formel. Tl. (f. 5 vb) = Pf. III 29. Von Pf. nach dieser Hs. wieder- gegeben. [-^ in nro. LXXX f. 64 rb ohne Edicharts Namen zum großen Teil wiederholt.l

geringen Kürzungen abgesehen) auch in der XVI. Fred, von Melk 371 in f 265 vb ff, einem Text, der dort Meister Eckehart zugeschrieben ist(s. PBB a. a. O. 361)] Es folgt dann ZfdA. VIII. IX 2 S. 253 Anf.- Z. 10 [--Baseldruck 1521 f. 278 ra Z. 12—25; in Wien 2728 ist dieses Stück in einen Dialog zwischen Meister und Jünger verwandelt. Auch dieses Stück noch in der Wiener Fassung und ebenfalls unmittelbar auf das Obige folgend in der erwähnten Melker Pred. Doch bin ich nicht sicher, wie weit die Parallele geht, da mir keine vollständige Abschrift des betreffenden Stückes vorliegt] + ZfdA. VIII 253,10 (des Stückes) —254,16 [dieses Exempel vom Gottminner, Gottschauer und dem Lauteren ist breiter erzählt wie in ZfdA.] + 47.3 nicht gedr. Z. + ZfdA. VIII 254,17—28 [-Basler Taulerdruck f. '"278ra Z. 30— 278rb Z. 1]. Die schließenden 6Y0 Z. sind nicht gedruckt. - - Ein Fragment aus dieser Pred. ist Pf. II. III 394,13—24. Ein anderes (Wacker- nagel 165,73—166,90) steht in Berlin 65 f. 42 r. Wieder ein anderes bei Greith (s. d. S. 171; auch hier unter Sterngassens Namen). ZfdA. VIII. IX 2 S. 555, 22 32 = Pf. IV 43. Basel B IX 15 enthält auf f. 256ra 257ra ZfdA VIII. IX 2 Anf. 254,16 + 17—22 + 22—35 + 36—255,10 (vgl. Preger, ZfhTh 36,476 ff.). Berlin 8^ 12 auf f. 13v— 14r: ZfdA. VIII. IX 2 S. 253,7—12; 254,27—28; Pf. II. III 413,16—21.

^) Die Predigt teilweise bei Nicolaus von Landau (Zuchhold S. 26). Jostes 18,29—19,11 (ziemlich frei) im XX. Stück von Melk 615 in (s. PBB a. a. O. 325).

-) Von hier an bis Schluß steht das Stück auch selbständig in Straßburg 810b f. 79v 80r, wobei dort noch ein größerer Schlußsatz angehängt ist.

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VII. (f. 6 ra) Pf. III 25 ') [wiederholt ohne Eckeharts Namen in nro. XXVIII f. 28 rb f.].

VIII. (f. 6ra- rb): Uf drin stucken kennet man ein ^üten menschen ....[— B erlin 65 f. 80v 81 r c^^m. 627 f. 260 ra- Stuttgart 8^ 18 f. 236 r].

IX. (f. 6rb): Mit disen zwen dingen kvmest dv vf din bestez .... (9 Z.)

X. (f. 6rb va): Qvatuor docuit dominus discipulos. Be- kentnis ist dv edelste tvgent der seien .... Die ersten 25 Zeilen bilden auch den Anfang von nro. CIX f. 87 vb, in dem der oben zitierte deutsche Satz auf f. 88 va wieder- holt ist. Darin Pf. II. XVII-) 566,34—35 leicht variiert. Das Stück schließt mit Pf. XXIII 95,33—37.

XI. (f. 6va vb): Die minne gottez ist also geordent . . . . AlsYz ist mine minne geordent gelidi der minne gottez. (23 Z.)

XII. (f. 6 vb - 7 ra) - Taulers Predigten, Basel 1521 f. 316 rb Z. 10— 11 [= Pf. LVIP) 182,37— 38] + IV2 2. + Tauler ibid. Z. 12— 14 + 4 V2 Z. + Augustinzit. (1V2 Z.) + 13V2 Z. [der letzte Satz ^ ohne die vier letzten Worte Pf. XXXV ^) 121,7-8 -in nro. CVI f. 84 rb und in größerem Zusammenhang in nro. XXII f. 16 rb. Von Anfang bis hierher identisch mit dem Anfang von nro. XXXVII f. 40vb und einem Stück in nro. CIX f. 87vb

1) In beiden Fassungen fehlen die beiden letzten Sätze des Pfeifferdruckes, die aus der Einsiedler Hs. 278 stammen. Sie sind gleich Pf. II VI 463,7—11.

'-') Ueberlieferung s. PBB a. a. O. 890. Zu den Hss. kommt Nürnberg Cent. VI 46 h (s. Pahncke, kleine Beiträge S. 13). Stark umgearbeitet steht das Stück auch in einer Hs. im Besitz von Dr. Langer-Braunau (Sitzungsber. d. k. preuß. Ak. d. Wiss. 1910. V. Bericht der dtsch. Kommission S. 2). Zur Ruusbroecschcn Redaktion des Stückes s. W. Dolch, die Verbreitung oberl. Mystiker- werke im Niederländischen. Teil I. Leipz. Diss. 09. S 54 f.

3) Hss.: PBB 320.

^) Hss.: PBB 339.

3*

^- ä6 -

bis 88 ra, das jedoch durch einen Einschub von 6 Z. er- weitert ist. Das Augustinzit. fehlt in nro. XXXVIl wie CIX] I Aug. Zit. (4Z.)+Pf. XCVIP) 313,13—15 [ in nro. XVIU f. 10va]+2 Z. I Pf. LVII 182,31-36 [der erste Satz (Z. 31— 32) auch in nro. XVill f. llra].

XIII. (f. 7rb va): Alz unmYgelich ist, daz fleisch geist werde .... 3^, Z. + 3 Z. |- in nro. XXiV f. 21ra] + 4 Z. + 3 Z. [in nro. XXXIII f. 33va = in nro. XXXV f. 38 rb] + Zit. aus cant. cant. [ etwa Pf. CV'-j S. 342,11 12 (vgl. Pf. IL XI 2 S. 508,18); auch in nro. XV f. 7 va] + 71/2 Z. + PJ- XXI 3) 89,35—36 (vgl. auch Pf. X^) 55,2—3 und 4—5) [Hier nicht als Augustinzit. gekenn- zeichnet. Als solches audi in nro. XXXIII f. 33 va und CX f. 90 rb] + 37., Z. + Pf. II. X ^) 494,5—6 [- in nro. LXXXI f. 66vb] + 3V2 2.

XIV. (f. 7 va): Ez ist frage, waz got si in des M. sele .... vnd ein volkomen narunge der begerunge. (7 Z.)

XV ^% (f. 7va— vb): Waz ist got me . . . . vnd bin ein lop siner ewigen ern. (20 V2 Z. Enthält das gleiche cant. cant. Zit. wie nro. XIII).

XVI. (f. 7 vb 9ra): Sancte Johannes spricht: got ist dv minne .... Innerhalb der ersten 68 Zeilen habe idi zwei größere Parallelen zu Teilen eines Traktates getroffen, den die Hs. 76/290 der Züricher Wasser kirch- bibliothek überliefert (incipit dort f. 149 va: Got ist ein ewigis anegenge . . . .) [das erste Stück zum größten Teil auch in nro. XXXXIV f. 46 vb] und aus dem drei

1) Hss. : PBB 337. Auch in Berlin 4" 1079 [früher von Arnswaldt 3136] f. 177 v ff. (s. Langenberg 184); Pf. 314,19 bis 20-ZfdA. VIII. VIII 248,5-6; Pf. 314,7— 11 -- Jostes nro 43. 47,27— 31 -= Greith 176,7—11.

-) Hss.: PBB 338.

•^) Hss.: PBB 336.

^) Hss.: PBB 340.

^) Ueberlieferung siehe PBB a. a. O. 384.

®) =" Fortsetzung des vorigen Stückes.

37

andere i^Tößerc Stücke in nro. XXXIX unserer Hs. iiber- j^^e^^aniL^fen sind '). (Iiin Gleiclinis Bcrnliards etwas variiert auch in Basel B XI 15 f. 203 rb Wackernaf^^el, altd. Pred. LIM 119, 281 ff.) Die hier benutzten Stücke stehen f. lölva vb und 154 rb der Züricher Hs. Die andere Hälfte unseres Traktates setzt sich folgendermaßen zu- sammen: Jundt nro. 3^) 241 Z. 5 von unten 242,3 + 3V2 Z. + Pf. XX-') 86,28—33 + Gregorzitat (2\/, Z.) + Pf. LVII 181,29—182,1 [Hier im Einz. mannigfach ab- weichend und in nro. XXXV f. 38 rb va wiederholt. Z. 29—35 ==- Pf. II. XV 539,35—40. Das gleiche Fragment in Berlin 8M2 (PBB XXXIV 318,34). Z. 29—35 auch in der XX. Pred. der Frankfurter Hs. des Heinrich von Erfurt f. 47 v] + Pf. II. XIV ^) 533,9—10 + Pf. XCII") 302,16—18; 20—22 (mit Abweichungen im Einz.)+ ibid. 39— 303,3 + ibid. Z. 13— 18+ ibid. 302,33—35; 36—37 + ZfdA. XV nro. V") 385,60-65 + Schlußformel (4 Z.) XVII. (f. 9ra 10 ra)- Jundt nro. 16") S. 276 erster Satz des Stückes [-Stuttgart 8^ 18 f. 234r als erster Satz einer

^) Ich hatte mir von diesem Traktat seiner Zeit nur Auszüge gemacht, so daß ich nicht sicher bin, ob sich nicht noch weitere Parallelen zu Stellen unseres Kompilators von St. Peter 85 nach- weisen lassen.

-) Auch in St. Gallen 972a p. 126—150 und in Nürnberg Cent. VI 46 h f. 134r— 140r (um 7V2 Zeilen gelängt).

3) Hss.: PBB a. a. O. 336. Das Stück ist nach Rattke, Abstraktbildungen auf -heit bei M. E. Jenenser Dissert. 1906 S. 22 Uebersetzung einiger Kapp, aus des Scotus Erigena Schrift „de divis nat." worauf mich Herr Prof. Strauch gütigst aufmerksam machte.

•^) Ueberlieferung: PBB a. a. O. 393 ff. Ferner in Nürnberg Cent. VI 46 h. Näheres siehe Fußnote 1 zu S. 31.

^) Hss.: PBB a. a. O. 331.

^) Gedruckt nach der Oxforder Hs.

') Gedruckt nach Straßburg L. germ. 662 f. 323 v— 326 v-- eine Spruchfolge. Jundt 278, 6—7 Taulerdruck Basel 1521 f. 278 ra Z.2v.u.^ 278 rbZ. 1 (in derSterngassenpred. „ein heilig spricht etc." Fehlt bei Wackernagel und ZfdA VIll) in Berhn 8^* 12 f. 13 v in größerem Zusammenhang in Basel B IX 15 f. 207 va; Jundt ibid.

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Autoritätenfolge] }- 27, Z. i Pf. IV 35 ') 642,27-20 [ in niü. XXIV f. 22 rb] -h Jostes nro. 69 (1)-) S. 69,24—27 + Pf. IV 72'') ! 2 Z. f Pf. II. VI 458,28—35 [Hinter Z. 28 (mac) hier ein Einschub von ca. lY, 2. Dafür felilt hier der Halbsatz Pf. 31/32] + Pf. II. VI 469,31— 34 + ibid. 27 3 i [Auslassung Z. 29; Z. 31 die drei Sdilußworte abweichend] I Pf. IV 102^), 656,39—657,2 4- 7 Z. r Pf. U XIII ^) 526,13—15 [-- in nro. XVIII f. 11 va-^ in nro. XXXV f. 39va in nro. LXXXI f. 66va/vb] + Pf. XVII') 77,27 bis 32 + Aristoteleszit. (7Z.) + Pf. XXXVIII '*) 131,3—13. [für Z. 5—6 ein anderer Satz. Z. 7—9 fehlt] + Zf dA. XV

Z. 12 17=-ZfdA. VIII. V 2. S. 232,6 11; Jundt 276,1 2 (=^ das Fragm. unseres obigen Trakt.) auch in Stuttgart cod. theol. 8^ 18 f. 234 r. Auf der gleichen Seite und in derselben Fragmenten- folge steht auch Jundt ibid. S. 277,4 S.

1) Hss.: Berlin 8*^ 65 f. 89v-90r; Berhn 191 f. 195v; St. Gallen 972a p. 14—15; cgm. 365 f. 194r enthält nur die beiden ersten Sätze, wie unsere Karlsruher Hs.

-) Jostes nro. 69 = Preger II 455 f. aus Oxford Laud. misc. 479, das als Autor den Bruder Kraft nennt. Stand auch in Straß- burg A 98 (in Pf. s Abschrift erhalten in Wien 15 383; s. Simon S. 11). Das Stück schloß hier mit Jostes S. 69,17, wie auch in Nürnberg Cent, 46 h f. 5v— 6v In Basel B XI 10 auf f. 333 v— 339 r. Fragmente bei Haupt u. Hoffmann, altd. Bll. II. 97 f. aus Perg. Bll. des 14. Jh. in seinem Besitz.

^) Hss: Berlin 65 f. 95v; St. Gallen 972a p. 40— 41.

^) Zur Ueberlieferung s. Simons tiefgreifende Arbeit. PBB. 337 ff. Für die Niederlande: Dolch a. a. O S. 44.

ö) Hss.: Berlin 65 f. 102r— v; Berlin 4^ 191 f. 176r; St. Gallen 972 a p. 82— 83.

6) Ueberlieferung: PBB 389 f. und vorher.

^) Hss.: PBB 330 Basel B IX 15 enthält an Spruchfragmenten daraus auf f. 255rb— vb : 77,11—22+22—26+27—33+34 38.

^) Hss. : PBB 333. Eine Abschrift aus Straßburg A. 98 scheint nicht mehr zu existieren (s. Simon 11). Ein Fragment (Pf. XXXVIII 131,11 13) steht in einem Fragmentekonglomerat in Berlin 1084 (f. 44v— 45r), das sich folgendermaßen zerlegen läßt: Jostes S. 70,40—71,2 + ibid. Z. 3-6 [=Greith 117,32—37] + a. a. O. 10-15 [enthält Pf. XXXVIII 131,11-13] + Jostes nro. 15 S. 10,3-9 + 1Z. (s. Lotze S. 6).

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nro. V 385,(39-75 ; Pf. II. XI 3.513,38-39 [ in nro. XVIII f. llrb in nro. CX f. 90vb (Z. 38-40)] t 4 Z. Schlußformel [fast identisch der Schlußformel von nro- XVIII (ähnlich Pf. XXXIV 120,22—23)).

XYIIl. (f. lOra llva)-- Pf. XXXIP) 113,3 ' Pf. II. X 493,26 —27 [-etwa Pf. LI 169, 34—35 = Greith S. 126,7 —8 als Dion. Zit. - Pf. II. 11'^) 385,20 -- M e I k 371 in 20 f. 317 va (Pred. XXX M. E. zu^eschr.) stets leicht variiert. Diese beiden ersten Sätze bilden aucti die Einleitung zu Stück XXXXI f. 45rb]+ Aug. Zit. (ßV., Z.) [ Jundt 16. 277,12— 15 -in Basel B. XI 10 in dem Traktat „Du bewisunge von gotte" f. 3isv] r Pf. LI 169,5—7 [--in nro. XXXXI f. 45rb va und in etwas weiterem Umfang (Z. 5 8) in nro. XVIII f. 10 vb] + ibid. Z. 24 26 + 2 Z. [die erste davon auch im gleichen Traktat f. lOrb weiter untenj + ibid. Z. 34—35 + 2 Z. fibid. Z. 28— 29 + 2V2 Z. I ibid. Z. 29—30 \ das vorhin erwähnte Sätzchen -f Pf. II. XIV 531,13—14 + Jüstes nro. 73 3) S. 73, 38—39 |nur ähnlich] + Jundt nro. 16 S. 278,10—12 + Pf. XCVIl 313,13—29 [das ein- leitende Zit. - in nro. XII f. 7 ra] + Pf. XXVIl 101,34— 102,2 [mit Rückverweis] + 5 Z. ( ziemlich abweichend

1) Hss.: PBB339.

-) Ueberlieferung s. PBB 371' f. Dazu: Nürnberg Cent. VI 46h f. 56v 67v Pf. II II. Anf. 394, 1 "mit bedeutenden Kürzungen und geringen Zusätzen. Statt der 2 Schlußsätze bei Pf. hier drei andere.

^) = in verkürzter, nichtgedr. Fassung Jostes nro. 5. Dort „meister Ekkart" zugeschrieben. Im Basler Taulerdruck 1521 f. 311 rb— 3r2vb ; etwas in der Anordnung verschoben in ZfdA. XV nro. XI 398 f. 4 Fragmente in einer von Lotze S. 65 -68 nach Berlin 4" 1084 gedr. und von Pahncke (kleine Beiträge S. 2) zerlegten Pred. Zur Verbreitung des Exempel vom versilberten Kupferpfennig (Jostes 75,27 32) siehe bei nro. XXVIII unserer Hs. Jostes S. 72,17 18; 18—21; S. 72,27 73,2 in Umstellung im XXX. Text in Melk 371 in 2'^ auf f. 318rb. Jostes 72,17—18 Preger II IX 466,29 30 [Eckart RubeJ.

40

Jundt nro. 3 S. 244,12—14; hier als Dion. = Greg. = Doppclzitat) ! Jundt a. a. 0. Z. 14—17 f Pf. LI 169,8—9 |der ^Meiche Satz besdiließt in Berlin 65 f. 42 v ein StLid< '), dessen Hauptteil mit der Sterngassen pred. „ein heilig spricht, daz si heilikeit . . . ." (Wackernagel, altd. Pred. S. 165,73—160,90) identisch ist] : J u n d t n ro. 17 -) 279,7—9 + Pf. II. XIII 526,18—19 [ in nro. XXIII f. 18 vb und in nro. CIX f. 88 va. Vgl. auch die verwandten Sätze in Pf. LI 169,8—9 (s. o.); Paris, bibl. nat. 222 f. 244 r als Schlußsatz des Fragments: Got ist üt vnd got ist nüt (s. Simon S. 30 Z. 10); Pf. II XV 540,11 12; Pf. LXXVI 1. 241,26 27] + Pf. LI 169,5—8 [Z. 5— 7 auch in nro. XVIIl f. 10 rb und XLI f. 45rb va] + Pf. XXXII 113,11—15 [-in nro. XLI auf das Vorhergehende folgend] + Jos t es nro. 73. 74,13 bis 19 [-Tauler, Basel 1521 f. 312ra Z. 10—17; das erste Sätzchen (Jostes 74,13 f.)== ZfdA. XV nro. XI 399,44 f./ Z. 14— 16 auch in nro. XXXIII f. 34rb] + Dion. Zit. (2 Z.) + Pf. LVII 182,31—32 [auch in nro. XII f. 7ra] + Pf. XIX 3j 82,37— 39 + ibid. Z. 29— 32 + Jostes nro. 73. 74,25-26 + Jostes a. a. 0.. 74,35 36 [die drei letzten Stücke zusammen auch in nro. XLI f. 45 va] + Jostes a. a. 0. Z. 36—75,4 [dieses Gleichnis in im Einzelnen ziemlich abweichenden Wortlaut auch in Basel B XI 10 f. 317v 318r im Traktat „Du be- wisunge von gotte"; Jostes S. 75,2—4 auch in nro. CX f. 90vb] + Pf. II. XI. 3. 513,9 10 + ibid. Z. 38 39 [=in nro. XVII f. 10 ra und etwas erweitert (38—40) in nro. CX f. 90 vb] + ibid. S. 514,6—8 [= in nro. XXXVII f. 41ra und CIX f. 88 vb 89ra - Greith 189,27—30 - in einem von mir in PBB Bd. XXXIV 322,32 zerlegten

1) Inc.: Mich wundert, was das meinet, das dv sele ein so kreftig wort nit sprichet.

-) Gedruckt aus Straßburg L. germ. 662 f. 186 v— 187 v 5) Hss.: PBB. a. a. 0.335.

41

Traktat in Berlin 125 f. 117v')l f öVa Z. (auch in nro. XXXVII und CIX unmittelbar fol^^end. Noch zum Teil mit Pf. ibid. Z. 9 übereinstimmend] Pf. II. Xlll 526,13—15 [--in nro. XVII f. 9va in nro. XXXV f. 39 va - in nro. LXXXI f. 66va/vb] -f 5 Z. Schlußformel [=^ fast identisdi der Sdilußformel von nro. XVII (ähnlich Pf. XXXIV 120,22—23)].

XIX. (f. llva 13va): Sanctus Bernhardus sprictiet, geistlidi leben ist niht anderz dan ein mvsekeit .... Dieser Spructi (4V2 Z.) audi in cgm. 627 f. 256 ra (in einem nodi näher zu bespredienden Stoppeltraktat)-). Es folgt (27-2 Z.) ein verstümmelter Meistersprudi, der in nro. XXII f. ITra rb vollständig wiederkehrt + Johanneszit. (5 Z.), das sich in unserem Stüd^ (nro. XIX) f. 12 vb wiederholt + drei Bernhardzitate (IIV2 Z.)i von denen das erste auch im Traktat „du reissunge" [Basel B. XI 10 f. 279v] vor- kommt (= ZfhTh. 36. 494 die zwei letzten Zeilen) + 24 Z. Die nächsten 87-. Z. auch in nro. XXIV f. 22 vb und in nro. XLIV f. 47 rb va. Die folgenden 5 Z. sind der Schluß einer Pred., die ZfdA. VIII nro. IV 2'^) dem von Kronenberg zugeschrieben ist. Da das dort Gedruckte Fragment, so fehlt der Sdiluß. Er hat sich erhalten in Straßburg 810b (f. 89r 90v) und Berlin 65 f. 25r 26v] + Pf. XLV^) 152,21—23 + 8 Z. [-

^) Inc.: Sanctus Augustinus sprichet alle ding sint got . . . Der gleiche Traktat (= im Wesentlichen eine Zitatenfolge) auch in Berlin 8^ 65 f. 7-lr— v.

2) Inc.: Sant Bernart fragt was got sey ... (f. 255vb— 256va). Das Stück steht auch in cgm. 628 f. 94rb 97va und Stuttgart cod. theol. et philos. 283 in folio f. 280va— 284rb.

3) Dort gedruckt nach der Einsiedler Hs. 278 p. 298—299. *) Hss.: PBB a.a.O. 339. Dazu kommen Berlin 4*^ 1131

f. 62v— 64r und Nürnberg Cent. VI 46 h (s. Pahncke, kleine Beiträge 13) f. 91r— 93v. Geht bis Pf. S. 154,11. Schluß anders. Pf. 153,19— 154,5; 154,7—11 fehlen. Für 152,20— 27 anderer, ausführlicherer Text, wie auch in Stuttgart HB I Ascet 6. Niederl. auch in einer Brüsseler Hs. (s. Dolch a. a. O. S. 42.)

42

wiederholt in nro. XXIV f. 20va vb; XXXV f. 39 rb; LXXXIX f. 72 rb; CIX f. 89va| i Fra^^^ment eines Dion. Zit. (I Z.) [vüllständi;^' in nro. XXIV f. 20 vb; XXXV f. 39 ra; LXXXIX f. 72 va und wiederholt vb] + 2 Z. [= ZfdA. VIII. VIII 250,24 26 Jostes 19 ^) 17,23 =- im Traktat „ein prüfen" Basel B XI 10 f. 292r v.

Wiederholt in erweitertem Zusammenhang (Jostes 17,23 25) in nro. LXXXI f. 66 vb 67raJ + 4 Z. + Pf. XLV ]54,23- 26 i ibid. Z. 22 23 + 1 Z. |das Sätzchen anklingend an Pf. LXXIII -') 230,37 38] + Wackernagel, altd. Pred. S. 167,30— 31 + ibid. 32

33 t ibid. 33— 39 [aus der Sterngassenpredigt „in Omnibus requiem quaesivi "•')] i ZfdA. VIII V 1^) S. 223,7 11 f 3V2 Z. + Pf. XXI 90,5 8 (Ab- weichungen im Kleinen) [= in nro. XCIX f. 77 rb] + 8 Z. ["in nro. XXII f. I7rbj + 19 Z. ^ Wackernagel a. a. 0. S. 168,41—47 ; Johanneszitat [6 Z. kam schon oben im gleichen Stück f. 11 va vb vor] + 84 Z. [Ein längeres Stück vor dem Schlußformelsatz (Dize vnstetekeit dez herzen, so wir noch gotte gedenken svlent, kümet von drin Sachen) steht auch in nro. XXXIX f. 43 va].

XX. (f. 13va— I4va): Velle^) adiacet mihi perficere .... [Ein

Satz daraus auch in nro. XXIII f. isvb] daz wir

werdent noch sime aller liebesten willen amen.

^) Jostes 19 in Verbindung mit Jostes 18 = ZfdA. XV nro XXV

o??'!^~i^^'-^- ^""^ ^- ^^'-'^ ab = ZfdA. VIII. VIII 245,9 bis ^51,2. Hss. siehe zu S. 30 Anm 2

-) Hss.: PBB. 330.

/^) Gedruckt dort nach Basel BXIlO f.240r-246r mit den Varianten des Basler Taulerdruckes (f. 292 va— 293rb)

/) Die Pred. ist in Einsiedeln 278 (p. 181-188) dem Bruder Heinrich von Eggewint zugeschrieben, in Basel B XI 10 (f 951 v bis 263 v) dem Bruder Eghart. Sie steht in breiterer Fassung im Taulerdruck 1521 f. 205 vb-208 ra unter den Taulerpredd. Wiewol lucip'rjl'l ^^^y^f^ f^oecht sein- (vgl. Rieger in W. Wackern. altd. Pred. 434) ZfdA. VIII. V 1 225, 7-10 = Jundt 278,7-10.

") Hs. 85: Vesse (I)

43

XXI. (f. 14 va 17 ra): Nu fia.^ent j^'üte lüte, wie man sich süle halten in der andacht .... Diz ist allez gesprochen do von wez sich gute lüte mit gotte begant in ire seien.

XXII. (f. 16ra— 17va) Pf. IV 64') [nach Pf. S. 648,22 sind hier 5 Z. eingeschoben. Z. 21 22 auch in nro. XXXVll f. 41 rb] I Pf. XXXV 121,6—10 -1 Pf. XXVII ■') 102,21—24 + Pf. XXVr') 101,s— 10 I Pf. L-*) 164,20—21 [ in nro. XXIII f. 19ra-in nro. XXXIII f. 35 rb in nro. XXXVll f. 41vb Greith 169,22— 23] 1 Pf. LXXXIV-^) 26R.16 20 [ Greith 169,13-19; entfernt verwandt ist da- mit zum Teil Pf. II. IIP') S. 412,32— 34 sowie auch Pf. VIII 45,2 4. Das Stüdt ist außer dem ersten Satz auch wiederholt in nro. XXXVll f. 41 vb] 2 Z. Pf- XXVII 102,2() -28 + Pf. XX 85,19-22 + 11 Z. [ Davfd-

i)Hss.: Berlin 65 f. 94v; Bedin 4" 191 f. 177v; St. Gallen 972 a p. 37—38.

') Hss.: PBB 333.

3) Hss.: PBB 340 und 419.

*) Hss.: PBB 334.

") Hss.: PBB 337.

^) Zur Uebedieferung: PBB 372 ff.; Pahncke (kleine Beiträge)3f.

") Hss.: PBB 341 f. Pf. 45, 23—36 auch in einem Traktat über das Leiden in Bedin 4" 1131 auf f. 57 r, der größtenteils Seuses Bdew. Kap. XIII entnommen ist. Ferner in Brüssel 3067 und daraus mit den Varianten von Bedin 4^ 1084 abgedruckt im Nededandsch Archief voor Kerkgeschiedenis. Nieuwe Serie Derde Deel 's- Gravenhage 1905 (C. G. N. de Vooys : Meister Eckart en de Nededandse Mystiek) S. 66—77. Pied. Vlll wie XV, die beiden handschriftlich am meisten für E. bezeugten Stücke, bildeten beide früh den Zielpunkt gegnerischer Angriffe. Die Stelle, die Wenck in seiner ignota literatura zitiert, ist Pf. 46,3 ff: . . . Et idem [scilic. : Meister Eckehad] in sermonibus suis: in anima est quodam castellum, quod interdum vocaui custodiam anime, quandoque scintiliam et valde simplex sicut deus vnus et Simplex. Ita simplex est et super omnem modum, quod deus non potest intuen secundum modum et proprietates personales. Et si intueretur ipsum, hoc constaret eum omnia sua nomina diuina et suas proprietates eo, quod ipsum est sine modo et proprietate. Set secundum, quod ipse deus est vnus et simplex

44

und Aug. Zitate in nro. I f. 1 vb und XXX f. 36 ra| r 3 Z. [in nro. XLVIII f. 50rb| I h Z. f 5V2 Z. [etwas breiter in nro. XLVIII f. 50 vb. Verwandte Stellen häufig: Pf. CV 342,15 ( Pf. 11. III 409,25 2G); Pf. II. XI 2 504,33—34; Pf. LX1X-) 221,9—10; Denifle, das geist- lidie Leben S. 150,28 29 aus der 77. pseudotaulerischen Predigt (Frankf. Druck 1826); Greith 157,8; in einer Pred. in Nürnberg Cent. VI 46h f. 127 r"^); in einem Mosaik- traktat in Kolmar 268 •*) f. 156 r] r 21 Z. + Pf. XXXV 122,27— 30 + 13 Z. aus der Sterngassenpred. „ein heilig spricht, dazsi heilikeit...."[= Tauler- druck Basel 1521 f. 277 va Z. 11 v. u. 1 v. u. = Wackern. altd. Pred. LXIl 165,55—61. Enthält Pf. II. III 394,13-15] + ibid. f. 277va Z. 4—10 + Meister- spruch [4 Z. Der Anfang fragmentarisch auch in nro. XIX f. 11 va] + 3V2 Z- + 5 2. [- in nro. XIX f. 12 va] + 12 Z. + 5 Z. [= der Sdilußsatz eines in Straßburg 810b erhaltenen Stückes^) (f., 78v 79r)] + 2 Z. + 20 Z. [= der weitaus größte Teil des in Straßburg 810b auf das Vorige folgenden Fragmentes (f. 79 r), das eigent-

et sine modo et proprietate, secundum quod ntc est pater, nee filius, nee spiritus sanctus, si polest ipse intrare in illud vnum castellum. Gegen die Pred. XV polemisierte im Jahre 1353 Jan van Leewen in seinem .boexken van meester Eckaerts leere, daer hi in doelde" (Brüssel 888 f. 134r 137 r), wobei er den Text von Pf. XV mit Ausnahme von Pf. S. 72,15 73,19 und 73,36 Schluß wiedergab [gedruckt von de Vooys a. a. O. 182—183]. Der Bedeutung, die man Pf. VIII beilegte, gibt der Basler Taulerdruck 1521 f. 296 ra Ausdruck: ,. . . Vnd ist ein kostlich predig inhaltend gar nahe den gantzen grund aller predig des hochgelerten Doctor Eckarts."

1) Hss.: PBB 338.

''^} Hss.: PBB 339.

^) Inc.: Dise wort sind geschriben in dem buch der weiß- heit . . . (Die Pred. enthält späterhin größtenteils Pf. 83.)

^) Inc.: Es wart an eyner stat gefraget, waz gute lut aller meyst hindert! ...

^) Inc.: Ein heilige sprichet von vnserre vrowen vnn lobet si . . .

45

lidi noch zu dem Voran/^^ehendcn ^thöri^). - Die Schluß- formel dieses Stiidtes verkürzt auch in nro. XXV f. 24 ra]. XXIIl. (f. 17va— 19va): Sanctus aupustinus sprichet: herre gip mir zu erkennende dich vnd mich. ; 1V2 2. ( etwa Pf. II. XIII 525,40. In dieser Form im gleictien Traktat f. 18 vb] + Pf. II. VI 459,25—33 [459,27—28 leicht variiert auch in nro. LXXV f. 60va] i Pf. LH-) 171,13—17 |inkl. Rückverweis] + 13 Z. + Bernhardzit. [9Vo Z. in Basel B IX 15 f. 48vb— 49ra] + 2V2 Z. [nur anklingend an Pf. CVIP) 354,14—15. Pf. II. II 382,33— 383,1] - Beruh. Zit. [3 Z. = ausführlicher in Basel B IX 15 f. 49 va in nro. II f. 2rb] + 1V2 Z. [Vordersatz] f 23 Z. [diese stehen auch in dem Traktat „von der schoenen sele forme" in Basel B XI 10 (f. 361 r 379 r). Das darin verwendete Bild von Schale und Kern auch Pf. CIP) 333,24 ff., Wackernagel, altd. Pred. S. 596,15 ff. und Jundt nro. 11 5) 266,10 f.] + 19Vo Z. + Pf. II. XIII 526,1 8 [Z. 6 7 = Preger ZfhTh. 36.513,27]+ Pregera.a.O. 513,27—30 + 672 Z. + Pf. II. XIII 526,8—12 [ in nro. LXXV f. 60 vb] + 17 V2 Z. + 2 Z. [= in nro. XX f. 13vbJ + ZfdA. VIIL III 1«) 215,1— 7 + Pf. L 164,20-21 [ in nro. XXII f. 16rb; XXXIII f. 35rb; XXXVII f. 41 vb Greith 169,22-23] + 6 Z. + Pf. IL XI 3. 514,1—4 + Daz ander ist + Pf. II. XIII 525,40 [ als selbständiger

1) Pahncke, kleine Beiträge S. 6 7 verweist darauf, daß dieses hier in zwei Teile zerrissene Stück besser überliefert ist in Berlin 1087 (s. Simon 48 und 81 f).

-') Hss.: PBB. 340. Auch die Oxforder Hs. enthält die Pred. mit starken Abweichungen (s. Sievers 436). Den Oxforder Text (Pf. 170,1 35) druckte Zuchhold S. 16 fL

•') Hss.: PBB. 338.

4) Hss.: PBB. 331.

^) Gedruckt nach Straßburg L. germ. 662 f. 141 r— t44 v. Ent- hält Pf. III 57 und III 58.

•') gedr. nach Einsiedeln 278 p. 293—295. In Straßburg L. germ. 662 f. 189v— 190v steht: ZfdA. VIll. 111 1 S. 215,1— 7-+ 18—21 [zu Beginn stark vom Druck abwcichendj ^ Z. 21— 216,4 [mit einer Auslassung: 215 letzte bis 216 erste Zeile] I öVa Z.

46 ~

Satz clor zweite Satz unseres Traktates XXIII] f Pf. II. XIII 526,18—19 [-in nro. XVIII f. lOvb; CIX f. 88va und 89 ra; weitere Parallelen s. o.] -r Preger ZfhTh. 36 S. 51-2 Z. 9v. u. 4 V. u. [= in nro. CIX f. 88 rb; Z. 7v u. 4v.u. auch in nro. XXXVII f. 41 rb; Z. 7 v.u. 5 V. u. - G r e 1 1 h 147,3—5. Vgl. auch Pf. XIX 82,32/33 sowie ibid. S. 84,5— 6 und Z. 15— 16] f Pf. XIX 82,36 [- in nro. CIX f. 88va vb] + Pf. XIX 84,15 16 + 11 Va Z. [= Christuszit. + August. Zit. - in nro. CIX f. 89 rb. Das Augustinzit. (6 Z.) = Pf. XIX 84,6 10 -- auch in nro. XXV f. 23rb va=^in nro. CIX f. 89raj + 'Preger a.a.O. S. 512 Z. 3 v.u. 513,8 + 513,16 18 + Schluß- sätzchen. [Von '•' an auch in nro. CIX f. 90 ra.]

XXIV. (f. 19 va 23 ra): Sanctus Augustinus sprichet: Nichtez niht ist, daz den menschen so \vo\ fvget zu den himel- schen dingen ... 547oZ. + 2Z. [im gleichen Traktat f. 22vb; der erste Satz auch im gleichen Traktat f. 22rb] + Pf. IV 15^) 336,21— 23+^2 Z. |= in einem Fragment- gemenge in St. Gallen 972a p. 80 90-)] + Pf. II. XIII 525,23—25 + i bi d. Z. 29—33 + ZfdA. VIII. VIII 250,24—29 [Jostes nro. 19. 17,23— 25== in nro. LXXXI f. 66vb bis 67 ra. Der erste Halbsatz auch in nro. XIX f. 12 rb. Das gleiche Stüdi auch im Einz. abweidiend in Basel BXIlO f. 292r in dem „Ein prüfen" über- schriebenen Traktätlein] + 34V2 Z. + Pf. II. XI 2. 505,35 39 [die letzten 4V-2 Z. davon auch in ZfdA. VIII nro. VIII 250,18—24 (=in nro. CXX f. 95 rb). Das Ganze auch in nro. CIX f. 89rb— va.] + 13V2 2. [=in nro. XXXV f. 39rb = in nro. LXXXIX f. 72rb = in nro. CIX f. 89va;

1) Hss : Einsiedeln 278 in der Fragmentenfolge IV 6 17 (p. 153-160); Berlin 65 f. 85 r; St. Gallen 972 a p. 2.

-) = letzter Satz eines auch in Berlin 65 in einem, anders zusammengesetzten, kompilator. Traktatgemenge f. 102 v 103 r er- haltenen Traktates vom Ausgang, Eingang und Uebergang der Seele. [Incipit: Der lüt ist ain tail, die enphahent vil trostes in got . . .]

47

außer dem ersten Satz auch in nro. XIX f. I2ra— rb| -hPf. IV 103') 057,20-22 [bei Z. 21. ein Einschub von iVa Z. Auch in nro. CIX f. 89va— vb] - Dion. Zit. [-in nro. XXXV f. 39 ra; LXXXlXf. 72va und ibid. 72 vb und fragmentarisch in XIX f. i2rb] f Pf. II. XI 2 505,40 506,1 ibid. 510,15— 17 | in größerem Bruchstück in nro. CIX f. S9va] I Pf. II. XI 2 509,4—12 [ in nro. CIX f. 88vb] + ibid. 508,37- 40 + 7V2 Z. + Pf- H- VI 462. 21 22 + 2 Z. + Pf. XXX 106,38 107,3 + 4 Z. + 27., Z. [=in nro. XIII f. 7rb] ( Pf. XXX 107,4 + 2 Z. [in nro, XVI=-Pf. XCII 302,17—18 (das gleiche Pauluszitat noch häufig, so z. B. bei Pf. auf den SS. 115, 242, 249. Jostes 93 etc.)] l Pf. IV 65 648,28—29 + 8 Z. - Pauluszitat [2 Z. = teilweise wiederholt f. 21v; vollständig in nro- LXXXIV f. 68 rb in nro. CIX f. 89 ra ~ Pf. III 22 ») 603,37 —38] + 28 Z. + 20V2 Z. [Die ersten 6 Z. ( - 2 Pauluszitate, wovon das erste auch weiter oben als Fragment erwähnt war) auch in nro. LXXXIV f. 68 rb und in nro. CIX f. 89ra, woselbst auch noch die folgenden 4Y2 2. Das erste (Pf. ill 22 603,37—38) auch teilweise in nro. XXIV f. 21 rb. Das zweite z. T. - Pf. II. X 494,16—17. Die letzten 14V, 2. auch in nro. CXI f. 91 rb| -} Pf. XXXII 1 12, 13—15 (etwas abweich. Pf. CVIII ^) 355,29—30) - Aug. Zitat. [5V2 Z. - in nro. XXXVII f. 41 rb— va] 12 Z. [ in nro CXI f. 91 rb; die letzten 5 Z. davon auch in nro. XXXI

1) Hs.: Berlin 191 f. 174 v.

'-) Hss : Berlin 8" 65 f. 94v-95r; Berlin 191 f. 177v; St. Gallen 972ap. 38— 39; Stuttgart HB I Ascet. 6, wo Pf. IV 65 648,30— 33 -f Z. 27— 29-1 Pf. IV 66. 648,35—36 [im Einz. ab- weichend] einen Traktat beschließen, der ganz aus Stücken von Pf. IV besteht [ine : Sanctus paulus spricht lössent die zit ... f. 113r— 134r].

=') Hss.: Einsiedeln 278 p. 285 2S6; Karlsruhe (St. Peter) 85 f.57vb— 5Sra |- nro. LXVIll]; Slraßburg 8l0b f.90v-9lr [= nro. XXXI der Hs.j. Der letzte Absatz Pf 603,34-38 ( Pf. V 33,13- 16) nur in Einsiedeln.

^) Hss.: PBB338.

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f. 32 vb] 19 Vo Z. [ Kxempel vom törichten Jün^Ming, der Olivenöl kauft -in nro. XXXI f. 32vb an das Vorige anschließend] + V2 Z. (=- Halbsatz) IG reith 13lZ.5v.u. bis Z. 2 V. U. + 3 Z. + l Z. [Ueberleitun;:>:sformel in nro. XXXIll f. 35 ra] + 2V2Z. + 1 Z. [- ausführlicher im gleichen Traktat f.20ra und 22 vbj (-ZfdA. Viil. V 1 223,20—25 + 4V2Z. [Germania Uli) nro. 36. 242a,3— ej + eVo Z. [=-in nro. LXXX f. 63vb. Das einleit. Zit. = Pf. II." VI 451,17—18; die letzten 3 Z. sind Jostes 73. 73,16— 17j + ZfdA. VIIL V 1. 223 Z. 19 der Pred. r Pf. IV 35. 642, 27-29 [-in nro. XVII f. 9 ra] i^ 1 V2 Z. [anklingend an ZfdA. VIII. V. 1 223 Z. 19 der Pred.] + Taulerdruck Basel 1521 f. 277rb Z. 21— 36 (aus der Sterngassen- pred. „Ein heilig spricht, das ist heiligkeit . . ." = Wackern. altd. Pred. LXII 164,20—29) + Anshelmus- spruch (5V2 Z.) + Bernhardzit. [8V2 Z; steht auch in

1) Dieser Traktat von den 6 Stücken eines vollkommenen Menschen [ain volkomen mentsch' sol haben disü sechs stuk an im .. ] steht in St. Gallen 972 a p. 90— 94 trennungslos ein- gebaut zwischen dem schon erwähnten Traktat vom Ausgang, Uebergang und Eingang der Seele und Pf.TI X. Pf. Germ. Ili 225 schreibt den den Trakt, einleitenden Spruch (ohne Glossierung) dem Nicolaus von Straßburg zu. In ZfhTh. Bd. 36 515 ff. von Preger nach cgm. 627 für M. E. nachgewiesen. Siehe auch Pregerll 133. 134. In cgm. 627 f. 256va in dem Konglomerat- traktat [ine: Sant Bernart fragt, was got sey vnd antwurt selber vnd spricht: Er ist die lenge vnd die breyte vnd die höhe vnd die tieft . . .] nro. LXXIX dem Meister Ekhart zugeschrieben -cgm. 628 nro. XXXVII f. 94 rb- 97 va Stuttgart folio 283 (nroLXXII f. 280va-284rb). Das Stück begann in Straßburg A 98 f. 185v 186 V (hiernach druckt Pf. Germ. III) mit ,Der lese- meister von Kollen sprach ..." In der Heidelberger" Hs cod pal.germ. 62 beginnt es „Der lesemeister von Koelle ein bar- fuesse ..." [Bartsch 26]. Möglicherweise ident. ist auch Jostes (Katal. des Nürnberger Katharinenklosters) S. 133. J. V Vgl auch das verwandte Stück bei Jostes nro. 73. 73 5—21 = Basler Taulerdruck 1521 f. Silva Z. 24-311 vb Z. 2 .==' (gekürzt) ZfdA. AV nro^XI 399,25-33 (ein Fragm. auch bei Lotze s. Pahnke, kleine Beiträge 2)

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nro. XXXVIIl f. 42 ra. Auch in dem oben erwähnten zerlegbaren Traktat in cgm. 627 f. 256 _rb (= in cgm. 627 und Stuttgart foiio 283). Desgleichen in Basel B IX 15 l 143 vb und in einem Spruchfolgetraktat des St. Georger Predigers^) in Zürich C. 76/290 f. 32 vb in der XII. Pred. (=45. Pred. der Freiburger Hs. 464 = 12. Pred. von Karlsruhe cod. perg. germ. XXXVI)] + Bern- hardzit. [3V.> Z.= in nro. LXXV f. 60va] + 1 Z. + 9 Z. [= in nro. XIX f. 12 ra] + 2 Z. [ = im gleichen Trakt, f. 20 ra und die erste Zeile davon wieder im nämlichen Trakt, f. 22rb] + Pf. XVII. 77,34—38 + 172 Z. + Jostes 73. 73, 9—12 + 14 Z. XXV. (f. 23 ra— 24 ra) = Pf. LXXIX-). 255,20—25 [= in nro CXI f. 9 1 ra— rb. Der erste Satz = etwa JostesNachtr. 4») S. 111,15— 16 = ibid. Z. 32 (= ZfdA. XV. IL 381,2— 3); so- wie auch in nro. CXI f. 91 ra] + Dion. Zit. (4 Z.) + Pf. C"^). 321,26-30 + 5 Z. + Pf. III. V'). 598,4—8 [= hier gekürzt. Vgl. auch die verwandte Stelle Pf. IV 148*^). 677,35—38]

^) K. Rieder, der sogen. St. Georgener Prediger. Deutsche Texte des Ma. hsg. von der preuß Akademie X. 145,19 ff.

2) Hss : PBB 337.

3) Jostes Nachtr. 4 = ZfdA. XV nro. II. 377—381. Jostes, Anf. der Pred. 108,31; 108,40— 109,3; 109,5 12; 27—33; 112,5 bis 6 = Pf. XXIX. Ueber Fragmente in Melk 371 in 2 « s. PBB 367.

4) Hss.: PBB 329. 419. ö) Hss.: PBB 402. 420.

*5) Pf. IV 148 = Jostes nro. 43. 44,33—45,27. Hss.: Straß- burg L. germ. 662 als zweitletztes Stück in einer Fragefolge aus Pf. IV (f. 279 v— 287 v); Basel B XI 10 als zweitletztes Stück in einer Folge von Fragen aus Pf. IV (f. 190r 213r); cgm. 133 f. Ur— 12r; Einsiedeln 277 in der Fragefolge IV 147—154 (f. 210v— 212v); Bedin 8*^ 12f. 28r; St. Gallen 972a p. 174-178; Berlin 4^ 191 f. 32r— 33r [stark erweitert]. Bei Heinrich von Erfurt in Pred CLXXIV der Frankfurter Hs. f. 390r v = bei Härtung von Erfurt in der letzten Pred. der Münchener Hs. 636 als nro. CVI. Wegen Berührungspunkte des Bvga mit Pf. IV 148 s. PBB 415. Pf. 677,34— 35 = ZfdA. VIII VIII. 248,27—28 = Jostes 19. 16,29 30; etc. etc. Pf. 677,35—38 verwandt mit dem Anf. von Pf. III I und Bvga 56,26—28.

4

50

+ Pf. XIX, 84,6—10 [= in nro. XXIII f. 19 ra = in nro. CIX f. 89 ra] + Pf. LXXIX 255,10—13 (bei Pf. Z. 1 hier noch ein Satz ein;^^eschoben] +ZfdA. Vlll VIP) 243,4— 15-f ibid. Z. IG— 18 + 7 Z. + Taulerdruck 1521 f 277 va letzte Zeile 277 vb Z. 10 (= Wackernagel, altd. Pred. 105,61—67) [aus der Sterngassenpred. „ein heilig spricht etc." In Frageform eingeleitet auch in nro. C f. 77 va] + 2 Z. [Ueberleitungssatz. Formell an- klingend an Pf II V^) 447,12] + Pf. II XIII. 524,26—35 [bei Pf. Z. 31 sind 1 Y2 Z hier eingeschoben Das Siüda in größerem Zusammenhang auch in nro XXXIII f. 34 va 35 ra] + Schlußformel (4^2 Z ) [erweitert und

1) Gedruckt nach Basel B IX 15 f. 238va-vb; Basel B XI 10 f. 229 V— 240 r; Straßburg 618 f. 42r— 49v (= früher Kloster- neuburg 1141); Basler Taulerdruck 1521 f. 247 va— 248vb. Gleich Sievers (ZfdA. XV) XIX 413, das jedoch nur Fragment. Bisel B IX 15 enthält nur Fragmente = ZfdA. VIII VII. 240 Z. 3 V. u. 241,3 + ibid. 241,5 v. u. Schluß der Seite + ibid. 242,7 15 4- ibid. 239,17 24 Vor dem 3. Fragment steht hier mit roter Tinte in die vorangehende Zeile gefügt „egghart". Dies veranlaßte Preger das Stück ZfhTh. 1866. 463 [ff] diesem zuzuschreiben. Basel B XI 10 nennt als Verfasser den Kraft von Boyberg. Darnach gedr. ZfhTh. 36. 468 ff. Ein Fragment aus Innsbrucker Perg. Streifen des 14 Jh. gab Schönbach ZfdA. 35, 222. Die Pred. auch in St Gallen 972 a p. 206—216. ZfdA. VIII VII. •_>43,4— 8 auch in Stuttg. cod. theol. 8^ 18 f. 228 r in einem Fragmentkonglomerat. Das gleiche Stück (213,4 8) auch in Straßburg 662 f. 188 v 189 r mit vorgeschobenem Augustin- spruch. ZfdA. VIII S. 243,4 12 leitet in Berlin 1084 auf f. 5r eine Pred. ein, die sich weiterhin zusammensetzt aus Pf. LXV 204,38— 40 + Pf.XL. 134,8— 136,34 + Pf.LXV. 202,28-30. ZfdA. VIII. 242,24—25 ='Pf. XVII 76,25 - Basel B XI 10 f. 314v im Trakt, „von der würkunge der sele". ZfdA. VIII. S. 239,19 bis 240,17 in einem Konglomerattrakt, in cgm. 627; 628; Stuttg. 283 in folio. S. unten bei der Zerlegung des 76 Trakt, von cgm. 627. ZfdA. VIII. 238,9-21 in einem anderen Kongl. -Trakt, der gleichen Hss. S. unten Zerlegung des 79 Trakt, in cgm. 627.

''^) Ueberlieferung : PBB 374 ff. Wencks Angaben werden be- stätigt durch die noch unpublizierte Verteidigungsschrift E. s. (S. Büttners Verneuhochdeutschung Bd. II S. VllI f.)

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in größerem Zusammenhang den Schluß von nro. XXII bildend. Siehe dort Näheres]. XXYI. (f. 24ra— 27ra): In lallen tügenden vnd guten Sitten für seze dir den aller lutersten Spiegel . . . 22 Z. : -i Z. [=in nro. CXII f. 92 rb.]+ 10 Z.IPf. II VI. 455, 3 15 [Pf. S. 455, 11— 13 = Pf. LXXVi2i). 245,9—10; 13—14. Pf. 455, 3— 8 = in Straßburg 810 b f. 81 v verbunden mit ibid. 458,36—459,23] + 5 Z. + Pf. a. a. 0. 455,15—32 [das schließende Aug. Zit. ist hier verkürzt. Pf. 455,24 26 = Pf. XVII 77,38—78,1 (hier als Meisterspruch)] + 8V2 Z. [= in nro. XXXV f. 39 va] -f Jundt nro. 6 ^-) S. 255,5—9 + Lehrerspruch [4V2 Z. -= in nro. LXXVIl f. 62 ra.] + Lehrerspruch [2 Va Z. = erster Satz von nro. LXXVI f. 61rb] + 32VoZ.H-Pf. LXXVI 1=^). 240,37— 241,1 -ZfdA. VIII VIII. 243,3 (von Predigtanfang gerechnet) 244,1 + Pf. IV 107. 659,29— 354) + 2V2Z. + ZfdA. VIII a.a. 0. S. 244,1—9 + 1 Sätzchen (1 Z.) + ibid. Z. 10—21 + * Pf. II XIII. 522,14— 15 I Jundt 17. 279,3 [Jundt 17 vollständig zu Beginn von Trakt. LXXXI] + Pf. IV 51.'^) 646,20—23 + Aug. Zit. (5V2 Z.) [das Ganze von * an auch in nro. CIX f. 88 va.] + 2 Z. j= in nro. XXXXIV f. 47 vb = in nro. LXXX f. 62 vb 63ra = in nro. CIX f. 88 vb -- ein auch in den gedruckten Mystikertexten sehr häufig vorkommendes Paulus-Zit., z. B. bei Pf. auf den SS. 76. 344. 527. 583. Zfda. VIII 244. Langenberg 203. Greith 135. Taulers Bekehrung (Denifle) 141; etc.] + Bernh. Zit. (7 Z.) [=- in Basel B IX 15 f. 92 rb] + Pf. XCII 302,26—31 [im Einz.

1) Hss, : PBB 338. Fragmente auch in Pf. II III (Pahncke, kleine Beiträge S. 4).

-) Gedruckt aus Straßburg L. germ. 662 f. 190 v— 192 v. Der Anfang ist Pf. IV 18. Von Jundt S. 254,17 an (vom Geist der Wahrheit und den 8 falschen Geistern) auch in Berlin 65 f. 28v— 29v; Heidelberg cod. pal. germ. 28 [Bartsch 20] f. 91v. Straßburg 810vb f. 84r— 85r.

3) Hss.: PBB 331. 419.

4) Hs.: Berlin 191 f 176v— 177r.

^) Hss : Berlin 8^ 65 f. 93r— v; St. Gallen 972a p. 28.

4*

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etwas abweichend] + Paulus Zit. (47. 2.) I Zfd A. VIII III 1. 216, 4 10 [in ^^rößerem Zusammenhang; in nro. LXXX f. 64 ra— rb] + Bernh. Zit. (4 Z.) [ in nro. LXXX f. 65 ra.] + 9V2Z. [in nro. LXXX f. 64 rb] + Pf. LXXXIX^). 294,33—35 (^ Bvga 11,2 f.) -f 16 Z. ^ 7 Z. [auch in nro. XXXXV f. 48 vb -= ohne das erste Sätzchen Pf. II VI. 461,10— 13] + 6 Z. 4- Aug. Zit. (5 Z.) [in nro. XXXXV f. 48 vb 49ra]-r 6 Worte (-- Christuszit.) + Pf. IV 16^) 637,2— 6 + ibid. 637,17 33 [637,22—26; 27—33 auch in nro. LXXXI f. 66 rb— va. Z. 20 23 auch in nro. XXVlil f. 28 vb Z. 20—22 wiederholt in nro. XXVIII f. 30 ra] + Pf. II VI. 452,31-33 + Schlußsatz (4V2 Z.)

XXA'II. (f. 27ra— 28rb) = Rieder,=^) der sogen. St. Geor- gener Prediger S. 50,1— 9 ibid. 13— 21 - IO8V2 2. + ZfdA. VIII V 4.^) 232,22—25 + Bernh. Zit. (41/2 Z.)

XXVIII. (f. 28 rb— 30 rb) = Pf. III 25 [Hier ohne Eckeharts Namen = nro. VII f. 6 ra] + Pf. IV 67^)-i-7V2Z. (= Johannes - und Aug. Zit.) + Pf. II VI. 462,3—8 + Pf. IV 16. 637,20—23 [= breiter (Z. 17—33) in nro. XXVI f. 26 vb und etwas verkürzt (Z. 20 22) in unserem Trakt, f. 30 ra; Z. 20— 26 auch in nro LXXXIf. 66 rb-va] + 17 Z. [= Exempel vom versilberten Kupferpfennig ^ Jostes nro. 73. 75,27 33 (im Einz. etwas abweichend) =- Lotze'^) S. 66,45—51 =(mit kleinen Kürzungen) ZfdA.

1) Hss.: PBB 339.

■-) Hss.: Berlin 65 f. 95v— 96v; Berlin 4'^' 191 f. 172 v bis 173r; Einsiedeln 278 in der Fragmentenfolge IV 6 17 (p. 153—160); St Gallen 972a p. 41—45.

^) Der betr. Trakt, ist uns erhalten in Straßburg 810 b (f. 85 v bis 88v) und Freiburg i. B. 464 (f. 38rb 40rb).

^) Gedr. aus Einsiedeln 278 p. 191 If., wo die Pred. dem Bruder Heinrich von Egwint zugeschrieben ist. ZfdA. 232,6 11 = Jundt nro. 16. 278,12—17.

") Hss.: Berlin 65 f. 95 r; St. Gallen 972a p. 39.

^) In einer Pred., die Lotze aus Berlin 1084 auf S. 65 68 abgedruckt hat, und die von Pahnke (kleine Beiträge) durch Gleichungen zu Jostes nrr. 62 und 73 sowie zu Pf. LXIV fast völlig aufgelöst ist.

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XVnro XI. S. 400,31—401,90 -=Kölner Taulerdruck 1543 f. 84 ra Z. 13 v. u. 2 v. u. als Anfang der Pfeifferpred. LVII Auch bei Ruuysbroek (s Denifle, das geistl Leben 202/203); desgl. in Basel B IX 15 f 92 vb] + Gregorzitat 1) (4 Z.)+3 Gregor- zitate [= in Basel B IX 15 f. 276 ra und 277 rbj + Aug. Zit. (4 V> Z.) + Pf LXXXII -) 262,1—2 + Bernhardzit.( 1 1 Z.) + Aug. Zit. (10V2Z) 1= Gott in den Mund gelegt, in derfrüher unter dem Namen des Eberhard von Ebrach gehenden, weitverbreiteten Spruch Sammlung •^) = Hei-

1) Von hier an ist das Stück fast eine reine Autoritätenfolge.

2) Hss.: PBB 331.

3) Die weitverbreitete Spruchsammlung (über 2V2 Hundert Nrr.), deren Zusammensteller unbekannt ist, und aus der sich zahlreiche Stücke anderwärts in Volltexte gefaßt nachweisen lassen, ist mir am Vollständigsten bekannt aus cgm 116 (f. Ir— 135v) [darauf folgen, die Hs. beschließend, f. 135 v— 149 v noch eine Anzahl Gebete]. Cgm 172 (f. 1 v ff : die ganze Hs.) enthält nur einen Spruch weniger, der wegen seines ketzerischen Inhalts durch Rasur getilgt ist. Dieser, sowie ein zweiter Spruch, fehlt auch in der sonst vollständigen Fassung in Karlsruhe (St. Georgen) cod. pap. germ LXXVIII (f. 94v-166r). Heidelberg 418 (f 1 r - 63v -- der ganze cod ) enthält die ersten 158 Nrr. der Sammlung, die 50 te in Wiederholung an die Spitze gesetzt und Pf. III 70 als zweites Stück eingeschoben. Die Handschrift hat zahlreiche Einzelstücke uneinheitlich zusammengeklebt, eine Erscheinung, die übrigens in allen Hss. der Sammlung häufiger oder ver- einzelter zu finden ist. Cgm 181 (f. Ir— 112v) beginnt erst beim 30. Spruch. Ein Spruch (f 91 v) fragm, abbrechend, worauf die fünf folgenden fehlen. F. 96r— 103r ist ein Traktat von zehn Helblingen eingeschaltet. Auf f. 112 v— 114 v zehn eigene Sprüche. In Cgm 411 (t. 85 ra— 150 va) fehlen 42 Spr. an ver- streuten Stellen sowie die acht letzten. Dafür hier f. 150 va - 155 va Abhandlungen über die 15 Zeichen des jüngsten Tages, die Be- deutung der drei „w" und der drei „o" sowie der Buchstaben M a r i a+11 Autorsprüchen. Cgm 702 (f. 143 r bis 166 v = Schluß der Hs ) enthält 61 Sprüche der Sammlung. Auf f. 152 r 153 r ist ein fremdes Stück eingeschoben, desgl. f 155 r- 156 V die Legende von Christus als Koch und den zwölf Klausnerinnen (auch in Stuttgart cod. theol. et philos. S*^ 19 f. 115 r— 117 r). Berlin 8" 65 hat fünf Stücke [vier in rechter

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delber/? 418 f. 53 ra -- Karlsruhe cod. pap. germ. LXXVIII f. 131 r= Berlin 8" 65 f. 105r— v=cgm 172 f. 38 V— 39r- cgm 116 f. 64 r-v = cgm. 181 f. 47 V— 48r-=cgm 411 f. 125 vb— 126 ra = cgm. 702 f I62r— v] + 28Z -f Wackernagel, altd Pred LXIllP) 169, 5—21 + Aug. Zit. (= 4Z,) f Jundt 18. 280,11—18 [= in nro. V f. 5 va] + 11 Z- + Bernh. Zit. (7V2Z.) [= als Spruch des Gregor in Basel B IX 15 f. 193 vb = Basel 0 I 19 f. 40 vb] + Pf. IV 16. 637,20—2:^. [=- etwas länger im gleichen Trakt, f. 28 vb. Siehe dort Näheres] -f PL II X 494, 9— 10 + 26 Z. [der Schluß- formelsatz ist ident. mit dem von nro. LXXXVIII f. 70 vb und zieml. ident. mit dem von nro. XXXXVIII f. 51 vb und LXXXIII f. 67 va]

XXIX. (f. 30 rb - va) -- Pf IV 156 '') + 13 ^j, Z. [2 Sätze darin stark anklingend an Pf. IV 133."^) 672,8 f]

XXX. (f. 30 va— 31ra) = Pf II XI 2. 502,22—31 + 6 72 2.+ Pf. II VI. 459,16—22 [= in. bedeutend größerem Zusam- menhang in nro. LXXX f. 65 rb va].

XXXI. (f. 31 ra 32 vb): Dv solt wissen, daz got alle zit fliesende ist . . . Die ersten 6 V2 Z. auch in nrö. XXXII f. 33 rb und in längerer Folge in nro. CX f. 90 rb. + 8 Z. + 2 Y2 2. [auch in nro XXXIl f 33 rb sofort auf das Obige an-

Reihenfolge] (f. 105 r— 106 v); Berlin 378 (f. 109 r— 122 v) 34 nrr. trennungslos und mit weiteren Texten zusammengeschweißt; Basel A XI 59 (Binz 295) 12 Sprüche, denen noch ein paar nicht in der Sammlung vorhandene, vorangehen. Ein Spruch in Basel B IX 15 f. 144ra rb. Die Hs., die Graf Törring-Jetten- bach besitzt, ist mir nicht näher bekannt.

1) Gedr. nach Basel B IX 15 f. 32ra— 33vb und 46ra.

2) Hs. = ?

^) Hss.: Basel B XI 10 in einer auf f. 190r 191 r stehenden längeren Fragefolge; St. Gallen 972a p. 165 167; in der 168. Fred, des Heinr. von Erfurt Frkf Hs. f. 377 v (stark abweichend) = die 100. Pred. des Härtung von Erfurt in cgm. 636; Straßburg L. germ. 662 in einer größeren Fragefolge, die auf f. 27 9 v 287 v steht.

55 --

schließend und ebenfalls in dem j^'rösseren Fragment in nro. CX {. 90 rb enthalten 1 + 9^2 Z- + Pt- H XIV. 529,21— 24 1- 34Z. + Jundt nro. 3. 244,2— 8 + 60 '/.. Z. -f cant. cant Zit (öVyZ.) |= in weiterem Rahmen in nro. XXXV f. 39 ra - in nro. LXXXIX f. 72 rbj + 9 Z. + Greith 131,6 (v. u.)— 2 (v. u.) |= in nro. XXIIII f. 22 ra] + 27 Z. + 5Z |-- in nro. XXIiil f. 21 vb, direkt vor dem Exempel vom törichten Mann, der Olivenöl kauft; und in nro. CXI f 91 rbj + 3 Z. f 15 Z. [^ Exempel vom törichten Mann, der Olivenöl kauft - in nro. XXIV f 21 vb— 22 ra] +7 Vo Z.

XXXII. (f 32 vb— 33va): Gotez kinder, war vmbe sin wir gnaden arm .... Die ersten 4 Z. auch in nro XXXI 11 f, 35 vb 36 ra [= als Bernhardzitat in Karlsruhe (St Georgen) cod. pap. germ. LXXX 149 r] +24Z. + llVo Z [--in nro. CX f 90 va— vb] + 13 Z. [= in nro CX f. 90 rb Die ersten 6 Z. davon auch in nro. XXXI f. 31 ra (Anfang des Trakt.), die folgenden 2 im gleichen Stück f. 31 rb] + 12 Z. [die sich in nro CX f. 90 vb wiederholen. Die ersten 6 Z. davon = Pf. XXIII 94, 34—37; die letzten 3 Z. = Pf. XXIII, 94, 37-39: mit Rückverweis] + 4V.j Z. [= in nro. CXI f. 91 vb]

+ 11 7-2 z.

XXXIII. (f 33va— 37ra): Got ist der art, daz er sich alzü- male mit ein ander git (zu diesem Satz vgl. die ver- wandte Stelle Jundt 10. 264,9—10) + 1 Z. [- ZfdA. VIII VIII 248,6—7. (Der Satz ist hier verstümmelt. Richtig bei P reger ZfhTh 36 S 484,16— 17 = Pf. II XI 3. 512,12 + lV-> Z + 5V-> Z [=in nro. CX f. 90 rb; die letzten 3 Z. davon = Pf. XXI 89,35—36 stehen auch in nro. XIII f. 7 rb (vgl. auch die verwandte Stelle Pf. X 55,2-3 und 4—5)] + 10 Z. [auch in nro XXXV f. 38 rb; die ersten 3\'o Z. audi in nro. CXII f. 92 rb. Die ersten G\., Z - ZfdA VIII nro. VIII 243 Z 2 V. u. —244,3. Die folgenden S'.jZ auch in nro XIII f. 7 rb] + Pf XX. 85,23—24 [= im gleidien

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Stück f 35 raj + ibid. S. 85,11 12-^ZfdA. Vllinro V 1. 224/20—22 I- Pf. XX. 85,15— 17-1 Pf XLVIIIi) 161,20—22 (mit I^üdiverweis) -r Pf. XXXV. 122,17-23 + 2V2 Z + Pf XXIP) 92, 26— 29=Jostes nro 73. 74,29—84 = Lotze 66,36— 40 = ZfdA. XV nro. XI 400,59-64. (Von den untereinander etwas variierenden Fassungen entfernt sicii die bei Pf. am Weitesten von unserem Text.) + 10 Z. [ein Satz klingt an Jostes nro. 73 S. 74, 34—35 an. Der folgende (vorletzte) Satz = Pf IV 54^) 647,10—11] + 9 Z. [= in nro CVI f. 84 va] + Jostes nro. 73. 74,14—16 [= in größerem Fragment in nro. XVIII f. 11 ra] -f Pf. XXXVIII 130,17— 27 + Pf. II XIII 524,2-85 [Z. 26—85 stand auch in nro XXV f. 24 ra] + Heiligen- spruch (4 Z.) [- in nro. XXXV f. 38 rb = in nro LXXXIX f. 72 vb] -\- 1 Z. (Ueberleitungsformei) [= in nro. XXIIII f. 22 ra]+ Pf. XX. 85,23—24 [--im gleichen Trakt, f. 33 vb] + Pf. IV 155-*) 680,40—681 (Sdiluß) [-Jostes nro 59^) 59, 16—27. Pf. S. 681,5—9 auch in nro. XXXVII f. 41 va— vb] + Pf. L. 164,20-21 [=in nro. XXII f I6rb = in nro XXIII f. I9ra = in nro. XXXVII f 41 vb = Greith 169,22— 23] + Christuszit (4 Z.) [=in nro. XXXVII f. 41 vb an das Vorige anschließend] + 18 V2 2. [davon die ersten 13 etwas verkürzt in den Sprüchen der 12 Anachoreten als Spruch des Gten Gedr. Wacker- nagel, altd Pred 601] + Pf. LXIV 202,7— 9 + ibid.

^) Hss.: PBB 334.

2) Hss.: PBB 336.

3) Hss.: Basel B IX 15 f. 270 va; Berlin 65 f. 93 v - 94 r; Berlin 191 die Fragefolge IV 51—53 beschließend: f. 190 r— v)- St. Gallen 972 a p 30—31.

^) Hss.: Einsiedeln 277 in einem Traktatgefüge, das Pf IV 121, 122, 123, 126, 155, 144 enthält (f. 213r— 214v). In Nürn- berg Cent VI 46 h. f. I21r—v = Heinrich von Erfurt Pred XXXI der Frankfurter Hs. f. 68 v: nur von Pf. 680,38 an. Pf 680 33 bis 681,9 = Jostes nro. 59. 59,2 7+15 27.

") Dazu siehe Kap. II: Heinrich von Erfurts Predd XXIX und XXXI

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Z. 10—15. + 131/2 Z. +Pf. XXXI 109,32—35 + 4 Z.

+ Jostes nro. 46') 49,13— 10 + 37^ Z. [= Eingang von nro. XXXIl f. 32 vb. Als Bernhardzit. auch in Karls- ruhe (St. Georgen) cocl pap germ. LXXX f. 49 r] + 10 Z. + David = und Augustinzit [= in nro XXll f. 10 va] + 5V2 Z. [= in nro. I. f. 1 va] = Pf. LI. 168,27—29 + Z. 31—32 [= in nro. I f. 1 va] + ibid. 29—31 [= in nro. I f. 1 va in größerem Fragmentsplitter] + 2 Z. f- 3 Z. ( in nro II f. 2 rb und erweitert in Basel B IX 15 f. 190 vb] fZfdA. VIIIIX2 2)254,17— 22-t ibid.27— 35+69\,Z

XXXIV. (f. 37 ra 38 ra): In vnzerme liplichen gemache vnd in zärtlichen lebende . . . 8V22. -t 5Z. |^ in nro. CV f. 81 va =^ in nro. CVII f. 86 vb— 87 ra] +5 Z. [ in nro. CV f. 81 vb - in nro. CVII f. 87 ra] + 97.^ Z. l in nro. CV f. 81 vb - in nro. CVII f. 87va vb] + Aug. Zit. (13 V2 Z.) [= in nro. XXXXVIII f. 51 va vb] + 83 V/, Z.

XXXY. (f. 38ra— 39vb) -Jostes nro. 3.-') 1,13— 19 [- Pf. II XI 3. 514,15—20] + Pf. XXXVII. '^) 128,25-28 [ in nro. I f. 1 ra in nro. LXXX f. 64 vb] + Pf. C. 322,3—6 (Z. 5 sind 7 Worte eingeschoben) [in nro. XXXVIII f. 42 rbj + Pf. LL 168,12—16 [- erweitert in nro. LXXX f. 64 vb] + 3V2 Z. [= der zweite Teil eines Doppelspruches in Berlin 8" 65 '^) f. 81 r = gleichfalls auf das hier voran- gehende Stüdt unmittelbar folgend in nro. LXXX f. 64 vb] + Pf. IV 162,*^) 684,11—12. [Folgt ebenfalls unmittelbar auf das Vorige auch in nro. LXXX f. 64 vb. Auch in

1) Auch in Straßburg L germ. 662 f. 88v 91r; Nürnberg Cent. VI 46 h. f. 2r— 3r. Bis S. 49,20 auch gekürzt bei Greith 188, 16 189,13.

2) Siehe bei nro. IV S. 33 f., Anm. 3.

•^) Jostes 3 = Pf. II XI 3. 514,9—516,11 (= Schluß).

^) Hss.: PBB 338. Auch in Nürnberg Cent. VI 46 h - S. 127,15 (f. 133r— 134r).

^) Inc.: vber essen vnd vber trinken machet siech den liep vnd die sele .... Auch in Stuttg. s^ 18 f. 236 r.

^) Pf. druckte nach?; --Jostes nro 43. 40,3—47,19; auch in Nürnberg Cent. VI 46 h f. 141 r - 142r.

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/[größerem Fragment bei Greith 200,25—27. In unserem Trakt, wiederholt auf f. 38 va] + Heiligenzit. [=- in nro. XXXlll f. 35 ra in nro. LXXXiX f.' 72 vb] + 10 Z. [= in nro. XXXIII f. 33 va— vb. Die ersten S'/« Z. auch in nro. CXII f. 92 rb. Die ersten ^'U Z = ZWA. VIII nro VIII 243 Z. 2 v. u. 244,3. Die folgenden 3V2 Z. auch in nro. XIII f. 7 rb] -f Pf. II XV. 539,35—37 [= Pf. LVII. 181,29—182,1. Das Stück, das hier im Einz. zu den gedruditen Texten mannigfach abweicht, kam schon in nro. XVI f. 8 va vor. Das gleiche Fragment in Berlin S*» 12 zu Schluß einer Pred., deren erster Teil gleich Pf. XVIII und deren letzte 37 7-2 Z. sich durch Gleichungen zu verschiedenen Pfeiffertexten lösen lassen (s PBB XXXIV 318,34) sowie in der XXten Pred. der Frankfurter Hs. des Heinrich von Erfurt f. 47 v] - Pf. LXXVI 1. 243,8— 10 -Pf. IV 162. 684,11—12 [=- im gleichen Trakt, f. 38 rb] ^ Dion. Zit. (5 Z.) + Pf. II XI 2. 504,6—17 + 2 Z. [-- das zweitletzte Sätzchen aus der Pred. „diligis dominum deum tuum . . Die pharisei frageten vnsern herren . . ." Die Pred. ist vollständig erhalten in Berlin 8^ 65 f. 37v 4lri) und'in Basel A V 41 f 83 ra— 85 ra (hier äußerlich mit Pf. LXXVI L zusammen- geschweißt) und fragm in Berlin 8*^ 12 f. 35 r 38 r [Größere Stüdke der Pred. sind in Pf. II III übergegangen.] + Pf. XVIII.2) 79,11 14-^ Jostes 64 3) 62,16—18 [= in nro. LXXXIX f. 72 vb] - 8 Z. [= in nro. LXXXIX f. 72 va. Der erste Satz ibid. f. 72 vb und auch in nro. XXIV f. 20 vb und fragmentarisch in XIX f. 12 rb] + Pf. XLI.-^) 138,27— 30 + 19 Z. [= in nro XXXI f. 32rb] - 15 Z. [= in nro. XXIV f. 20va— vb = in nro. LXXXIX

1) Unser Satz auf f. 40r— 41r.

2) Hss : PBB 335.

3) Jostes nro. 64 Anf S. 62,37 enthalten in der XXXII Pred. der Frkf. Hs. des Heinrich von Erfurt f. 70v 71r.

^) Hss.: PBB 339 f. Ein Fragment auch bei Wackernagel nro. 65 (s. Pahncke, kleine Beiträge S. 3).

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f. 72 rb - in nro. CIX f. 89 va; ohne den ersten Satz auch in nro, XIX f. 12 ra— rb] 20Z. -8'', Z. [ in nro. XXVI f. 24 vb— 25 raj i Pf. II xill 520.13—15 | in nro. XVII f. 9va-in nro. LXXXI f. 66 va— vb| ZfdA. VIII nro. VII 240,1—18 ;- Schlußformel (", 1)

XXXVI. (f. 39 vb 40 va): Nv mirkent driger hande gewerp . . . 5 V2 Z. -r 2 Z. [= als vorletzter Satz dieses Stückes wieder- holt auf f. 40 va] + 1 Va Z. [ in nro XXXVIIl ') f. 41 rb] + 6 V2 2. + 7 Z. [ine: Nu mirke von driger hande lüten . . . = St. Gallen 972a p. 83 -Berlin 8" 65 f. 102 v] - Pf. IV 33 2) + 5Z. [-St. Gallen 972 a p. 84 Berlin 8<' 65 a. a. 0. Forts des Vorigen] + 8V2 Z. -f 6\'., Z. [St Gallen 972 a p. 84 --Berlin 8" 65 a.a.O. Forts, des Vorigen] + 8 Z. + 7 Z. + 2 Aug. Zit. [- in nro. CIX f. 88ra— rb; das zweite Jundt 16. 277,6— 7] :- 6 Z. [-- in nro. XXXXVIII f. 51 va ein sehr häufiges Pauluszit. So bei Pf. auf den SS. 87, 309, 486, 494, 593. ZfdA. XV 393. ZfdA. VIII 224. Jostes 39, 93; etc.] ^ 9>/._, Z. [=St. Gallen 972a p. 84 Berlin 65 a.a.O. Forts, des Obigen] ^ 2 Z. [ im gleichen Stück oben f. 39 vb bis 40 ra] + 1 Z.

XXXVII. (f. 40 va- vb): Nu sprichet ein heidenisc+ier meister. daz nature vmbe nature niht en mac .... 29 Z. {-■'■ in nro. XII f. 6 vb (als Anfang dieses Stückes) = in nro. CIX f. 87 vb— ra durch einen Einschub von 6 Z. erweitert, wogegen nro. XII ein Aug. Zit. (1V2 Z.) hat, das in XXXVII und CIX fehlt. Die beiden ersten Zeilen = Taulers Predigten Basel 1521 f. 316 rb Z. 10 - U [-- Pf. LVII. 182,37—38] Der 3te Satz =-Tauler ibid. Z. 12—14. Der letzte Satz auch in nro CVl f. 84 rb = Pf. XXXV.

1) XXXVII ist nur Fortsetzung von XXXVI und in St. Peter 102 auch als ein Stück geschrieben, während es hier in unserer Hs. ein leicht geschnörkeltes (nicht rotes) Initial aufweist.

•-) Hss.: Bedin8 0 65 f. 89r v; Berlin 4'^ 191 (in der Frage- folge 26—35: f. 194 r— 195 v); cgm 365 f. 193v- 194r; Ein- siedeln 278 p. 258; St. Gallen 972 a p. 11 13.

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121,7— 8 (= in größerem Zusammenhang in nro. XXII f. 16rb)] + Pf.IV91 i)654,38— 40 + Jundtnro. 16.277,8—10 -fPf.IIXl3.5l4,6— 8[-Greith 189,27— 30 = in Berlin 4" 125 in einem Mosaiktraktätlein auf!. 117v2)(s.PBBXXXIIII 322,32)= auch in nro. XVIII f. 11 rb llva und in nro. CIX f 88 vb-89 ra] + 6 Z. [Sie folgen auch in nro. XVIII und CIX unmittelbar und stimmen nodi z. T. mit Pf. a. a. 0. S. 514,9 überein] + 11 '/o Z. [= in nro. CIX f. 88 vb; ein Satz daraus auch in St. Gallen 972 a p. 74 = in Berlin 191 1 196 v-'). Die letzten 5 Z. = Pf. LXXVI. 1. 241,25—28. Die ersten 2 Z. davon = als Dion. Zit. Pf. II XV. 540,11 12. Sie stehen auch, mit Rückver- weis eingeleitet, in nro. CIX f. 89 ra sowie ohne den- selben im gleichen Trakt, f. 88 va)] + Preger ZfhTh. 36. 512Z7V. u. 4v u [= in nro XXIII f. 18 vb 19 ra = in nro. CIX f 88 rb; Preger Z 7. v. u.— 5 v. u. = Greith 147,3—5. Vgl. auch Pf. XIX 82,32-33 sowie ibid. S 84,5—6 u Z. 15—16 (= in nro. CIX f. 88 vb)] + 1^2 2. [= in nro XXXVI f. 40 ra] + Pf IV 64. 648, 21—22 [Pf. IV 64 vollständig in nro. XXII f. 16 ra] + 4Y2 2 + 11 Z. [=- verkürzt in Stuttgart cod. theol. 8" 18 1 228 r in einem „von der ainikait gottes vnd der sei" überschriebenen Fragment, ■*) das ZfdA. VIII VII 243, 4—8 enthält und an das trennungslos Studie von Pf. II XV, II XI 3 und II XIV angeklebt sind ] - 5 Z. [= in nro. XXIV f 21 vb] + 4VoZ. + Pf. IV 113 s). 665, 34—39; 666,3 -8 + Pf IV 155. 681,5—9 [die Eingangs-

1) Hss.: Berlin 8 0 65 f. 99r— v; Berlin 4<' 191 (in der Frage- folge 77. 78. 90—93: f. 174r v)

^) Inc. : Sanctus Augustinus sprichet, alle ding sint got ....

•') Zu Beginn des auch in Berlin 4^ 191 auf Stücke aus Pf. IV (über pos.) folgenden Frage-Antwort-Traktats „Sagent ein wort, sprichet ein heilige etc." Berlin 4^ 191 nur Fragment (etwa V3 des Stückes in St. Gallen).

*) Inc.: Also der sechste grad ist ain beschowen ....

'') Hs : Bedin 4" 191 mit vorangeh. IV 73 gebunden: f. 185 r bis 186 V.

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Worte hier variiert. In größerem Fragment auch in nro. XXXIII f. 35 ra— rb. = Jostes nro. 59. 59,23—27] + Pf. LXXXIV. 268,17—20 f=Greith 169,15— 19 = in nro XXII f. 16 rb zu Beginn um einen Satz länger (vgl. auch das anklingende Pf. VIII. 45,2 4 sowie Pf. II III 412, 32—34)] + Pf. L. 164,20—21 [= in nro. XXII f. 16 rb = in nro. XXIII f. 19 ra = in nro. XXXIII f. 35 rb = Greith 169,22—23] + 4 Z. |=in nro. XXXIII f. 35 rb an das Vorige ansdiließendj + Schlußformel (1 Z.)

XXXVIII. (f. 41vb— 42vb): Arsenium fragete Marcus, war vmb er dv lüte fluhe .... 32 Z. + Beruh. Zit. (7 Z.) [= in nro. XXIV f. 22 va— vb. Auch in einem Traktat- gemenge in cgm. 627 f. 256 rb ^) (= in cgm 628 und Stuttgart folio 283). Desgleichen in Basel B IX 15 f. 143 vb und in einem Spruchfolgetraktat des St Georger Predigers (Rieder 145,19 ff)J. + 8 V2 2. + Pf. XXX. 107, 25—26 + 8 V2 2. + Pf. C. 322,3—6 f=- in nro. XXXV f. 38 ra] + Pf. XVII. 77,16—20 [= auch in nro. LXXIV, das die ganze Pred. enthält) + 45 V2 Z.

XXXIX (f. 42vb— 44vb): Vnser herre sprichet in den(!)ewan- gelio, man muz steteclich betten vnd niht abenemen. [wiederholt im gleichen Trakt, f. 44 va]. Das Stück enthält in seiner ersten Hälfte 3 größere Parallelen zu einem in Zürich C. 76/290 i. 149 va— 160 va stehenden Traktat, aus dem andere Fragmente sich schon in nro. XVI fanden (s. d.). Ein größeres Stück (Dise vnstetikeit dez herzen, so wir beten solten, kümet von drin Sachen .. . ) stand auch in nro XIX f. 1 3 rb f. Der Schluß des Traktates setzt sich zusammen: 3V2Z. [= die ersten 2V,. Z. des Stückes] t- Beruh. Zit. (5V2Z) f= etwas ausführlicher in Basel BIX 15f. 227rb-va] I Pf. XXXV. 122,26-27 [=Basel B IX 15 f. 209 vb] + 2 7. Z. + PJ- LXXVI. l. 239,38-240, 1 + 4Z. + Pf. ibid. 240,1—3.

^) Inc.: Sant Bernart fragt, was got sey

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XXXX. (f. 44vb - 45 rb) = Pf. LXXVI. 1. 240,3-18 [Pf. 240,8

bis 18-Greith 138,13-25] +23 Z. (Hieronymus über das Gebet).

XXXXI. (f. 45rb-vb) = Pf. XXXII. 113,3 + Pf. II X. 493,26 bis 27 [=etwa Pf. LI. 169,34— 35 = 0 reit fi. 126,7—8 als Dion. Zit. = Pf. II II. 385,20 = Melk 371 in '2° f 312 va in der XXX., M. E. zugeschr., Predigt (stets leicht variiert)]. [Diese beiden Sätze bilden auch die Einleitung zu nro. XVIII f. lOira] + Pf. LI. 169,5-7 [= in nro. XVIII f. lOra, wo ein Augustinzit. voranginge in etwas größerem Umfang (Z. 5 8) in nro. XVIII f. lovb— liraj + Pf. XXXII. 113,11-15 [= in nro. XVIII f. UraJ + 11 Z. [= in nro. XVIII f. 1 1 ra - 1 1 rb. Die ersten 5 1/2 Z. davon = Pf. XIX. 82,29— 32. Das Folgende = Jostes nro. 73 74 25 bis 26 + ibid. 35-36]+ Pf. LXXXIV. 268,35-269 6 (mcl Rückverweis) [= Jostes 3L25, 27-26,3 im Einz. stark variiert] + Schlußformel (2'/^ Z.). XXXXII. (f. 45vbj-Jostesnro. 31^). 26,10-14 [= Pfeiffer LXXXIV. 268,25-30. (Unser Text enger an Jostes an- schließend) = Basel B IX 15 f. 248rb va. XXXXIII. (f. 45rb-46va): Aber sprichet s. Bernhard: Got minnen ane maze daz ist der minnen maze .... Die letzten 9 Z. etwas gekürzt auch in nro. CV f. 81 va und CVII f. 87 ra. Der erste Halbsatz (3 Z.) davon ist ident mit einem Halbsatz in nro. LXXX f. 64ra— rb, der ZfdA. VIII III 1. 216,12— 13 entsprechen würde. Doch ist gerade an dieser Stelle der gedruckte Text verkürzt. + 6 Worte XXXXIY. (f. 46rb-48ra): Wir svlent got minnen von allen herzen von aller sele .... 32 Z. +57, Z. [auch in nro. CVII f. 86 rb] + 28 V, Z. + 10 Z. [= in etwas größerem Zusammenhang in nro. XVI f. 7vb-8ra aus dem dort __^^JHidm nro. XXXIX erwähnten Züricher cod. C. 76/290]

^) Jostes 31 und Pf. LXXXIV unterscheiden sich im Wesentl bis 3^0 6 267,36-268,9] = Pf. CVII. 349,40

63

in nro. CVIl f. <S6 ra. Der darin enthaltene Meisterspruch als Augustinzit. (in CVII heißt es „die meister sprechen vnd euch s. au^ustinus") auch sonst sehr häufig, so z. B. bei Pf. auf den SS. 13, 204, 342, 383, 494, ZfdA. XV. 393 Z. 57; etc ] i Pf. II XV. 536,16 bis 17 [= Greith. 189,30—31. S. auch Berlin 125: PBB. XXXIV.322,32]I Meisterspruch {Z^I.^Z.)[ in nro 111. f. 4ra = in nro. CXI f. 91va— vb] +'7 2. + Johanneszit. [- etwas abweichend Jundt nro 16. 276/277] -i 20 ^'., Z. r 6 Z. [= in nro. XIX. f. 12 ra - der ungedruckte Schluß einer in ZfdA. VIII als nro. IV. 2 dem von Kronenberg zu- geschriebenen Pred. Näheres s. bei nro. XIX] + 29 Z. - Pauluszit. (3 Z.) [-- in XXVI f. 25 vb - 26 ra - in nro. LXXX f. 62 vb 63 ra - in nro. CIX f. 88 va. Auch sonst sehr häufig vorkommend; s. bei nro. XXVI] + 44 Z. XXXXV. (f. 48ra-49ra) = Pf. IV 9 i) 635,3-9-1-57 Z. [„Ez sint drier hande minne . . . ." [Möglicherweise ist ein Stüct in Heidelberg pal. germ. 24 [Bartsch 18] f. 258vb identisch] + Pf. IV 83'^) 651,12—19 Pf. LI. 169,12 - 14 [auch in nro. CX f. 90 rb— va] r 1 Z. [= etwas länger in nro. CX. f. 90 va] + Pf. XVI '') 75^15_17 [= auch in nro. CX. f. 90 va] i 3 V2 Z. -f 7 Z. [= in nro. XXVI f. 26 va = ohne das erste Sätzchen Pf.II VI. 461,10-13.] + Aug. Zit. (5 Z.) [= in nro XXVI f. 26va— vb]. XXXXYI. (f. 49 ra-vb): Nu welez ist der oberste wille an der gotelichen minne? .... wan ez füllet mich frouden vnd

lustez. [i. G. 100V.2Z- ^»e ^^^t»^" ^^ 2^''^" ^^^'^^'" '"

Basel B IX 15 f. 191 vb|. '~VHss'.: Berlin 65 f. 83v in 2 Stücken (Pf. 634 36 bis 635,3 + Z. 3-9); Einsiedeln 278 in der Fragmentenfolge IV, 6—17 (p. 153-160); cgm 627 f 254vb (und entsprechend in cgm 628 und Stuttgart folio 283).

'^) Hss.: Berlin 65 f. 98r-v; Berlin 4^' 191 (die Hage- folge IV 55. 56. 82 beschließend: f. 190v--l91r). Auf e.ne Brüsseler Hs., die das Stück enthält, verweist Dolch a. a. U. b. 4<. 3) Hss.: PBB 340.

64

XXXXVII. (f. 49 vb): 0 se[le], sprichet er, sol ich dir sagen, waz daz süze dinc si, daz dich do rüret? .... vnzer herre gebe vnz sin himehiche amen.

XXXXA'III. (f. 49 vb— 51 vb): Sanctus paulus schribet in der lezen : ir sultit gote noch volgen alze sine aller liebesten vzzerwelden kinder ... 15 Z. + Pf XXII. 92,40—93, 1 + 15V22. +ZfdA. VIII nro. V. 4. S. 232,4—11 [Die ersten 5 Z. (Christuszit.) = in nro. LXXVIII f. 62 rb = in nro. CXII f. 92rb; die letzten 9 Z. = J und t nro. 17.278, 12—17] + 3 Z [-= in nro. XXII f. 16 vaj + 3 Z +8 Z. [= in nro. LXXXIII f. 67 va --= in nro. CX f. 90 va] + 4 V2 Z. [- in nro. XXIII f. 17 vb] + 26 Z. +8 V2 Z. [= in nro. XXII f. 16 vb. Hier etwas breiter durch eine wohl irrtüml. Wiederholung des ersten Satzes in leicht abweichender Formulierung, lieber verwandte Stellen bei Pfeiffer, Denifle, Greith etc. s 0. in nro. XXII] + 101 V2 2. [ein Exempel darin anklingend an Jundt 3. 242,29-32] + 6 Z. [--= in nro XXXVI f. 40 va; das einleitende Pauluszit. sehr häufig; s. bei nro. XXXVI] + 14 V2 Z. (Aug. Zit.) [= in nro. XXXIV f. 37ra— rb] + 41/2 Z. + Schlußformel (1 V2 Z.) [= Schlußformel in nro. LXXXIII f.67 va (sehr ähn- lich "in nrr. XXVIII f. 30 rb; LXXXVIIl f. 70 vb)].

XXXXIX. (f. 51 vb— 52 va): Unwandelbarkeit der luterkeit sezet den M. in daz nehste der gotheit .... Dieser erste Satz ist nah verwandt mit ZfdA. VIII nro. IX. 4 [Sterngassen] 257,1—2. Unser ganzer Traktat ist stilistisch jenem dort gedru(±ten Stüdk außerordentlich ähnlich, ohne im Einzelnen jedoch außer der oben gezeigten Parallele mit ihm übereinzustimmen Auch ZfdA VIII IX. 2. 8 254 22 26 ^) ist eine Variation des gleichen Temas im gleichen Stil und endlich wäre noch der minne verstentnisse

1) = Taulerdruck Basel 1521 f. 278ra 38—45. [ZfdA VIII nro. IX. 2. S. 253 Anf. Z. 2. v. u. und S 254,17 255,17 sind mit geringen Abweichungen in dieser Sterngassenpred. ,Ein heilig spricht, daz si heilikeit . . . ." auf f. 278 ra Z. 12 25 und Z. 30 bis 278 rb Z. 35 enthalten. Siehe zu nro. IV. S. 33f.. Anm. 3.]

65

Streit in Pf. XXXVil 126,18—35 in weiterem Sinn hier- herzurechnen. — Die ersten 61 Z. bijden mit /,^erinj,'en Abweichungen den Traktat CXXIi f. 99ra-99va -(- 21 Z. [Jeder Satz beginnt: Ein luter herze ist selic . . .]

L. (f. 52va = nur ein Zitat von 6 7-2 2.): Sanctus Johannes crisostomus, den man sprichet mit den guldin munde, [spriditj daz der mensdie got minnet ....[-- auch in nro. LVIl. f. 55rb-va = in nro. CXXI f. 98 va = auch in einem Spruchfolgetraktat in Berlin 8*^ 65 f. IHv l9v\)].

LI. (f. 52va-53vb) = W. Wackernagel, altd. Pred. S. 163,1—164,20 + ibid. 20—29 + ibid. 29-165,67. Die 3 Teile mit eigenen roten Initialen. Unser Text bietet zuweilen etwas vollere Konstruktionen und auch Besserungen zu dem Wadternagels.

LH. (f. 53vb-54ra) - ZfdA. Vlll. iX. 2. 253,24— 28 + ibid 254,17— 23 + ibid. 27 -34 + Pf. LH! 2). 174,12 lÖ-rSVaZ. [= in nro. LXXXl f. 66 vb].

LIIL (f. 54ra-vb) Pf. 11. VI. 462,19—463,13.

LI V. (f. 54 vb) = Pf. IV. 73 •') [bei Pf. S. 649,18 hier ein Einschub von 272 Z. Die vier letzten Worte fehlen bei Pf.]

LV. (f. 54vb- 55ra): Der Mensche sol got minnen vz allen sinen dügenden .... daz sv lust bere in allen mensdien. [==10Z.]

LVI. (f. 55ra rb): Dens Caritas est ... . =Auszug und Um- arbeitung von Pf. nro. V.-*) S. 30 ff. Die ersten 3 Z. = Pf. S. 30,25—26. Die folgenden 14 Z. in dieser Form nicht bei Pf. Dann folgt Pf. S. 31,15 -23 + ibid. 40—32.3; die letzten 10 Z. wieder nicht bei Pf.

^) Inc.: Vf daz wort der minnenden sele Jch slaffe, min herze daz wachet" so sprichet Sanctus Gregorius ....

'-) Hss. : PBB 340.

•^) Hss.: Berlin 65 f. 96v; Berlin 4^' 191 (eine Fragefolge =Pf. IV 73— 75. 111: f. 183 V 185r); St. Gallen 972 a p. 45 -46,

*) Hss.: PBB 332.

5

66

LVII. (f; 55rb— va): Sprüdie des Chrysost. u. Bernh. von 14 Z.

[ in nro. CXXI f. 98 va. Die ersten 6 Z. = nro. L f.

52va. Die folj,'enclen 3'/y Z. (Bernh. Zit.) Greith 187,

5 7. Das ganze aucii in einem Spruchfolgetraktat in

Berlin 65 f. 18 v-iov^)]. LYIII. (f. 55 V. i. g. 14 Z.): Wiltu v^issen, ob dv rehte minne

habest zu gote .... von allen creaturen enkünbert. got

si mit vnz amen. LTX. (f.55va-vb): Sanctus augustinus nam siner phaffen drige

vnd fragete sv .... der ist selic. [Eine Art Gegenstüdi zu

zu dieser Form literarischer Einkleidung ist die Erzählung

von St. Bernhard und den 5 Brüdern in nro. LXXIII

unserer Hs.] LX. (f. 55 rb; i. g. 6 Z.): Der mensche ist ein guter mensche, der

aller meist fridez hat mit luterkeit .... noch gottelichen

willen. LXI. (f. 55vb-56ra) - Pf. IV. 43'-^). LXII. (f. 56 ra - rb) = Pf. IV. 1 1 % LXIII. (f. 56rb)=Pf. IV. 111-') S. 663,30-39 [mit Abweichungen

im Einzelnen.] LXIV. (f. 56rb-vb)- Pf. IV. 111. 663,39 664,4; 664,6-22. LXY. (f. 56vb-57ra): Unzer herre sprach zu sinen *jungern

fünf wort .... daz meinde er alle die cristen namen

ie gewnnent [= in Straßburg A. 98 f. Il9r- v=-Berlin

40 1087. 147v-148r. (s. Simon S. 48,9 ff.); der Schluß

dort breiter.!

^) Inc.: Vf da/, wort der minnenden sele „ich slaffe, min herze daz wachet" so sprichet Sanctus Gregorius ....

2) =ZfdA. VIII. IX. 2. 555,22-32 = ZfdPh. XIV. 82,20 f. Hss.: Basel B XI lOf. 179v-180r; St. Gallen 972a p. 190-191; Berlin 8 «65 f. 91 r; Berlin 191 mit IV 42 verbunden (f. 196r— v).

•^) Hss.: Basel B IX 15 f. 233 va; Einsiedeln 278 in der Frag- mentenfolge IV, 6 17 (p. 153-160).

^) Hs.: Berlin 191 (die Fragefolge 73 -75 beschließend: f. 183v 185r).

67 -

LXVI. (f. 57 ra— rb): Manige lütc sprechent: ich minne got .... Daz wir vnzeren Herren ihesum chrisUim müzent kennen vnd minnen dez helfe vnz der vater und der sun und der heiligeist amen. [Es folgt eine Seligpreisung von 9 Z.]

LXVII. (f. 57rb vb): Alle die begirde hant an tvgenden zu wahsende .... vnd in dez meres grünt versenkent. [die letzten 10 Va Z. - in nro. LXXVII f. 6lra-rb].

LXVIII. (f. 57vb-58ra) -Pf. III. 22. [der letzte Absatz von Pf. S. 6U3,84 ab hier nicht mehr).

LXIX. (f. 58 ra - rb) - Pf. III. 15 ^}. [Stark hier abweichend].

LXX. (f. 5.8rb va): Sanctus Johannes sprichet, ez ist gut, daz ir almüsen gent .... Daz sv in selben mvgent an ga- sigen an allen gebresten.

LXXI. (f. 69 V): Drü dinc irrent vollecomen leben zu ge- winnende .... [= Berlin 4" 125. f. 69 vj,

LXXII. (f. 58va- 59ra): Der one fliz der dugende blibet .... .... sol er got erkennen vnd niesen eweliche amen. [= zum größten Teil identisch mit einem Stück in Berlin 8^ 65 f. 44r-45r].

LXXIII. (f. 59ra— va): Sancte Bernhard fragete siner junger funfe, die ime aller beste gefielent .... [audi in Basel B IX 15f. 142rb vb (am Ende des Altväterlebens)-- Basel 0. I. 19 f. 51va-vb. Audi in Karlsruhe (Wonnental) 13f. 356r— v ist Bernhard mit seinen 5 Brüdern in ein Fragegespräch verwickelt, das aber im Einzelnen ganz anders verläuft.]

LXXIV. (f. 59vb-60va)--Pf. XVII. [Der Text fast wörtlich. Die Pred. nach Basel B XI 10 gedruckt bei Wacker- nagel S. 272 ff.]

1) Hss.: Basel 8 1X15 f. 245ra-rb, Basel 0. I 19 f. 34vb— 35va; Basler Taulerdruck 1521 f. 316vb -317ra; unter E.s Namen, beträchtl. abweichend, und nur bis Pf. 601,20. Straßburg 810 b. f. 91 r geht bis Pf. 601,23. In den Sprüchen der 12 Meister von Paris (ZfdA. 4. 496) M. E. in den Mund gelegt.

5*

68

LXXV. (f. 60 va— 61rb): Sancte Bernhard sprichet, allez din geistlich leben ist niht anderz, dan daz du zu allen ziten flisecliche hütest dinez herzen. [ - auch in nro. XXIV^ {. 22 vb] -t- Pf. II VI. 459,27 - 28 [hier leicht variiert. In größerem Bruchstüdi auch in nro. XXIII f. ITva vb.]-i- 21 Z. + 5 Va 2. (Pauluszit.) [-= in nro. LXXXV f. 68 vb- 69ra] + 13V2Z. + 9V2Z. (Spruch der Sincletica) [-= in nro. LXXXVII f. 69 vb] +9 Z.+ Pf. II XIII. 526,8- 12 [-in nro. XXIII f. i8va]+ 13 7., Z.

LXXVl. (f. 6lrb vb): Ein lerer sprichet, der dreit got in sime herzen, der sin bilde offenliche ouget mit guten werken. [= in nro. XXVI f. 25raJ + 15 V2 2. + Jundt nro. 18. 279,10 v. u. 1 v. u. [= in nro. V. f. 5rb— 5va. Das gleiche Stüd< mit einem, bei Jundt nicht gedruckten, Schlußsatz angehängt in Straßburg 810b f. 79v-80r] + 25 1/0 Z.

LXXVII. (f. 61 vb - 62 ra) = Pf. II VI. 473,9 - 23 + 10 Z. + 5 Z. [- in nro. XXVI f. 25 ra] + 2^2 Z. + 5 Z. [= in nro. LXVII f. 57 va-vb] + 22V2 Z.

LXXVIII. (f. 62rb = va): Vnzer herre ihesus Christus sprichet, wer komen wil zu mir der verlouken sin selbez .... [Die ersten 4Z., die audi den Eingang zu CXII» bilden, auch in nro. XXXXVIII f. 50 rb = ZfdA. VIII nro. V. 4. S. 232,4-6 und auch sonst häufiges Zit.] + 11 Z. -f Pf. II VI. 461,17 19 + ibid. 21—23 + 8 Z.

LXXIX. (f. 62 va- vb): Also lange daz ir liep vnd leit hant

J5V2 Z- +Pf- II XV. 540,20-21 [=Pf. II XIV. 533,18— 19] + Schlußformel (3 Z.)

LXXX. (f. 62vb- 65va) = Pf. II XIV. 533,19—22 (ungefähr) 1= Pf. II XV. 539,9—12] + 2 Z. + (ungefähr) Pf. II XIV. 532,31— 32 + 2V0 Z.-fPf. II XIV. 533,14—18 (die letzten 2 Z. nicht mehr wörtlich). Diese 2 Zeilen und das folgende Pauluszit. (im Ganzen 4 1/2 Z.) stehen etwas variiert auch in cgm. 027 f. 262vbi) (und den ent-

^) In dem unten zedegten Trakt, mit dem Incipit: Du solt wissen, daz die abgescheidenheit nit anderz ist ... . (f. 262ra— 263vb).

69 -

sprechenden Stüdten in c;:,'m. (i2S und Stutt/j;art folio 283). Das Pauluszil. auch in nu). XXVI f. 25 vb 26 ra (s. dort über das weitere häufi;^^e Vorkommen) = in nro. XXXXIV f. 47va vb-in nro. CIX f. 88va-f- 77 V2 Z. + ZfdA. VIII Vlil. 244,22—245,5 [eine kleine Um- stellung: S. 244,32 ist bei Z. 35 eingeschoben. Gegen Schluß im Einz. abweichend.] f 4 Z. + 4 ^/., Z. [— in nro- XXIV f. 22rb. Das einleit. Zit. = Pf. II VI. 451,17-18. Die letzten 3 Z. =Jostes 73. 73,16 -17] + ZfdA. VIII III 1.215 letzte Zeile 216,15 [Z. 11— 15 hier er- weitert und im Einz. zieml. abweichend. S. 216,4 10 auch in nro. XXVI f. 26 rb ; der erste Teil in längerem Bruchstüdt auch in nro. LXXXVIII f. 71ra; der erste Teil des letzten Satzes auch in nro. XXXXIII f. 46rb=^in nro. CV f. 81va = in ro. CVII f. 87ra]+6Vo Z. [ = in nro. XXVI f. 26 rb] + Pf. III 29 - S. 605,33 [hier nicht unter E. s. Namen. Vollständiger als nro. VI] -r Pf. IV 32 ^ + 2 Z. [= Hinweis auf ein Gregorzitat, das in Basel B IX 15 f. 272 vb steht] + 28 Z. + Pf. LI. 168,9-16 [= von Z. 12 ab in nro. XXXV f. 38 ra rb] f 5 V2 Z. [== in nro. XXXV gleichfalls an das Vorige anschließend. Die ersten 3 Z. davon =- der zweite Teil eines Doppelspruches in Berlin 8" 65 f. 81 r. Die folgenden 2 V2 Z. (-- Pf. IV 162. 684,11-12) sind im Trakt. XXXV noch einmal wiederholt f. 38 va] + Pf. XXXVIl. 128,25-28 [=- auch in nro. I f. 1 ra und in nro. XXXV f. 38 ra] + 6 V2 Z. [= in nro. LXXXVI f. 69 ra] -f 5 Z. [-- in nro. XXVI f. 26 rb] ^ 5 Z. + Pf. II VI. 458,37 - 459,23 [genau das gleiche Stück in Straßburg 810b f. 81v-82v; Pf. S. 459,16-32 auch in nro. XXX f. 30vb-31ra] + Schlußformel (5 Z.) LXXXI. (f. 65va-67ra) Jundt nro. 17 S. 27S-279 [278,29 (Anf.) —30 wiederholt im gleichen Trakt, auf f. GGrb; 279,3 in nro. XXVI f. 26ra; Jundt 279,6 - 9 = Grei th

') Hss.: Einsiedeln 278 p 255; Berlin 8 «^ 65 f. 89r; Berlin 4" 191 (in der Fragefolge IV 26— 35: f. 194r-195v); St. Gallen 972 a p. 11.

70

147,19-22] + 17Z.-fPf. XXX. 106,10- 13 + ibid. 10-18 [106,10-19 ~ in nro. Ilf. 3ra] + 31 V2 2. + Jundt nro. 17. 278,29 (= Anfan;:^) - 30 [Näheres s. 0.] + Pf. IV IG'). 637,22 26+ ibid. 27-33 [637,17 33 auch in nro. XXVI f. 26 vb - 27 ra ; 20 - 23 auch in nro. XXVIII l 28 vb ; 20-22 ibid. wiederholt f. 30ra] + Pf. XVII. 77,22-26. [Die ganze Pred. -= nro. LXXIV. Die letzten 3 Vo Z- (Pf- 77,24-26) auch in nro. CIX f. 89 rb] + Pf. II XIII. 526,13 -15 [- in nro. XVII f. 9va = in nro. XXXV f. 40va] + Pf. II X. 494,5 - 6 [ in nro. XIII f. 7 rb va] f Aug. Zit. (5VoZ.) [=in nro. LXXXIV. f. 68rb = innro. CIX f. 89 rb] + Pf. LIII. 174,6- 12 [-= variiert und in 2Teilen: Pf.LXXV^) 237,24-29 und 238,18-20] +4 Z. [^ in nro. Lllf. 54ra] + 8 Z. [= in nro. XXIV f. 20 rb. Der erste Halbsatz auch in nro. XIX f. 12 rb. Das ganze Stück = ZfdA. VIII. VIII. 250,24 29 = Jost es nro. 19. 17,23 25. Es findet sich auch im Einz. abweichend in Basel B XI lo f. 292 r in dem kleinen „Ein prüfen" überschriebenen Traktat].

LXXXII. (f. 67ra-rb) = Pf. IV. 148. 677,35-678,16.

LXXXIII. (f.67 rb - va) = Pf. IV. 148. 678,16- Schluß + 8 Z. [ = in nro. XXXXVIIl f. 50rb va = in nro. CX f. 90 va] + Schlußformel (1V2 Z.) [- Schlußformel in nro. XX'XXVIII f. 5 Ivb; ähnlich in nro. XXVIII f. 30 rb und in nro. LXXXVIII f. 70 vbj.

LXXXIV. (f. 67va-68va): 6 V2 Z. [= Textanfang von nro. LXXXVI f. 69 raj + 31/22. + Pf. IV 13 ^) 636,10 - 13 + Pf.

1) Hss. : Berlin 65 f. 95 v— 96 v; Berlin 191 f. 172v-173r; Einsiedeln 278 in der Fragmentenfolge IV, 6 17 (p. 153—160); St. Gallen 972 a p. 41—45.

-) Hs : Basel B. IX 15 f.270ra rb in 2 Stücken (das zweite beginnt Pf. 601,37).

'■^) Hss. : PBB. 330. Auf Z. 2 v. u. ist „Jostes nro. 4" als irrtümlich zu streichen. Fragmente auch in Pf. II III (s. Pahncke, kleine Beiträge 4).

*) Hss.: Berlin 65 f. 84v-85r; Einsiedeln 278 in der Fragmentenfolge IV, 6-17 (p. 153—160); St. Gallen 972a p. 1 (nur die 3 letzten Sätze wie in unserer Karlsruher Hs.)

71

IV 14 ') 636 AnldUfT - Z. U\ f 15 Z. I Pf. LXXII-^). 226,24 - 29 f 11 Z. [ - in nro. LXXXVII f. 70nb] - s Z. 2V,Z. [ Pf. IV. 13. 636,12. Das Zitat auch oben in unserem Trakt, f. 67 vb] + 21V2 2. 4 6 Z. [- in nro. CIX f. 89 ra. Der erste Satz - Pf. III. 22. S. 603,37 38; der letzte -- Pf. II X. 494,16- 17] I Aus.Zit.(5 VgZ.)!- in nro.LXXXI f. 66 vb- in nro. CIX f. so rb] + 30 Vo Z. [Die ersten 3 davon entfernt verwandt mit Pf. LXXXVI'') 278,20-22].

LXXXV. (f. 68va 69ra): Ez ist fra^% wo mit der Mensche gote aller löbelichst gedanken mvge siner volecomen minne? 30 V2 2. + 4 Z. [ aus der Stern,i,rassenpr ed. ein heilig spricht etc. im Basler Taulerdruck f. 27 7 va Z. 10-11 + Z. 14]. + 4 Vo Z. [= in nro. LXXV f. 60 vb] + Schlußformel (1 Z.)

LXXXVI. (f. 69ra rb): Man liset in den ewangelio, daz vnzer herre ihesus Christus mit sinen lungern vnd mit einer michelin schar vf einen berg gie . . . . [Die ersten (i Z. -Textanfang in nro. LXXXIV] + 3 V2 Z. + 7 Z. [- in nro. LXXX f. 64 vb - 65 ra] + 21 V,> Z.

IvXXXVII. (f. 69rb- 70va-'):Sanctus anthonius der heiigen alt- veter einer sprach: weinent vnd clagent .... daz wir selic werdent an selc vnd an übe amen. [Ein Ausspruch der Sincletica auch in nro. LXXV f. 61ra und ein Bern- hardzit. auch in nro. LXXXIV f. 68 ra].

LXXXVllI. (f. 70va 71ra): Sanctus augustinus sprichet: der ist niht alleine gritic .... 8 Z. + ZfdA. VIII. nro. III. 1. 215,8 216,3. [Die letzten 4 Z. (= S. 215, letzte Z. - 2 16,3) in weiterer Fassung auch in nro. LXXX f. 64 ra] -^ Schluß- formel (2 Z.) [= in nro. XXVIIl f. 30 rb und ähnlich in nrr. XXXXVIll f.ölvb und LXXXIII f. 67 va].

i)Hss. : Berlin 8^65 f. 84v— 85r; Einsiedeln 278. (s S. 70 Anm. 4); St. Gallen 972 a p. 1.

'-) Hss.: PBB. 337.

•') Ueberlieferung : PBB. 3:U.

•^) u Fortsetzung des vorigen Stückes. Dort waren die 3 ersten Seligpreisungen behandelt, hier die 4te bis 8te.

72

LXXXIX. (f. 71 ra 7Bra): Der /;^ehüre iude philo sprichet, der ^'eist dez hcrren der hat er füllet die creise der erden .... 31V2 Z. Pf. 111. 30^) S. 6ü6,9-12 [mit zieml. Ab- weich, im Einz. Die letzten 5 Z. auch in nro. CiX f. 89 vb. Der letzte Satz weicht ziemlich von der Fassun.ij bei Pf. ab, ist da^^egen fast wörtlich ZfdA. VIII nro. IX. 2. 254,8J -r 5 Z. -r Pf. III. 30. 606,5 - 9 [== in nro. CIX f. 89 vb] T 3V2 Z. [= in nro. CIX f. 89 vb an das Vorige an- schließend] - 88 7-2 Z. -r 15 Z. [- in nro. XXIV. f. 20 va = in nro. XXXV f. 39 rb = in nro. CIX f. 89 va. Die letzten 10 Z. auch in nro. XIX f. 12ra - rb] + I8V2 Z. [= in nro. XXXV f. 39 ra - rb. Die ersten 6 Z. auch in nro. XXXI f. 32 rb] 4^ 8 Z. [= in nro. XXXV f. 39 ra; das ein- leit. Dion. Zit. auch in nro. XXIV f. 20 vb und fragment. in nro. XIX f. 12 rb sowie in unserem Trakt, weiter unten f. 72 vb] + 13 Z. [=- etwas gekürzt in nro. CVI f.84rb - va] + 2 Z. [= das oben erwähnte Dion. Zit. s. dort] -r 3 Z. [= in nro. XXXIII f. 35ra-in nro. XXXV f. 38 rb] + Jostes nro. 04. 62,16-18 [^ in nro. XXXV f. 38vb 39ra]4-43 Z.

XC. (f. 73va)=Pf. IV. 11%

XCI. (f. 73 va - vb) = Pf. IV 243) + 6 Z. + pj jy 82 %

XCII. (f. 73 vb - 74 ra) - Pf. IV. 107.

XCIII. (f. 74 ra - 75ra): Nv nemt ahte, weliche girde vnd wiliche lüte vnzer herren lichamen svlent enphahen? . . . . [dreierlei Leute] .... den solte man niht versagen.

^) Hs.: Einsiedeln 278.

'-) Hss.: Berlin 65 f. 85r— 86r; Bedin 191 f. I73v bis 174r; Einsiedeln 278. Beschließt hier die Fragmentenfolge IV, 6—17 (p. 153 160).

3) Hss : Berlin 8 « 65 f. 87 v; Berlin 191 (in der Frage folge IV 23-25: f. 193 v- 194 r); St. Gallen 972a p. 6.

^) Hss.: Berlin 65 f. 98r; Berlin 4M91 (in der Frage- folge IV 55, 56, 82, 83: f. 190v— 191r); St. Gallen 972a p. 57.

73

XCIV. (f. 75ra va) =- Jostes nro. 45. 48,3 (Anf.) - 15 [Jostes S. 48,8 - 15 = Pf. IV 149 ' )j -f- Pf. IV 150 -) - S. 679,8.

XCV. (f. 75 va - vb) = Pf. IV 150 S. 679,8 - 10 -f Pf. IV 151 •').

XCYI. (f. 75 vb - 7G rb) - Pf IV 152 ♦).

XCVII. (f. 76 rb - va) = Pf. IV 153 ^^j - 154 «).

XCYI II. (f. 76va- vb) = Pf. XXI. 88,30 -- 89,2 [stark umgear- beitet und erweitert] i i b i d. S. 89,32 35 [mit zieml. Abweich, im Einz.] 1 ibid. 89,11 15.

XCIX. (f. 76 vb - 77 rb) = Pf.XXI. 89,3- 11 f ibid. 26-27 ibid. 22 - 25 + Pf. II VI. 467,13 - 15 -f Pf. XCVIU'j 317,14 - 15 f- Pf. C. 321,38 - 322,3 Pf. XCVIII. 317.10 - 12 + Pf. XXI. 90,5 - 8 [-in nro. XIX f. 12 va] -f 2 Z.

C. (f. 77 rb - vb) = Pf. II XI. 3. 515,5 - 11 [= in nro. CXI. f. 91 raj - Pf. XXI. 89,16 - 23 + Wackernagel, altd. Pred. 165,61 67 (aus der Stern g assenpre d. ., ein heilig sprichet etc.") [^ nicht in Frageform eingeleitet in nro. XXV. f. 23 vb] + ßK'o Z. + Pf- XXIIl. 95,20 - 24.

CI. (f. 77vb-78ra) = Pf. IV. 2.^) - S. 631,17.

^) Hss. : Einsiedeln 277 in der Fragenfolge 147 154 (f.210v 2r2v; Melk 615 in -J*^ in dem M. E zugeschriebenen Trakt. XIX f. 85r— 86v, diesen einleitend. Es folgen dann Pf. IV 150. 678 Anf. -679,6 -r IV 151+ IV 152 + IV 153 (das meiste von Pf. im Einz. zieml. abweich, s. PBB. 321).

-) Hss.: Melk 615 in 2'*s. o.; Einsiedeln 277 s o.

•^) Hss.: Melk 615 in 2°s. o. ; Einsiedeln 277 s. o.

•^) Hss.: Melk 615 in 2°s. o. ; Einsiedeln 277 s. o.

^) Hss.: Melk 615 in 2*^ s. o. ; Einsiedeln 277 s. o.

^) Hss.: Melk 615 in 2°s. o.; Einsiedeln 277 s. o.

^) Hss.: PBB. 337. Basel B IX 15 f. 254vb-255rb ent- hält nur folgende Fragmente: Pf. S. 314,32 34; 35-315,8; 9 12; 13- 15; Pf. 315,22—25 -f Pf. 316,35—317,7 [incl. Rück- verweis] bilden den Beginn eines kleinen Traktates in St. Gallen 972a p. 197—200 [ine: Sant augustinus lert von drier lay bekantniss ....], das weiterhin aus Stücken von Pf. XIX besteht.

'^) Hss.: cgm. 133 f. 8v; Berlin 12 f. 28r-v; Basel B XI 10 f. 213r; St. Gallen 972 a p. 178—180; Straßburg L. germ. 662 als Schluß einer Stückfolge aus Pf. IV (f. 279v— 287v); Nürnberg Cent. VI 46 h f. 140 r—v.

74

CIL (f. 78 ra) Pf. IV. 2. 631,17 - Schluß.

cm. (f. 78ra-va)-Pf. IV. 42"). [Z. 25-20 fehlt. Die DialoKeinkleiduni,^ ist fortgefallen] i Pf. IX.-j 53,14 - 22 jAbvv. im Kleinen] + 2 Z.

CIV. (f. 78va-79rb)- Pf. IX. 52,18 - 40 [unser Text stellen- weise etwas voller] + ibid. 58,23 36.

CV. (f. 79rb- 83rb): An den sunnendage vil fru koment die vrowen mit den salben, dv sv gemachet hattent 42 V2 Z. + Pf. XXXIV3) Anf. - 113,5 [die Anfangsworte etwas abweichend] + 3V2 Z. [darin enthalten Pf. S. 118,7] -^ ibid. Pf. 118,7 -9 + 12 V2Z.+ ibid. Pf. 118,9-119,24'+ ibid. Pf. 119,35 - 120,12 + 68 Z. [= in nro. CVII f. 86 rb - vb) + 29 Z. [=in nro. CVII f. 87 ra. - Die ersten 4 Z. auch in nro. XXXIV f. 37 ra. Ferner Z. 9 - 14 in nro. XXXXIII f. 46 rb (enthält einen Halbsatz aus ZfdA. Vdl III 1. s. 0. bei nro. XXXXIII; er steht auch in größerem Zu- sammenhang in nro. LXXX f. 64 ra - rb.) Schließlich die letzten 6 V2 2. wieder in . nro. XXXIV f. 37 ra auf das Obige folgend] + 6 Vo [= auch in nro. XXXIV f. 37 ra so- fort auf das Obige anschließend = in nro. CVII. f. 37 va - vb] + 1 74 Vo Z. LGang nach Emaus - der ungläubige Thomas - Christi Himmelfahrt - Ausbreitung des heiligen Geistes]. CVI. (f. 83rb-84va)=Pf.III. 3^)+ Pf.XLIV s). 150,4-10 + Pf. XXVI. 101,6 - 7 + 2 Z. [verwandte Stellen :; Jundt nro.

. , ')Hss^ Berlin 65 f. 90v~91r; Berlin 4 M91 (mit nach- folgendem Pf. IV 43 verbunden: f. 196r— v); cgm 365 f 194 r— v; St. Gallen 972a p. 17—19; Straßburg L. germ 662 I 265 r—v, ohne Trennung an Pf. XVII gefügt

2) Hss.: PPB. 336.

^) Hss.: PBB 334.

'^) Zu Pf. 598,9 10 siehe die verwandte Stelle in Pf XXXX 137 12—13 (- in Basel B XI 10 f. 314v in dem Trakt. ,von der wurkunge der sele). Pf. 598.15-20 = Pf. XXVI 100 18-23 '^. "''•• ^^^- ^^^- D'^ O'^^order Hs. enthält die Pred ! wie mir Herr Prof Strauch freundlichst mitteilt, nicht Pf XLIV enthält in Fragmenten Pf. III 26 (s Pahncke S. 3).

75

12 ^) S. 271,21 22; Tauler 1521 f. 189 rb Z. 12 - 13; Pf. XL 2) S. 137,9-10; Pf. LX VII. 2.'') 8.-215,17- 18; Pf. LXV-*) S. 205,3 und zahlreiche andere ähnliche] ' Pf.XLIV S. 151,11-19 ; ibid. 36 152,1 ; Pf. XXVI. 101,13-15 + Pf. XLVIIl, 100, 14—16 h 4 Z. r Pf. a. a. 0. 160,16 - 18 + ibid. 12 - 14 -t Pf. XXVIII''). 103,14 - 19. [Die ersten 3 V-, Z. als August. Zit. etwas abweichend in Herrn an V. Fritzla'rs Heiligenleben S. 14] -f Pf. IV.79'=) 650,33 - 36 + Pf. XXVI. 101,16- 21 +V2 Satz (iVoZO + Pf- XXXV. 121,7-8 [-in nro. Xllf. 7ra innro. XXXVII f. 40 vb in größerem Zusammenhang in nro. XXII f. 16rb|^ Greith 159,3 V. u. 2 V. u. + 11 V2 Z- [^ ^twas erweitert in nro. LXXXIXf.72va-vb]-!-8Z. [- innro.XXXIIIf.34ra-rb|.

CVII. (f. 84va— 87 vb):Manbeget hüte ein herlichezhogezide . . . 3 V2 Z. + Pf. IX. 47,9 - 25 + 48,4 - 32 -'r 10 ^., Z. (Maria Magdalena sweic vmb drie leige wise ....) + Pf. a. a. 0. 48,32 37 + ibid. 49,12 - 17 + 71 Z. 1- 20 Z. [ in nro. XXXXIV f. 47ra; über das darin enthaltene, häufige Pauluszit. s. d.] + 6 '/^Z. +41/., Z. [=^ in nro. XXXXIV f. 46vaJ+12V2Z. + 70 Z. [ in nro. CV. f. 8lra-8lva] + 26 Z. [- in nro. CV f. 8lva-vb. Die ersten 4 Z. auch in nro. XXXIV f. 37ra; Z. 8 - 13 auch in nro. XXXXlll f. 46 rb (enthält einen Halbsatz aus ZfdA. VIII III 1; s. bei nro. XXXXIII ; dieser auch in nro. LXXX f. 64 ra - rb). Die letzten bV. Z. auch in nro. XXXIV f. 37 ra an das Obige anschließend] + 62 Z. + 9 Z. [=- in nro. XXXIV f.

1) Gedruckt nach Straßburg L. germ. 662 f 234 r— 238 r. Auch in St. Gallen 972a p. 328—333.

-) Hss.: PBB. 330. 419. Auch in Berlin 4M 131 f. 59r— 62r.

^') Hss.: PBB. BP 9.

*) Hss.: PBB. 330.

») Hss.: PBB. 333.

") Hss.: Berlin 65 f. 97 r— 98 r; Berlin 4M91 f. 183r; St. Gallen 972a p. 49-52; cgm. 365 f 195v-196r; Stuttgart 13 in einer Quästionenfolge, die f. 13 v beginnt und 17 v endet.

76

37 ra an das Vorige unmittelbar anschließend -- in nro. CVf.SlvbJ + öV^Z. CVIII. (f. 87vb) - Jundt 3. 240,5 (des Stückes) - 7 [als Ueber-

schrift zum Folgenden]. CIX (f. 87 vb- 90ra) = 17 Z. [-^etwas breiter in nro.X.f.6rb-va. Das Stück enthält, leicht variiert, Pf. II XVII. 566,34-35; der erste Satz (die Ueberschrift von vier Worten ist lat.) ist wiederholt im gleichen Stück f. 88 va] + öOVa Z. [=in nro. XII f. 6vb - 7 ra; doch sind hier in der 7ten Z. 6 Z. eingeschoben, während ein kurzes Aug. Zit. in nro. XII hier fehlt. Das ganze Stück (mit Ausschluß der einge- schobenen 6 Z.) bildet den Anfang von nro. XXXVII f. 40 vT), wo auch das Aug. Zit. fehlt. Der erste Satz =- Taulers Predigten Basel J521 f. 316 rb Z. 10 11 [- Pf. LVII. 182,37 - 38]. Der erste Satz vor dem Einschub und der erste Satz nach dem Einschub ibid. Zeile 12-14. Der letzte Satz auch in nro. CVIf. 84rb - Pf. XXXV., 121,7 - 8 - auch in größerem Zusammenhang in nro. XXII f. 16 rb] 4- 2 Aug. Zit. (7 Z.) [-in nro. XXXVI f. 40va; das 2te Zit. - Jundt 16. 277,6 - 7] + Preger ZfhTh. 36 S. 512. Z. 9 v. u.- 4 v. u. [-- in nro. XXIII f. 18vb-19ra. Z. 7 v. u. - 4 v. u. auch in nro. XXXVII f. 41 rb; Z. 7 v. u. - 5 v. u. = Greith 147,3 - 5. Vgl. auch Pf. XIX. 82,32/33 sowie ibid. S.84,5 - 6 u.Z. 15 - 16] + 20 Z., die aus der Pred. „diliges dominum deum tuum etc." stammen [in Berlin 8" 12 auf f. 37 v] (zur Ueberlieferung der Pred. s. bei nro. XXXV). Das schließende Pauluszit. auch in nro. LXXX f. 62 vb - 63 ra. Ueber seine Verbreitung s. d.] + 14V2 2. [=in nro. XXVI f. 26 ra. - Die ersten 2 Z. = Pf. II XIII.* 522,14 - 15; die folgenden 6 Z. - Pf. IV 51. 646,20-23] + IV2 2. [= der erste deutsche Satz dieses Traktates, wie auch in nro. X] + 2 Z. + Pf. II XV. 540,11 - 12 =Pf. LXXVI 1. 241,26 - 27 [= in nro. XXXVII f. 41 ra und noch zweimal in unserem Trakt. (CIX) f. 88 vb und 89 ra (mit Ruckverweis)] -f Jostes nro. 31. 26,2 - 3 [= Pf. LXXXIV.

(

77

268,40 269,1 ^ in erweitertem Zusammenhan/? in nro. XXXXl f. 45 va. Verwandt ist Pf. XLVL') 157,1 -2) r Pf. XIX 82,86 [ in nro. XXiU l 19 ra) -^ ibid. 84,15-16 (verwandt ibid. S. 84,5-6) + Pf. II XI. 2. 509,4 - 12 [-- aucli in nro. XXIV f. 20vb - 21 ra] + llV., Z. [-in nro. XXXVII. f. 4lra-rb. Ein Satz daraus auch in St. Gallen 972a p.74 = in Berlin 4" 191 f. I96v. (Näfieres s. in nro. XXXVII S. 60 Anm. 3). Die letzten 5 Z. Pf. LXXVI. 1. 241,25-28. Die letzten 2 Z. noch zweimal in unserem Trakt. (CIX) auf. f. 88 va und in Rückverweis- form f. 89 ra. Sie stehen als Dion. Zit. auch in Pf. II XV. 540,11 - 12.] + Pf II XI. 3. 514,6-8 [- in nro. XVIII f. llrb-ll va(s. d.) = in nro. XXXVII f. 41ra-Greith. 189,27-30- in einem von mir in PBB Bd. XXXIV. 322,32 zerlegten Trakt, in Berl in 4M25 f. 117 v] + 6 Z. [auch in nro. XVIIl und XXXVII unmmittelbar folgend. Noch z. Teil mit Pf. ibid. Z. 9 übereinstimmend] f- Pf. II XV 540,11- 12f== Pf. LXXVI. 1.241,26-27. Noch zweimal (f. 88 va und f. 88 vb) in unserem Trakt, vorkommend. Ferner in nro. XXXVII f. 41 ra] + l Z. + Pf. XLI. 138,31- 33 [mit Rückverweis. Das Pauluszit. auch Pf. XIX. 84,5] + loV-jZ. [-in nro. XXIV f. 2 Iva -21 vb. Die ersten 6 Vo Z. auch in nro. LXXXIV f. 68 rb. (Das cinleit. Paulus- zit. Pf. III. 22. 603,37 38 steht auch teilweise in nro. XXIV f. 21 rb. Die letzten 2 Z. (auch ein Pauluszit.) = Pf. II X. 494,16-17). Die letzten 4 Z. stehen auch in nro. CXI f. 91 rb] + 5 Worte + 13V2 Z. [-^in nro. XXIII f. 1 9 ra. Das Aug. Zit. der letzten 7 V2 Z. = Pf . XIX 84 ,6 - 1 0 = auch in nro. XXV f. 23rb-va] + Aug. Zit. (5> .. Z.) [-in nro. LXXXI f. 66vb in nro. LXXXIV f. 68 rb] + Pf. XVII. 77,24 - 26 + Pf. II XI. 2. 505,35 - 506,1 [mit kleinen Kürzungen bes. Pf. 505,38/39. - Bis Pf. 505,39 auch in nro. XXIV f. 20 va. Pf. II. XI. 2. 505,35 - 39 ZfdA. VIII. nro. VIII. 250,18-24 ( in nro. CXX f. 95 rb);

1) Hss.: PBB 334.

78

Pf. 505,40-506,1 (=ibid. 510,15-17) in nro. XXIV f. 20 vb]; Pf. 11. XI. 2. 510,12-15 [erweitert in nro. III f. 40 ra - rb. Pf. S. 510,13 - 14 = verwandt mit Pf. LXXVIII. 252,22 - 23] + 15 Z. [- in nro. XXIV f. 20 va - vb - in nro. XXXV f. 39rb=- in nro. LXXXIX f. 72 rb. Die letzten 10 Z. auch in nro. XIX. f. 12ra-rb]^ Pf. IV. 103. 657,20-22 [bei Z. 21 sind hier 2 Z. eingeschoben; das Stück auch in nro. XXIV f. 20vb]+ 9 Z. + 14 Z. [= in nro. LXXXIX f. 71va; die ersten 9 Va Z. = Pf. III 30. 606,5- 9] + 4 Z. [= in nro. LXXXIX f. 71 rb == zieml. stark abweichend Pf. III 30. 606,10-12; der letzte Satz ist aber wörtlich ZfdA. VIII nro. IX. 2. 254,8] +* Preger ZfhTh. 36. 512 Z. 3 v. u. - 513,8 - 513,16 - 18 + Schluß- Sätzchen [Von * an auch in nro. XXIII f. I9rb = va]. CX. (f. 90ra-91ra): Ich en darf got niemer gebitten, daz er zu mir kome vnd mir iht gebe .... 9V2 Z. [Die ersten 2 Z. und die letzten \>i^Z. sind im gleichen Trakt, f. 90 va in direkter Folge wiederhojt. Vgl. dazu auch Stellen wie Pf.XP). 60, 16-19 = Jundt 7. 257,17 = 19 [Z. 16-17 + 18-19 fast ident. mit unserer Stelle] und weiter entfernte wie Pf. III 16. 601,28 - 29 und Preger II 437,16 f.] + 2V2 Z. [= verkürzt der erste Satz des Stückes =' etwa Pf. XI. 60,16 - 17] + 14 Z. [= in nro. XXXII f. 33 rb. Die ersten 6 Z. auch in nro. XXXI f. 31 ra (Anf. des Trakt.), die folgenden 2 im gleichen Stück f. 31 rb] + 2 Z. + 5 1/2 Z.' [= in nro. XXXIII f. 33 va; die letzten* 3 Z. (Aug. Zit.) = Pf. XXI. 89,35 - 36 ; sie stehen auch in nro. XIII f. 7 rb] + 3 Z. [= zur ersten Hälfte auch in nro. XXXXV hinter den folgenden 5 Z. f. 48 vb] + Pf. LI. 169,12 - 14 [= in nro XXXXV f. 48 vb]+ Pf. XVL 75,15-17 {= in nro. XXXXV f. 48 vb] + 1 Z. + 41/0 Z. [- verkürzt Z. 1-3+9-11 dieses Trakt. ; s. 0. auch über verwandte Stellen] + Jundt nro. 16. 277,3 - 4 + 11^ , Z. [= in nro. XXXII f. 33ra-rb] + 18 Z. [=in nro. XXXII f. 33rb. Die ersten 6V2 Z.

^) Hss. : PBB. 34.0.

79

= Pf. XXIII. 94,34-37; die letzten 4V2 Z. -- ibid. 94,37 - 39] + 6 Z. + Pf. II XI 3. 513,38 - 40 [513,38-39 auch in nro. XVII f. lOra und in nro. XVIII f. 11 rb] f 5 Worte [diese 5 und die vorausj^^ehenden 7 Worte ( Pf. 11X13. 513,40)= Jos tes 73. 75,2-4 in ^^rößerem Zusammenhang auch in nro. XVIII f. llrb] - Schluß- formel (41/2 Z.). CXI. (f. 91 ra— 92rb): Die gnade ist in den gründe der sele .... 10 ^'2 Z. [Zu dem ersten Satz vgl. verwandte Stellen wie Jostes 9 ') S. 5,22 - 23 u. Jostes nro. 27 -) 21,27] + Pf. II XI 3. 515,5 - 11 [==in nro. Cf. 77rb] rPf. LXXIX.

255.20 25 [=in nro. XXV f.23ra - rb] + 14 Z. [-- in nro. XXIV f. 21 va - vb. Der erste Satz in nro. CIX f. 88 ra] + llVo Z. [= in nro. XXIV f. 21 vb; die letzten 5 Z. auch in nro. XXXI f. 32 vb]-f 197., Z. [- in nro. III f. 2rb - 3va; die letzten 10 V2 Z. davon sind Pf. LXIV. 201,8 - 13] -r Pf. LXIV. 201,32 -34 + ibid. 36 37 [diese beiden Stücke auch in nro. III f. 3vb 4ra] + 10 Z. [auch in nro. III f. 4ra unmittelbar an das Vorige anschließend. Doch ist dort das schließende Meisterzitat (letzte 4 Z.) durch einen Einschub von Pf. LXIV. 201,37-202,6 sinnlos zer- rissen. Diese letzten 4 Z. auch in nro. XXXXIV f. 47 ra] + 41/2 Z. [- in nro. XXXII f. 33 rb] + 8 Z. -r 2 Beruh. Zit. (8Z.) [ in nro. 1 f. irb - vaj + 5 Z. + Pf. LI. 1 08,25 [= Pf. III 20.3) 603 1^ + 20 Z. + Bernh. Zit. {d Z.) [ in sehr stark abweidiender Form in ZfdA. XV nro. IX S.

392.21 ff.] + 9 Z. + Schlußformel (4 Z.) [= anklingend an die Schlußformel in nro. II. f. 3ra].

CXII. (f. 92rb-va): 3Vo Z. [ der Anfang von nro. LXXVIII f. 62 rb = ZfdA. VIII nro. V. 4. 2H2,4 - 6 und auch sonst

1) Weitere handschriftliche Ueberlieferung ist mir bisher nicht bekannt geworden.

■•^) Auch dieser Text ist mir sonst bisher nocii nicht begegnet.

•■') Hs.: Einsiedeln 278 p. 250. Der Spruch --Pf. LI. 168, 25—26 + 27—31. III. 20 mit Ausnahme des ersten Satzes = etwa III. 18,22—27.

80

häufiges ZU] + 11 Z. + 3 Z. [ in nro. XXVI f. 24 rb] + ZfdA. VIII nro. VIII. 243,2 v. u.- 244,1 [- in nro. XXXIII f. 33 va in größerem und in nro. XXXV f. 38 rb in nodi größerem Zusammenhang] r Schlußformel [6 Z.].

CXllI. (f. 92va- vb)- Pf. LXXi).

CXIY. (f. 92vb - 93va): Drü ding sol der Mensche an ime han/f. 93 ra/so er ignote diz brot nvzet .... 6OV2 Z. + 24V2 Z. [= 3 Sprüche, die in der, früher fälschlich einem Eberhard von Ebrach zugeschriebenen, weit- verbreiteten Spruchsammlung enthalten sind. Der erste Spruch (im Einz. etwas abweichend) =^ Heidelberg 418 nro. 4 f. 5r = Karlsruhe [St. Georgen] cod. pap, germ. LXXVIII nro. 4 f. 96r-cgm. 172 f. 3r = cgm. 116 f. 3 v-^ cgm. 411 f. 86 vb. Der zweite Spruch (ebenfalls im Einz. etwas abweichend) = Heidelberg 418 nro. 3 f. 5r und entsprech. in den anderen Hss. Der dritte Spruch ist sehr stark abweichend Heidelberg 418 nro. 5. f. 5r und entsprechend in den anderen Hss. Die letzten 9 Z. unseres Stüd^es stehen in dieser Form nicht mehr in der Spruchsammlung.

CXV. (f. 93 vb 94 ra): Diz sint fünf wort, die vnzer herren (!) kvnde eime guten menschen, do ez an siner' andaht waz ....[= Berlin 4" 191 f. 168v - 169 r = Berlin 8" 65 f. 47 r V (Y2 Sätzchen kürzer wie in den anderen Hss.) = Koblenz'^), Kaiserin-Augusta-Gymnasium nro. 43 p. 139 141 = Basel A IV 44 f. 180 = Frei- burg i. Br. 464 f. 207vb 208ra. [Das Stück ist nach dieser Hs. gedr. bei Wackernagel, altd. Pred. LH. HO und jetzt auch bei Rieder S. 340,8 ~ 341,2. Der Schluß ist hier wieder anders wie in den übrigen Hss. Außer- dem ist ein kleines Stüdi vorgeheftet, dessen Beginn ident. ist mit dem Beginn eines Bernhardzitates, das in

1) Bisher nur in diesem Text bekannt.

-) Die Koblenzer Hss. des Kaiserin-Augusta-Gymnasiums sind zurzeit, weiterer Bestimmung ungewiß, im Kgl. Archiv zu Koblenz deponiert.

81

Berlin 8^ 65 auf f. I6rf. steht. Das gleiche Zit., dem Salomon zu^^eschrieben, in Berlin 4^' 1*91 f. lG9v sowie in Basel A IX 2 f. 238 r. Außerdem ist dieser ein- leitende Spruch ohne Autornamen gedruckt in einem von Karl Bartsch publizierten Spruchkon/^lomerat (Germ. 18. 199,27 ff.) aus einer Papierhs. in seinem Besitz. Und schließlich bildet das Zit. auch die Einleituni,' zu einem kleinen Stück in St. Gallen 9G5 in 4" p. 481, das „von zerganglicher liebi" überschrieben ist].

CXVI. (f 94ra):Seneca sprichet, ez ist ein zeichen einez ver- dorben machen . . . [Dieses Senecazit. (4 Z.) =^ Greith 165,2 V. u. 166,2.] Es folgen dann 8 Zit. aus cant. cant. Im ganzen 167o Z.

CXVII. (f. 94 ra rb): Dv solt sehen, daz die (!) keine creature in dime sinne vsewendig noch innewendig rüwe .... I8Y2 Z. . . . daz wer vil besser dan mit vil mensdien gemeine.

CXYIII. (f. 94 rb va): Sanctus augustinus sprichet, daz wir in got springent, daz en mag man niht gedün mit einer begerunge . . . [Aug. : 8 Dinge rniisscii zcir luihcii, sollen wir in Gott springen] . . .

CXIX. (f. 94 va 95 ra): Ez sint drige himele: der erste himel daz ist die heilige cristenheit .... daz er bedarf vnd wie lange erz haben solle. Got gebe vnz sin gnade.

CXX. (f. 95rb— va)-ZfdA. Vlll. nro Vlll. 250,10—18 [mit starken Abweidiungen im Einz] +2472 Z. + Pf. XXVI. 100,19 21 [vgl auch Tauler (Verneuhodideutsdiung Frankfurt 1826). S. 93,32—34.]

CXXI. (f. 95 va 99 ra): Nv han ich vil gcsprodien. wie nuzze si gan in got . . .

Dieser Traktat hebt sich nidit nur durdi seine Länge, sondern vor allem auch dadurdi von den anderen ab, daß er weniger ein kunstvolles Arrangement von Lese-

G

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fruchten zu sein scheint, als eine einheitlidie geschlossene Arbeit. Hine Ausnahme macht nur etwa das letzte Fünftel des Stückes, das eine Autoritätenfolge enthält, aus der sich auch mindestens 34^/o Z. in einer mit anderem Eingang versehenen Zitatenreihe in Berlin 8^' 65 auf f. 19r— v^) erhalten haben. 13 Z. davon bilden aucii nro. LVII f. 55 rb— va unserer Hs. Wiederum die ersten 0 Z. davon sind nro. L f. 52 va, und ein Beruh. Zit. daraus findet sidi audi bei Greith. 187,5— 7=- der erste Sprudi eines Spruchfolgetraktates in Berlin, cod. germ. 8" 58 f. llr. Ein anderer, in Berlin dem hl. Augustin zu- geschriebener, Spruch auch in cgm. 365 in einer Sprudi- folge f. 189 r.-) Die ersten ^jr, unseres Textes zeigen eine ziemlich straffe Disposition. Der Verfasser spridit sich wiederholt darüber aus, was er schon geschrieben (nicht gesprochen!) hat oder was er nicht schreiben will. Zum erstenmal taucht ejne lokale Färbung auf, indem ein Ausspruch des „heiligen priol selge von fri- borg" zitiert wird. CXXII. (f. 99 ra va): In corruptio proximum facit esse deo . . . Mit Ausnahme dieser lat. Ueberschrift is^ das Stüdc gleidi den ersten zwei Dritteln von nro. XXXXiX f. 51 vb— 52 rb. [Näheres s. d. S. 64.]

CXXIII. (f. 99va— lOOra): Vil lieber Mensche, nim dich an mit grozem flize . . . [Enthält die 10 Gebote. Auch auf die 7 Gaben des hl. Geistes, die in dem nächsten Stüdt folgen, wird schon verwiesen.]

CXXIV. (f. lOOra— va): Hie vahet ane die .VII. gaben dez heiigen geistez. [rot.]

Auf f. 100 va nur 7 Z. Text. Es folgen dann 2 Zeilen

Geheimschrift. Im Uebrigen ist f. lOOv unbeschrieben.

^) Das betr. Stück beginnt dort f. 18.v: Vf daz wort der minnenden sele: Ich slaffe, min herze das wachet . . .

-) Sie beginnt f. 189 r trennungslos an Pf. III. 66 geklebt: Sand Augustin spricht: Sünder, alz oft du dy sünde tust . . . .

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CXXV. (f. lOlra— 104ra) = Pf. VIII. 42,19 (= An!.) 44,S + 44,9—31 h 44,31—45,17 + 45,18—37. + 45,37—46,21 + 46,22 Schluß [Die einzelnen Teile haben ei^^ene kleine rote Initialen. Der Text schließt an Pf. an.]

CXXVI. (f. 104 ra— 104vb) = Jundt nro. 15.') 275 f. = Jostes nro. 34.2) 29,13 ff. Unser Text schließt sich en,i{ an Jundt an. Der bei Jostes ist eine verstümmelnde Verarbeitung. Der Rest (= ca. 7;:) von f. 104 vb ist leer.

CXXVII. (f. 105 ra— 109 vb): Ez ist vil gezwifelet, wer alremeist ein anevan^c; were der einsidelin leben .... ^-- Aus- züge aus dem Altväterleben, die f. 106 vb fragmen- tarisdi abbrechen.

CXXVIll. Auf nachträglich eingeheftetem Doppelbl. in großer, schwerer Schrift (auf f. 110 r— 111 r) Pf. II XIP^) (ohne die Glosse). Trotz mancher Verstümmelung steht die Fassung der urspr. Reimvorlage näher als die bes. ver- derbte bei Pf.

f. 111 v: leer außer ein paar Zeilen des Schreibers der Geheimschrift, die vielleicht den Sclilüssel zur Entzifferung bilden sollen (?) [ansclieinend: in cervaua dummine securus laud(.) boni / triulationem libera meme.] Das Wort triulia beendete auch die Zeichenschrift auf f. 100 va. Eine Lösung ist mir nicht gelungen.

^) Gedruckt nach Straßburg L. germ. 662 f. 183 v— 184 v. Das Stück = Jostes nro. 34. 29,13 30,2 mit sehr beträchtlichen Variationen im Einz.

2) Jostes nro. 34 S. 28 Anf. 29,10 -^ Pf. LV 178,31 179,9 [das gleiche Stück in Stuttgart cod. theol. et philos. in folio 155 f. 296 rb— vb, wo ebenfalls Pf. II IV unmittelbar folgt.]

^) Hss : PBB 391 f. Dazu kommt Nürnberg HBl Ascet. 6, das aber nur die Glosse auf f. 83 v S7r enthält. Auf die ursprüngliche Versform machte zuerst aufmerksam den Hinweis verdanke ich Herrn Prof. Strauchs steter Hilfsbereitschaft Fr. Kern, Joh. Schefflers Cherub. Wandersmann. 1866. S. 131 bis 133.

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Die Konglomeratlraktate in Handschriften des „großen" und „kleinen Tauler".

Dem vorangehenden Beispiel einer raffiniert -gesdiidtten mosaikmäßigen Traklatbildung seien noch ein paar Proben mehr unbekümmert kompilierender Arbeitsweise angereiht. Idi wähle dazu einige Stüd<e aus 2 Handschriften der Münchener Staatsbibliothek, dem cgm. 627 und dem cgm. 214, die für die Ueberlieferung der Taulerpredigten zu Mitte des 15. Jhs. ein allgemeineres Interesse beansprudien dürfen. Es sind zwei, an Umfang verschiedene und sich einander er- gänzende, Auswahlen aus Predigten Taulers, die mit einigen anderen, meist anonymen und zum Teil sich als Kompilations- gebilde erweisenden Traktaten verbunden s.ind, und von denen der umfangreichere cgm. 62 7 den sogenannten „großen", der cgm. 214 den „kleinen T,auler" darstellt. Diese etwas summarisdie Bezeichnung wird umso verständlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, daß der Name „der Tauler" sich zu jener Zeit schon zu einer Art Gattungsbegriff entwickelt hatte, so daß er selbst mystisdien Predigt- und Erbauungsbüdiern den Titel geben konnte, die wesentlich Stüd<e anderer Autoren enthielten, 1) also ähnlidi wie es in umfassenderer Weise später in unserer Zauber- und Geheimmittelliteratur dem Namen des

') Die Hs. L. germ. 662 der Straßburger Landesbibl. wird auf dem Einband als „der hohe Tauler" bezeichnet (vgl. PBB 346 post med.), obwohl sie überhaupt keine Tauleriana enthält. Die Hs. der Karlsruher Landesbibl. St. Georgen cod pap. germ. LXXX, die gleichfalls auf dem Einband den Vermerk führt ,jch wirtt genannt der klaine thaülerüs . . . ." enthält bis f. 47 v das Meisterbuch, bis f. 49 v Spruchsammlungen und ein Gebet und f. 50 r 58 V die Legende vom Kaufmann Christus mit den 7 Laden (vgl. Denifle, Taulers Bekehrung in den Quellen und Forschungen zur Sprach- und Kulturgeschichte' XXXVI [Straßburg 1879] S. 109 Anm. 1. Ich halte 16.63 nicht für eine Jahreszahl. Die Schrift scheint mir bedeutend älter.)

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Albertus Magnus erging.^) Beide Hss. sind für das 1806 säkularisierte Augustinerchorherrnstift St. Johannes Baptista zu Rebdorf geschrieben und zwar anscheinend von einer Hand, der des sich zu Ende des cgm 627 (f. 333 va s. u.) nennenden Konrad Welker von Hichstätt, der sonst nicht bekannt ist, und von dem auch die einschlägigen Bestände im Reidisarchiv in München und im Kreisarchiv in Nürnberg nichts zu vermelden wissen.'-) Zugleicti erfahren wir aus diesem Schreibervermerk, daß der cgm. 627 am 24. Juli 1458 vollendet und für den Prior Johannes geschrieben wurde. Diesem Johann Herden, magister artium, einem gebürtigen Franken und Mann von ebenso großer Tatkraft wie Gelehrsamkeit war erst wenige Wochen vorher am 19. Juni 1458 von dem Eichstätter Bischof Johann III. von Eich (1445—1464) die Vor- standschaft des Rebdorfer Konventes anvertraut worden, die er dann 25 Jahre inne hatte, bis er 14 83 der Pest erlag.'') Johann von Eich, der rüdisichtslose und unermüdliche Refor- mator, hatte ihn zur Reform des Rebdorfer Konventes aus dem unweit Worms gelegenen Stift Kirschgarten berufen, das der lebensernste und wissenschaftlich fruchtbare Geist der Windes- heimer Kongregation durdi waltete^) und das der Eichstätter

^) Auch hier trat schon früh der Albertus Parvus neben den Albertus Magnus. In späteren Jahrhunderten mehren sich dann die Alberti: es gibt einen mährischen Alb. Magn., einen weib- lichen usw. Die Predigtlit. des 16. Jhs. kennt den Peregrinus Parvus neben dem Peregrinus Magnus. In der didakt. Lit. kommt ein , kleiner Renner" vor (Bamberg Ed. VIII 18 f. 35 r 51 v [15./16. Jh.]).

2) Auch der cgm. 500 zeigt die gleiche Schreiberhand.

3) Vgl. Bucelini Germania Sacra 1662 Pars II S. 262 Sp. 2. '^) Die Canonici Reguläres S. Augustini waren dort selbst erst

seit 1443 von dem Wormser Bischof Friedrich von Donneck ein- gesetzt worden, nachdem die Klosterzucht der früher Kirschgarten bewohnenden Cistercienserinnen sich empfindlich gelockert hatte. Man hatte die Augustinerchorherrn dem Kloster Bödecken (in der Paderborner Diözese) entnommen, das seit 1430 der Windesheimer Kongregation angehörte. Vgl. Schannat, Historia Episcopatus Wormatiensis. Tom. I. 1734 S. 151 f. 169 f.

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Bischof auf einer Reise kennen und schätzen gelernt hatte.^j Johann von Eichs Bestreben, seine Diözese zu einem Brenn- punkt geistigen und literarischen Lebens zu gestalten er umgab sich deshalb mit einem Kreis bedeutender Gelehrter, wie Albrecht von Eyb und anderen^) und wendete der Her- stellung und Abschrift von Handsdhriften seine besondere Sorgfalt zu •'') trug auch in Rebdorf seine Früchte und ließ, getreu den Windesheimer Traditionen,-^) schnell ein reiches wissensdiaftlidies Leben aufblühen. Man begann nun in größerem Umfang damit, eine deutsche, meist Mysüca um- fassende, Bibliothek anzulegen, die besonders für den Gebraudi der Laienbrüder bestimmt war, und zwar sdion bevor nach mannigfachen Sdiwierigkeiten die Rebdorfer Reformation ihren äußeren Abschluß gefunden hatte. Denn Jakob Künlein, der letzte Probst des Klosters, stand persönlich längst auf Seiten des Bisdiofs, ehe er vor Johann Herden zurüdttrat, der nun nach Windesheimer Satzung nur den Priortitel führte.") Zwar wäre eine

^) Vgl. Andreas Strauß, Viri scriptis ac pietate insignes, quos Eichstadium vel genuit vel aluit. Eichstadii 1799 S. 208. Fr. K. G. Hirsching, Denkwürdigkeiten für die Länder- und Völkerkunde. Teil l. Leipzig 1792 S. 272—322: Histor.-topogr - diplom. Nachrichten von dem Kollegiatstift der regulierten Chor- herren des hl. Aug. zu Rebdorf bey Eichstätt. JG. Suttner im Pastoral-Blatt des Bisthums Eichstätt 1854 p. 160. Schannat a. a. O. S. 152 berichtet, daß auch Birkenburg [= ?] in der Eich- stätter Diözese von Kirschgarten aus reformiert wurde, ebenso wie Sindelfingen bei Böblingen.

-) Ueber Johann III. von Eich Reformationsbestrebungen auf sittlichem und wissenschaftlichem Gebiet s. Julius Sax, Geschichte des Hochstifts und der Stadt Eichstätt. Nürnberg 1857 S. 152 166. Auch J. Schlecht im Sammelblatt des hist. Vereins Eichstätt VII .1893 S. 69 f. und F. X. Buchner, Neue Aktenstücke zur Reform- tätigkeit des Bischofs Johannes III. von Eich im Pastoral-Blatt des Bistums Eichstätt 1909 nro. 1 1 ff. 1910 nro. 1 ff .

3) Sax a. O. O. S. 156 gibt Beispiele.

■*) Zur Hss.-Herstellung in Windesheim vgl. Wetzer und Weite, Kirchenlexikon 2 XII Sp. 1688f., Herzog- Hauck , Realencyklop.^ XXI 367 f.

^) Vgl. stets Hirsching a. a. O.

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eigene Untersuchung nötig, um einen völligen Ueberblick über die deutschen Hss. zu bekommen, die sich- Rebdorf zu jener Zeit zulegte. Denn die Rebdorfer Hss.-Bestände, die den 30 jährigen Krieg unversehrt überstanden und trotz späterer empfindlicher Verluste an die Schönbornsche Bibliothek in Gaybach 1790 noch 789 nrr. zählten,^) wurden durch den Raub des französischen Generals Joba vom 17. Juli 1800 zersprengt.'^)

'') Vgl. Andreas Strauß, Monumenta typographica, quae exstant in bibliotheca collegii can reg. in Rebdorf. Eichstadii 1787 S. 5 f. F K G Hirsching, Versuch einer Beschreibung sehenswürdiger Bibliotheken Teuschlands. Bd. I S. 131 f. Bd. 111 S. 473-567, bes 477 Leidinger im Neuen Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde XXXIII (1907) S. 191. -- Jos. Deutsch, Kilian Leib in den Reformationsgeschichtlichen Studien und Texten, Heft 15/16 S. 5.

2) Vgl. Rousset, die Plünderung der Bibliothek des Klosters Rebdorf im Pastoral-Blatt des Bistums Eichstätt 1866, S. 107 f., UOf Eine Reihe meist lat. Hss. besitzt heute die Eichstatter Staatsbibl , einiges die dortige Seminarbibl. Was von den lat Texten in die Münchener Staatsbibl. kam, ist als codd. lat. 15121—15241 aufgestellt. Dazu seit 1907 3 Neuerwerbungen: dm 15101, 15102, 15190. Zum clm. 15101 vgl. Leidinger a a O S 191 196. Von den ins Ausland gegangenen Reb- dorfer Hss. -Beständen darunter besonders die älteren Perg. Codd besitzt das meiste die Bibliotheque Nationale. Ueber sie berichtete der Eichstatter Bibliothekar Dr. Weiß am 5. Okt. 1910 auf der Metzer Tagung der Görresgesellschaft. Zu einem schon von Hirsching a. a. O. S. 479 ff. beschriebenen. Legendär aus Rebdorf in der Bibl. Nat. vgl. Monumenta üermaniae Historica. ScriptoresIV ed. Pertz (Hannoverae 1841) Addenda S. 887; Aloys Schulte, die sog. Chronik des Heinrich von Rebdorf Münster 1879, S. 11-17; Steichele, das Bisturn Augsburg IV, S. 580-582; Leidinger a. a O. S. 193. Die G^y^^^'^^ "//^ kamen in die gräflich Schönbornsche Bibl >"^P«'""^^;t f ^" (vgl. auch J. Deutsch a. a. O. S. 5). Zu 4 Rebdorfer Hss. in Berlin (3 aus dem Vermächtnis Savignys und 1 aus der Philipps- sammlung) siehe Jacobs im Zentralblatt für Bibliothekswesen XXVIIl 1911 S 30. Vereinzeltes auch in Augsburg, Wurzburg und Dresden', desgl. in franz. und engl. Privatbibl und engl und deutschen Antiquariatskatalogen (bes. aus der Sammlung Philipps).

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Düdi ji;ibt selbst ein flüditiger Umblick in den heute der Miinchener Staatsbibliothek j^ehörii^jen Rebdorfer deutschen Cudd. weni^fstens eine Anscliauung von der Vielseitij^keit in der Produktion soldier Büdier aus jener Zeit, die, soweit sie der Laienbrüderbibliothek angehörten, eine eigene Bibliotheks- signatur in Gestalt eines Buchstabens auf einem viereckigen Pergamentblättchen besaßen, das auf dem Einbanddedtel auf- geklebt war.') Diese numerisch also auf etwa 2 Dutzend be- schränkte Kollektion erhielt ihren Grundstodi durch die Anlage einer Reihe umfangreicher Foliobände, die den ersten Bedarf an Hand- und Nadischlagebüdiern für Predigt und Lektüre decken mußten. Zwar sind von ihnen nur 4 ausdrüdilich datiert: cgm. 2 15 von 145 7, cgm. 62 7 von 1458, cgm. 509 von 1461-) und cgm. 515 von 1467; dodi gehören auch die codd. germ. 214, 2 17, 2 22 und 0 33 der gleichen Periode an. Die nahe innere Zusammengehörigkeit der codd. 214, 62 7, 215 ergeben die folgenden Ausführungen; daß die codd, 214, 62 7 und 509 von einem Schreiber angefertigt sind, wurde sdion oben erwähnt, audi die Paginierung der codd. 2 22 (zu ihm vgl. Kap. II) und 2 1 5 ist ersichtlidi von der gleichen Hand, und die Einbände der codd. 2 17, 509 und 627 sind außerordentlidi ähnlidi.-^) Die codd. 515 und 633 geben die

^) Der Buchstabe ist meist auf dem Seitenschnitt" wieder- holt. Im cgm. 627 ist er hier nicht mehr lesbar und der Zettel auf dem Einband ist, wie auch bei den codd. germ. 217, 454, 455 und Eichstätt, kgl. Bibl. hs. 349, abgerissen. Im übrigen A -- cgm. 482, C = 222, D = 633, E = Eichstätt, kgl. Bibl. 349, G = cgm. 214, H = 509, J = 744, 0 = 215, P(?) = 217, R = 515, Y = 452.

2) ^ nach Schmellers Hss.-Katal. V S. 84 größtenteils Abschrift des cgm. 519 (vom Jahre 1454 aus St. Ulrich und Afra in Augsburg).

^) Ebenso der des cgm. 222, bei dem nur Riliung und Pressung fehlt. Auch die Metallschließen zeigen gleiche Muster: cgm. 215 wie 627; 217 wie 222. Rebdorf hatte wohl schon seit der Reformation eine eigene Buchbinderei, die nicht nur für das Kloster allein arbeitete. (Vgl. Monatsschrift für Buchbinderei II, 1891 S. 7 9, wo der Einband einer 1476 gebundenen, 1477 dem Kloster von Bartolomäus Mulich, Pleban in Obereichstätt geschenkten Hs. reproduziert ist.)

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/gleiche P^edigtsammlun<:,^'j Alle diese 8 Foliobände enthalten Predigten und Traktate zumeist mystischer-Autoren (Marquart von Lindau, Johannes Nider, Seuse, Tauler usw.), von denen Tauler besonders sepHe^t erscheint. Neben diesen Foliohss.

^j Diese sehr beliebte Predigtsammlung de tempore bestand wohl aus 57 nrr., wenn man die Hss. der Münchener Staats- bibliothek, die sie mehr oder minder enthalten, vergleicht (cgm. 9, 301, 305, 515, 528, 632, 633, 747) Doch hat fast jede dieser Hss. + und = Stücke. Die älteste von ihnen, der Perg.-Cod. germ. 9 des 14. Jhs. aus dem Münchener Carmeliter-Kloster beginnt fragm. beim 15. Stück. Der cgm. 301, unbek. Herkunft, aus der 2. Hälfte des 15. Jhs., bei dem 2 Predd. auf Karfreitag und Ostern vorgeheftet sind und die von Dr. J. Hartlieb verdeutschte Brandanlegende nachgeheftet, läßt nrr. 56 und 57 aus. Der cgm. 305, der 1438 geschrieben und 1469 von Jakob Püterich von Reicherzhausen dem Pütricher Seelhaus ausdrücklich als unver- äußerliches Andenken vermacht ist, enthält alle 57 nrr. Der cgm. 515, dem nach ein paar leeren Bll. noch des Magisters Jordan von Quedlinburg Passion Christi in 65 Artikeln angehängt ist, stellt um: nrr. 52, 54, 55, 53, 56, 57. Der cgm. 633 beginnt mit dem 16. Stück, läßt das 50. aus, schiebt hinter das 52 eine neue Pred. eiu und läßt erst dann die nrr. 1 15 folgen, wobei 15. fragment. abbricht. Der cgm. 528 aus St. Ulrich und Afra in Augsburg, dessen erster Teil (Psalmen Davids, lat. { dtsch ) 1434 von Bruder Thomas Gertzner, Novizen des Klosters, geschrieben ist (eine andere 1434 von ihm vollendete Hs. nennt ihn Thomas Gretzner; s. G. C. Mezger, Gesch. der Kreis- und Stadt- Bibliothek in Augsburg 1842 S. 77 nro. LXXXIX), und der auf f. 114r 203 r unsere Predd. enthält, läßt 51 sowie 55—57 aus, schiebt hinter 52 zwei neue Predd. ein und gibt von 53 und 54 nur die Anfangszeilen für späteren völligen Nachtrag. Der cgm. 632, unbek. Prov., aus der 2. Hälfte des 15, Jhs. enthält auf f. 67ra- 76va unsere nrr. 39, 56, 40, 41, 7, 11 (fragm. ab- brechend) -h 2 Predd. + 17, 57 + 1 Pred. + 35, 36, 37, 20. Der cgm. 747, 1472 von Egidius Wagenman geschrieben und möglicherweise auch aus St. Ulrich und Afra in Augsburg, enthält (abgesehen von einer kleinen Formelsammlung von Brieftiteln zu Ende der Hs.) unsere Predd. außer 10, 14— 16, 56 - 57. Die letzten Stücke in Umstellung: 35, 51, 52, 54, 53, 36—50. 55. Die i'redd. in den verschiedenen Hss. mit mannigfachen Abweichungen: im cgm. 632 besonders flüchtig und gekürzt, im cgm. 528 mit

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und Vereinzeltem in Quart ^) schrieb man auch eine Reihe „^geistlicher Handbüchlein"-) in Oktavformat zur andächti^^en Lektüre, die Zusammenstellungen kleinerer Texte enthielten mit vorwiegend mystischem liinschlag, wie sie besonders in Frauenklöstern jener Zeit noch sehr beliebt waren. Von dieser Serie entstand der cgm. 458 im vorletzten Prioratsjahr des Johann Herden (1482),'^) während die andern Bände (codd. germ. 4 4 7, 4 52, 4 5 4, 45 5, 4 82) nicht genauer datiert sind. Alle Foliohss. außer dem cgm. 62 7, in dem das erste Blatt ausgeschnitten ist, der Quartband 349 der Eichstätter kgl. Bibl. und von den Oktavhss. die codd. 452 und 454^) tragen den Eigentumsvermerk des 15. Jhs.: Das puch gehört den laien brudern zu rebdorff in das gemein. Daneben sind die codd. germ. 214, 217, 222, 45 2, 454, 515 und

starken lateinischen Affektionen. Die Pred. -Sammlung de tempore ergänzt eine solche de sanctis. Cgm. 9 enthält von ihr noch 26 nrr., die f. 232 vb fragm. abbrechen. 3 im 15. Jh. ein- geschriebene Stücke zu Ende der Hs. haben nichts mehr mit ihr zu tun. Die Sammlung steht vollständiger im cgm. 306, der von der gleichen Hand wie der cgm. 305 von Püterich unter gleichen Bedingungen dem Seelhaus hinterlassen wurde. Cgm. 305 schiebt eine Pred. hinter nro. 2 des cgm. 9 ein, läßt nro. 22 aus und gibt im ganzen 55 Predd. Cgm. 747 in 4", alle anderen Hss. in 2^.

^) So der Sammelband cgm. 744 und die Pred. -Sammlung in der Hs. 349 der kgl. Bibl. in Eichstätt.

'^) Ein auf dem Hs. -Rücken aufgeklebter Zettel trägt den Vermerk „Geistliches Hand-Buch" bei den codd. germ. 447, 458, 836, 837, 4575 und hat sich in Resten auch noch erhalten auf den codd 454, 455. Diese Etiketten sind charakteristisch für die Mehrzahl der Rebdorfer Hss. und erscheinen von der gleichen Hand wie der 1703 geschriebene Nachtrag zum alten Rebdorfer Hss. -Katalog (Hs. nro. 116 der Eichstätter Seminarbibl.) und wie das undatierte Gratulationsschreiben des cand. Johannes Petrus Franz, Logices studiosus an seinen Rebdorfer Prior im clm 1685 (-= cbm 685).

^) Vgl. zu der in ihm enthaltenen deutschen visio Tundali Otto Maußer in der Walhalla Jg. VI Leipzig 1910. S. 201 f.

*) Beim cgm. 455 ist das erste Drittel der Hs. ausgerissen.

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Eichstätt 349 nochmals durch ein großes Rebdorff gezeichnet, das für die codd. 447, 4 5 5, 4 58, 48 2 dfe einzige Signatur ist und auch auf dem Einband der Hs. 116 des Eichstätter Priesterseminars steht ^j Die gleichfalls als „Geistliches Hand- Buch" von Joh. Petr. Franz bezeichneten cgm. 830, 837 und cgm. 4575 sind ohne Provenienzvermerk.-) Nicht zu dem Bestand unserer Laienbrüderbibliothek gehörig^) scheinen die 2 Bände eines 3 teiligen deutschen Martyrologiums und Legen- dars auf das ganze Jahr (der mittlere Band fehlt) im cgm. 5 35 und 537^.) Von all diesen Codd. interessieren uns zunächst

1) Daneben kommen in einzelnen dieser Hss. noch einige andere Vermerke vor. Cgm. 214: q Codex iste est monasterij sancti Johannis baptiste in rebdorff; cgm 215: über canonicorum regularium monasterij sancti iohannis baptiste in rebderb eistetensis dioceß; cgm. 509: Dicz buch ist des closters zu Rebdorff in Eystete'r bysßtüm Santus Johannes papptyssten. Ein Eintrag im cgm. G33 erweist ihn als ein Geschenk der , alten schneydenn, die ein pfrondnerin ist gewesen pey disem closter" ,vnd gehört in das gemain allen prüderen."

2) Auf dem cgm. 836 steht von J. P. Franz Man.: Scrip.: 1453, auf dem cgm. 837 Man.: Scrip.: 1450. Diese Zahlen müssen eine Bibliothekszählung darstellen, da der cgm. 836 undatiert ist der cgm. 837 nach seinem Inhalt mindestens teilweise schon dem 16 Jh. angehört (1517). Der unten erwähnte cgm. 535 ist als Man.: Scrip.: 1457, der cgm. 4575 als Manu -Scrip. 1456 gezeichnet. Letzterer in einem Einband von 1595 und mit einem Benediktbeurener ex-libris.

'^) Die den Laienbrüdern gehörigen deutschen Hss. scheinen nicht in den zu Beginn des 16. Jhs. entstandenen Rebdorfer Hss -Kat. aufgenommenen worden zu sein (vgl. Gottlieb, Ueber Mittelaltediche Bibliotheken, Leipzig 1890, S. 66). Ein dort (Hs 116 des Eichstätter Priesterseminars f. 47 v) erwähnter Jo- hannes tauler ord" predicatorum / Sermones in materna lingua P 30" paßt in der Signatur weder auf cgm. 627 noch 214.

*) Auch die cgm. 535 und 537 sind wie auch der cgm. 619 sind von J P. Franz ettikettiert. Nicht mehr unserer Periode gehören an der cgm. 6551, eine Streitschrift Kilian Leibs, die von Neuburg a. d. Donau nach München kam (vgl. J. Deutsch a a O. S. 66 Anm. 5). Der cgm. 798 aus dem lo. Jh., der eine Verdeutschung eines Teils der Vita Christi des Ludolphus

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nur die beiden codd. germ. 214 und 62 7, die ein Jahrzehnt später (14 6R) wieder für das Benediktinerstift St. Quirin in Tegernsee abgeschrieben wurden, zu einer Zeit also, als dort der bekannte Bernhard von Waging (f 1472), der Schüler und Freund des Nicolaus Cusanus und Vertraute Johanns 111. von Eich und einst selbst Augustinerchorherr zu Indersdorf, das Priorat innehatte.^) Diese Abschrift ist uns

Cartusianus (Teil II capp. 51 64) enthält, soll nach einer hs.'l. Bemerkung Docens aus dem Rebdorfer cod. 58 D , Ingang der hymel" ausgelöst sein [Nach Andr. Strauss, Monumenta typo- graphica, quae exstant in bibliotheca collegii can. reg. in Rebdorf, Eichstadii 1787 S. 91 besaß Rebdorf auch eine Inkunabel dieses Werks]. Der cgm. 319, der außer einem späteren Rebdorfer ex =^- libris keinen Provenienzvermerk führt, scheint um die Mitte des 15. Jhs. geschrieben. Er enthält eine Auslegung des patcr noster und eine solche des magnificat des Symon de Cassia, den König im Bad von Hans Rosenplüt und eine Betrachtung vom Leiden Christi. Der cgm. 1120, der 1509 in Augsburg vollendet wurde, kam erst durch Tausch in die Hände des Reb- dorfer Chorherrn Dominicus Franz. Der cgm. 449 in gepreßtem Lederband mit eingestempeltem rebdorff wurde 1491 vollendet. Der cgm. 371, bei dem auf dem Rückendeckel gleichfalls zwei- mal ein rebdorff eingepreßt ist, ist ein Sammelband aus dem Beginn des 16. Jh. (f 80: 1505; f. 52v: 1507), in dem Bruder Jacobus Suppau, Profeß in Rebdorf und Nicolaus von Lüttig Einzelnes geschrieben haben. Zum cgm. 83 7 s. o. S. 91 Anm. 2. Der 1462 von dem Braunauer Kaplan Petrus Prueler geschriebene cgm. 619 (f. 339ra), kam dem Rebdorfer Konvent erst als ein Geschenk des Ingolstätter Studenten Friedrich Weigmann (nicht vor der 2. Hälfte des 16 Jhs.) zu. Er führt die alte Bibliotheks- signatur M 88 und entält des Johannes von Freiburg Summa confessorum, verdeutscht durch Bruder Berchtold, das bayerische Landrecht und einen Traktat über initium sapientiae (Ps. 100, 10, Eccli 1,16). Der cgm. 4300 wurde 1673 von dem Rebdorfer Subprior Franciscus Jobst für Maria Agnes, Priorin von Maria Stein, geschrieben und gibt Denkwürdigkeiten begnadeter Augus- tinerchorfrauen.

^) Ueber ihn vgl. P. Pirmin Lindner, Familia S. Quirini in Tegernsee im Oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte. München 1S97 S. 82-90, bes. 82 f. Auch Julius Sax a.a.O. S 154. F. X. Buchner im Pastoral-Blatt d Bistums Eichstätt 1909 S. 56.

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erhalten in den cgm. 028 und cgm. 260 (vgl. Preger 111 ßi), 2 Foliohss. von 255 resp. 217 Bll.') Und zwar stellt hier der cgm. 260 im wesentlichen ein Exemplar des ../^'rol^en", der cgm. 628 des „kleinen Tauler" dar, doch bringt, um die Texte au! 2 an Umfang nicht allzuverschiedene Bände zu verteilen der cgm. 2(U) nur eine Absdirift der ersten LXXil nrr. des cgm. 027 (von f. I ra 231 ra), während die folgenden Stücke (nro. LXXili LXXXXV f. 231 ra 333 va) im cgm. f. 028 f. 78 ra 144 rb Aufnahme gefunden haben und zwar hinter den Texten des „kleinen Tauler" (cgm. 214), die auf f. 1 ra 77 vb enthalten sind. Der „geistliche Rosengarten", (das ist das Leben der hl. Catharina von Senis des Raymundus von Capua (de Vineis) [f 1399], den der cgm. 214 auf f. 124 ra 204 ra enthält und der von anderer Hand gesdirieben dem „kleinen Tauler" nur beigeheftet ist, ist begreiflicherweise nicht in den cgm 028 übergegangen. Dagegen hat diese Hs. aus anderer Quelle nodi ein paar Stücke übernommen, die sie f. 145 ra 255 ra bringt und von den vorangehenden Taulertexten aus dem cgm. 627 durdi einige leere Bll. sdieidet.-) Es sind dies 1. Widers 24 goldene Harfen f. 145 ra 241 rb. Ar?i Schluß die Jahreszahl 1468. f. 24 1 rb zweite Hälfte leer, f 24 1 v leer. 2. Des Nicolaus Cusanus Auslegung des Vaterunsers f. 242 ra 250 va. Zu Schluß zcicdcr die Jahreszahl 146S. [Gedruckt darnadi bei F. A. Scharpff, Des Cardinais und Bischofs Nicolaus von Cusa wichtigste Scliriften. Freiburg 1862 S. 511— 527. Vgl. Bach S. 217/218. Das Stück auch in Trier, Stadtbibl. cod. 813 (1343) f. 112 r 125 v]. 3. Marien- lieder des Mönchs von Salzburg f. 250va 255ra. Auf f. 253 rb wieder die Jahreszahl I46S [Gedruckt bei Ph. Wackernagel, Das deutsche Kirchenlied 11 nrr. 578; 588; 575; 574; 550; 548 und 580, wo stets unsere Hs. berücksichtigt ist], f. 255 ra zweite Hälfte leer; ebenso die 3 letzten Seiten der Hs.

^) Ich folge der modernen Zählung, die nur die beschriebenen Bll. rechnet.

2)f. 144rb zweite Hälfte leer, ebenso f. 144v und die drei folgenden nicht mitgezählten Seiten.

94

Durdiblidicn wir nun diese beiden Büdier, den „großen" und den „kleinen Tauler" also zunächst die codd. germ. 627 und 214 so sehen wir deutlich, in weldi engem Zusammen- hang beide stehen. Zwölf Mal verweist der „große Tauler" bei Predigten, die in ihm nicht enthalten sind, auf den „kleinen Tauler" ^): 1. cgm. 627 f. 56 ra auf die Predigt B^) XX; 2. f. 113 va auf B XXXVII ; 3. f. 119 rb auf B XXXIX; 4. f. 119 rb auf B XXXX; 5. f. 124 va auf BXXXXIIl; 6. f. 124 va auf B XXXXV; 7. f. 124 vb auf B XXXXVII; 8. f. 150 ra auf B LV; 9. f. 150ra auf BLVII; 10. f. 154 ra auf B. LIX; 11. f 154 ra auf B LIV; 12. f. 206 ra auf B LXXVII. Diese, außer dem vierten alle auf die Paginierung des Ergänzungs- bandes — eben des „kleinen Tauler" eingestellten Ver- weise sind wörtlich der Vorlage des cgm. 627 entlehnt, so daß sie bis auf den dritten Verweis auf die erste Prefligt, die natürlich stets auf f. 1 beginnen mußte, für den cgm. 214, der auch wohl erst nach Vollendung des cgm. 627 geschrieben wurde, nicht passen, vielmehr in naditräglicher Korrektur auf diesen eingerichtet werden mußten. Erst diese verbesserten Zahlen'') stimmen auf die alte wenngleich irrtümliche und von mir, da eine richtigere spätere Seiten- zählung in der Hs. vorhanden ist, nicht beibehaltene Paginierung des cgm. 214, wenn man berücksichtigt, daß in den Fällen, in denen ein Stüd< auf einer Versoseite beginnt, das folgende Blatt zur Zählung gelangt. Doch leben die alten sinnlos gewordenen Blattverweise noch weiter fort: auch der Sdireiber des cgm. 260 übernimmt wieder diese alten schon von der Rebdorfer Hs. übernommenen Zahlen (ohne sie auf den cgm. 628 einzurichten), wo er sie, wie in den Verweisen 1 3, nicht ganz ausläßt, oder, wie im sechsten, sich verschreibt. (Vgl. cgm. 260 f. 53va; 105 va; llOra— rb; 114vb llöra; 135vb 136ra; 139 vb; 192 va.) Es bedürfte einer eigenen

^) Meist in der Form: die und die Predigt such im kleinen tauler am .... plat.

2) Mit B bezeichne ich den Basler Taulerdruck 1521/22. ^) Beim zwölften Verweis vergaß man die Aenderung.

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Untersuchung, die direkten Vorlagen der codd. gcrm. J14 und (i27 festzustellen. Es war eine eng- zusammengehörige Kollektion von zum Handgebrauch und zu erbaulicher Lektüre dienender deutscher Texte, aus der die Rebdorfer sich einen (jrundstock von Hss. abschreiben ließen, die das durch die Reformation neuerwachte Bildungsinteresse befriedigen und besonders einem drängenden Bedarf nach geeigneter Lektüre für die Laienbrüder abhelfen sollte. Neben den Verweisen auf den „kleinen Tauler" stehen im „großen Tauler" noch vier weitere auf ein Tauleriana enthaltendes Sammelwerk, eine Pergamenthandschrift (vgl. cgm. 627 f. 94 rb; cgm. Jl.') f. lOOrb) „der Wahrheit Kern"') in dem auf f. 5 die Pred. B XXXII (vgl. cgm. G27 f. 94 rb), f. s B XXXXMII (vgl. cgm. 027 f. 124va), f. 18 B XXXXVI (vgL cgm. 627 f. 124 vb), f. 9:i B LH (vgl. cgm. 627 f. 144 va f.) standen. Hier sind im cgm. 627 die Seitenzahlen der übernommenen Verweise (die seinerseits wieder der cgm. 2(50 auf foll. SS ra, 114 vb, 130 vbf. übernahm) nicht verändert, was beweisen dürfte, daß die Rebdorfer dieses Buch nicht für ihre Sammlung abschreiben ließen. Auch der cgm. 215, der eine Abschrift aus dem gleichen Hss.-Bestand wie die codd. 627 und 214 darstellt und der schon vor dem cgm. 62 7 im Jahre 145 7 am Tage nach Allerheiligen für die Rebdorfer Bibliothek fertiggeschrieben war (vgl. cgm. 215 f. 19H rb) verweist f. 100 rb auf dieses Budi „der Wahrheit Kern" und zwar auf B XXXII, das dort am fünften Blatt stehe, wie auch der Verweis im cgm. 627 f. 94 rb bestätigt, .^ud^ auf den „großen Tauler" verweist der cgm. 215 f. 196 rb wegen der Predd. B XXXIII-XXXVI und ebendort auf den „kleinen Tauler" wegen der Pred. B XXXVII, die auf f. 78 stehen solle (vgl. den gleichen Verweis im cgm. 627 f. Il8va), und nodi- mals im allgemeinen auf „den Tauler" (f. 161 rb: darvmb

\) Aehnliche Nnmen für Sammlungen, die einen Extrakt des Besten bieten wollten, waren zu jener Zeit nicht selten. Bei- spielsweise nannte sich die Uebersetzung der Summn liistoriae bibliae des Petrus Pictaviensis die , kurze Bibel oder der Kein" (vgl z. B. Göttingen cod tlieol. 298, cgm. 252 und 564).

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daz . . . . im tauler vil schöner ding vnd 1er vom sacrament stet). Auch einen „neuen Tauler" erwähnt der gleidie cod. f. 100 rb. Ferner an gleicher Stelle noch „des von Wertheym pudi", in dem auch „der psalm Athanasy des heiligen bischofs vnd grossen lerers vom glauben Quicumque wlt" enthalten ist, und weiter eine Pergamenths. (wol nicht mit „der Wahrheit Kern" identisch?), die mit den 6 Namen des Fron- leidinams des Mönchs von Heilsbronn beginnt und auch die 40 Stück „die sant augustinus schreibt zu seim jungern petro, was man schuldig ist zu glauben" (cgm. 215 f. 100 rb ; 196 rb) enthält. Endlich noch ein Passional, bei dem „am ersten teyl sten gar vil schöner vnterscheidung des lerers nycolaus de lyra, das er hat gemacht wyder dy Juden" (f. 196 rb).^) Da unser cgm. 627 nodi auf zwei weitere Hss. verweist, auf ein grünes Büchlein, in dem der 3-Fragetraktat (= „der Lehrer" siehe unten S. HO Z. lOff.) vor dem 9 = Felsenbuch steht-) (cgm. 627 f. 268 ra) sowie auf die Predigt, die Heinrich von Löwen auf dem Predigerhof zu Köln hielt, und die in „dem prawen (= wol prawnen) pudi, da die guten kint alle an sten" (cgm. 627 f. 239 va = cgm 628 f. 83 va) enthalten sein soll, so ergeben sidi aus diesen Verweisen 9 verhältnismäßig genau bezeichnete Hss. des Bibliothekbestandes, aus dem Rebdorf seine Tauler- kollektion schöpfte und den eine eigene Untersuchung wol aus diesen Hinweisen feststellen dürfte. Zugleich scheint die letzterwähnte Hs. auf ein Frauenkloster hinzudeuten. Außerdem enthält der cgm. 627 f. 193 ra noch einen weiteren Verweis auf den „kleinen Tauler", als er die Pred. B LXIX abbredien muß (bei B f. 138 ra Z. 7, an das unsere Hs. noch 8 weitere Zeilen anhängt): Ich muß da abprechen, waz ich ab mag prechen; wann ich furcht, ez kum potschaft auf das heiltum nadi dem püdi, da ich von schreyb vber XXX meyl her c:| vnd stet. das vbrig, das ich hie außen laz, in dem klein tauler

^) Das Rebdorfer Passional (cgm. 535,537) enthält diese Schrift nicht

^) Die Rebdorfer Laienbrüder besaßen das 9 = Felsenbuch im cgm. 452 f. 1 r 41 r.

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am (!) dem XXXVIII plat; da hab ich ßczeidient auf die spaciC; wo man das sol anheben ....') -Die Pred. steht im cgm. 214 f. 23 va ff. mit ausdrücklichem (auch vom cj:;m. 62R übernommenem) Verweis auf den cgm. 627, wodasVoran^'ehende stehe. Ein Teil der Verweise des cpm. 627 auf den „kleinen Tauler" kehrt auch in einer anderen Hs. des „großen Tauler" wieder, dem 1445 geschriebenen cod. theol. et philos. 2S3 in folio der Stuttgarter Landesbibl., die die Hs. aus dem Besitz Hofac1<ers erwarb. Ein Provenienzvermerk zu Anfang des K). Jhs. auf der Innenseite des Vorderdedtels verweist auf das Dominikanerinnenkloster Inzigkofen bei Sigmaringen; doch ist zu vermuten, daß die Hs. schon früher dem dortigen Kloster angehörte, da eine Hand, die an den Seitenrändern ver- schiedentlich modernisierende Besserungen versucht, auch die nachträglich eingefügten Seitenverweise des Registers und seine letzte Seite sowie einen Vierzeiler zu Schluß der Hs. schreibt, noch dem 15. Jh. anzugehören scheint und zugleich in den Randnotenkorrekturen der Hs. L. germ. 662 der Straß- burger Univ. und Landesbibl. auftritt.'^) Daneben treffen

^) Die Blattzahl stimmt nicht zum cgm. 214, da sie unverändert der Vorlage des cgm. 627 entnommen ist. Cgm. 260, der f. 178 rb va diesen Passus wörtlich abschreibt, bemerkt hier ich sehe zunächst nicht ein, warum : Auß disen Worten mag man nemen, daz dise predig geschehen sind zu nuri"iberg. Auf gewisse Beziehungen zu Nürnberg scheint ein Passus im cgm. 215 2u deuten (s o. S. 20/21 Anm. 1). Vielleicht auch, daß man das Leben der hl. Kathanna im cgm. 214 abschiJeb in der Fassung des Raymundus de Vineis, .der do tot ist vnd ligt begraben zu nürberg in der prediger Closter* (f. 124 ra).

^) Auch diese Hs. ist nämlich für Inzigkofen signiert, nicht für Weingarten, wie ich PBB 346 fälschlich vermutete. In der Straßburger wie unserer Stuttgarter Hs. steht der gleiche Eintrag: Diß Büoch Gehört in die Gemdin Teutsch Liberey In das

Gotzhaüs mit folgender Rasur des Namens. Diese Rasur

tritt in den jetzt weitverstreuten Inzigkofener Hss. häufig auf (z.B. in Berlin, Kgl. Bibl. cod. germ. fol. 1041; 4" 658; Donaueschingen 106). Doch ist auch in einer Anzahl Hss bes. solchen der Kgl- Bibl. in Berlin sowie Freiburg i. B. l^niv.

Ö8

wir in den zahlreichen Randnoten der Stuttgarter Hs. noch zwei weitere Schreiberhände etwa aus der Mitte des 15. Jhs. an, die den oft verderbten Text durch Verbesserungen, Er- gänzungen und Konjekturen sicher zu stellen suchen. Der eine, ziemlich redselige Schreiber, der wohl auch stellenweise den Inhalt durch kurze Kommentierungen aufzuhellen sucht, audi mit subjektivem Lob und Tadel und ersichtlichem Aerger über die vielen leichtsinnigen Textstörungen nictt zurückhält,^) gibt uns in einer Randnote f. 217 vb Aufschluß über die zahlreichen Bemerkungen, die einen abweidienden Wortlaut unserer Hs. mit einem sogenannten „Exemplar" feststellen.-) Darnach wurde zur Korrektur eine Nürnberger Hs. mit authentischerem Text, eben dieses „Exemplar" herangezogen, in der ich die Hs. Cent. IV 29 der heutigen Nürnberger Stadtbibl. vermute, einen Folioband von 414 Bll. in schwäbischem Dialekt, der wohl 1435 vollendet wurde und dem Nürnberger Katharinen- kloster angehörte,^) in das ihn die Schwester Brigitta Schenkin

Bibl. 490) der Name vntzkofen" erhalten, wodurch sich bei dem sehr aparten Schriftbild dieses Bibliothekvermerks auch die radierten Hss. unschwer feststellen lassen. Zur Ermittlung des ^späteren Aufenthalts unserer Stuttgarter Hs. könnte vielleicht ein Etikett auf dem Rücken des Cod. dienen, das bisher ein von Pfeiffer geschriebener Zettel überklebte. Die Schrift auf dem Etikett lautet: Gottische Predig auf / d. fast. N. 140. Weiter unten von gleicher Hand eine weitere Signatur: 10 K. Beide mit roter Tinte.

^) f. 218 ra am oberen Seitenrand: . . . man solt vns Schreibern die hent in eim smalz rösten, die weil daz wer vns mynner schad.

^) f. 217 vb am oberen Seitenrand: (voraus ging eine Rand- note von der anderen Hand: Dise colump vnd die nehst hernach sein an dem exemplar nahent allez ander wort . . .) ez hat zu nürnberg lang gar ein gelerter man gehabt, der sant mir ez her- wider, er het der weil nit, daz er ez vberles; ich wil im daz vnser noch schicken.

^) Auf dem Rückendeckel: daz puch gehört in daz Closter zu sant Katherein prediger orden in nur. vnd verkehrt darunter: Martinus d'Ehingen Capellanus In dunstorff Anno domini 1435. [Dunsdorf im Bez-Anit Eichstätt.\

90

eingebradit hatte.^) Wenigstens stimmen die angegebenen Varianten mit dem dortigen Text überein* wenn man die dialektischen und orthographischen Abweichungen nidit berück- sichtigt.-) Diese Nürnberger Hs. ist eine Sammlung von Taulerpredd., die sich ohne fremde Zutaten an die gewöhnlidie Stüd<ordnung, wie sie auch die späteren Drud<e haben, anschließt und die ganzen Predd. da gibt, wo der „große Tauler" nur Verweise bringt.^) Audi die Stuttgarter Hs. hat, wie erwähnt, die Verweise des cgm. 627 nur zum Teil. Ihr fehlen zunächst die auf das Buch „der Wahrheit Kern" völlig^) und von den Verweisen auf den „kleinen Tauler" der vierte, sechste, achte, elfte Dafür hat sie zwei weitere, im cgm. 627 fehlende, Verweise: f. 52 ra: es stet im klein tauler noch ein predig Recumbentibus (= B XXI) und f. 195 ra: auf vnß frawen schidung tag vnd auf ir gepurt such im klein tauler {bezieht sieh wohl auf B LXXI und LXXIII LXXV). Alle diese Vermerke der Stuttgarter Hs. verweisen nur im allgemeinen auf den „kleinen Tauler", ohne die Seitenzahl einer bestimmten Hs. anzugeben und stehen außerhalb des Textes an den betr. Stellen als sekundäre Einträge auf den leeren Blatträndern. Es hieße den Rahmen unserer Untersuchung sprengen, wollte man hier diese handschriftlidien Beziehungen weiter

') Die alte Ktostersignatur ist EV (vgl. Jostes S. 121). Der Schenkin gehörten auch die Hss. E VI-VIII und O XVII.

2) In der Stuttgarter Hs. f. 218 rb steht am Rand: da hat daz exemplar ein endt (mitten in der Prec/.J Auch das würde für die Nürnberger Hs. insofern stimmen, als die 2 nächsten Bll. nur lose in ihr liegen, während die 2 letzten (von denen nur das erste noch beschrieben wurde) erst nachträglich wieder mit Perg.- Streifen und Kordel eingeheftet sind. Die Lage bricht vor den letzten Bll. ab, die bei einem Versenden der Hs. wohl zurück- blieben.

•'') Sie enthält B I; III— VI; IX— XIX; XXI-LX; LXII— LXVII; LXXXllI; LXVIII— LXXXII: VIII ( Pf. III).

^) Sie enthält die Predd. B XXXII; XXXXV; XXXXVI statt der Verweise des cgm. 627. Bei der Pred. LH, die die Stutt- garter Hs. auch ausläßt, ist der Verweis (f. 134 rb) ganz allgemein gehalten: Item ez ist noch ein hübsche predig . . .

- 100

verfolgen. Ich beschränke mich daher auf eine summarische Inhaltsangabe des „großen" und „kleinen Tauler" nach den cgm. 62 7 und 214, bei der idi auf die entspredienden Stücke der cgm. 260 und 62 8 sowie von Stuttgart cod. theol. et phil. 283 in folio verweise. Bei den selteneren, naditräglidi dem Grundstock der Taulerpredigten eingefügten, Stücken führe ich auch gelegentlich andere Hss. an, die diese enthalten. Eine Reihe dieser Stücke gibt besonders der Band Taulerpredigten M. eh. f. 66 der Würzburger Universitäts- bibl., eine Hs. des 15. Jhs., deren Texte von zahlreichen beistimmenden oder ablehnenden Randnoten des Magister Nicolaus Grieb von Nürnberg begleitet werden, dem 1519 nadi einem Eintrag in der Hs. die Benediktinerinnen zu St. Ulridi in Würzburg diesen Band, als er bei ihnen predigte, liehen. Dieser Uebersidit lasse idi dann eine Zerlegung der Konglomerattexte folgen.

Folgende Abkürzungen werden dabei verwendet: B = Taulers Predigten, Basel 1521/22. R = cgm. 627. r = cgm. 214.

T = cgm. 260. t = cgm. 628.

St = Stuttgart, cod. theol. et phil. 283 in folib. W = Würzburg, M. eh. f. 66.

Bei der Seitenzählung folge ich stets der Paginierung der Hs. (wo zwei vorhanden sind, der moderneren) ohne Rücksicht auf etwaige Fehler, wie etwa im cgm. 627, wo das El. hinter f. 106 zu zählen vergessen ist.

Cgm. 627: „der große Tauler".

I. (f. 1 ra 4 ra) = B nro. I f. 1 ra 2 vb = T I f. 1 ra 4 ra = St If. 8ra— 11 rb.

II. (f. 4 ra 6 rb) = B III f. 5 va 7 va = T II f. 4 ra 6 rb = StII f. llrb— 13 va.

III. (f. 6 Tb 8 rb) = B IV f. 7 va 8 vb == T III f. 6 rb 8 rb = St III f. 13 va 15 vb.

101

IV. (f. 8 rb - 9 ra) = B V f. 9 ra - va = T IV f. 8 va 9 rb = St IV f. 15 vb 16 vb.

V. (f. 9 rb 10 vb) -- B VI f. 11 va 12 va = T V f. 9 va llrb = StV f. 16 vb 19 rb.

VI. (f. 1 1 ra 12 vb) = B IX f. 17 vb 19 ra - T Vif. 1 1 rb

13 rb = St. VI f. 19rb 21 rb. VII. (f. 13 ra 17ra) = BX f 19 rb 22 ra TVII f. 13 rb

17 rb = St VII f. 21 rb - 24 va. VIII. (f. 17ra 21 rb) =- B XI f. 22ra 24 ra - T VIII f. 17 rb 21 rb = St VIII f. 24 va 28 va. IX (f. 21 rb 25 vb) = B XII f. 24 ra - 26 vb T IX f. 21 rb

25 ra = St IX f. 28 va 32 va.

X. (f. 25 vb 28 rb) = B XIII f. 26 vb 28 va = T X f. 25 ra

27 va = St X f. 32 va 35 ra.

XI. (f. 28 va 33 ra) -= B XIV f. 28 va 30 vb -= T XI f. 27 va

31 vb -= St XI f. 35 ra 39 rb.

XII. (f. 33 ra 36 ra) - B XV f. 30 vb 32 ra = T XII f. 31 vb

34 va = St XII f. 39 rb 42 ra.

XIII. (f. 36 rb 39 va) = B XVI f 32 rb 33 va -= T XIII f. 34 va 37 vb = St XIII f. 42 ra 45 ra.

XIV. (f. 39 va 4 1 rb) = B XVII f. 33 vb - 34 va =- T XIV f. 37 vb

39 rb -= St XIV f. 45 ra 46 rb.

XV. (f. 41 rb 44 vb) = B XVIII f. 34 vb 36 ra - T XV f. 39rb

42 va = St XV f. 46 rb 49 va.

XVI. (f. 44 vb 50 ra) Das ist von dem myniklichen leiden vnsers Herren ihesu christe. Ez sol ein mensch nach der lere Salomonis dez herren gedencken in allen sein wegen .... Dez hell mir der durch sein mynn, die in an das crewtz genagelt hat. ^ T XVI f. 42 vb 47 vb - W f. 42r 46 r (= nach Schmidt, Joh. Tauler S. 76 in nhd. Ueber- tragung 1837 zu Sulzbach gedruckt).

XVII. (f. 50 ra 51 vb) [—Fortsetzung des Vorigen]. Dise marter ward vnserm herren mer denn gezwifeltigt von der iemerlichen gehebde seiner üben müter . . . vnd wer es nit von got enthalten, ez müst von jamer vnd von ser enspalten. = T XVII f. 47 vb 49 rb W f. 46 r 47 v

XVIII (f. 51 vb 56 ra) Cum esset sero die illa Johannes. Ez waz abent vnd die tür was beslössen . . . ^ T XVIII f. 49 rb

53 va = St LXIII f. 220 va 225 ra - W f. 47 v 50 v = cgm. 388 f. 140 r 148 r.

XIX. (f. 56 ra) Verweis auf den „kleinen Tauler" wegen B XX f. 37 vb 39 vb: Die predig vber das ewangelium in der crcwczwochen, daz vnßer herr sprach zu

102

sein jungern: Weiher vnter ewch het einen frewnt etc. C| Such im kleinen tauler an dem LXXXViii (verbessert in XLiiii) plat. Der Verweis auch in T f. 53 va und St f. 49 vb. XX. (f. 56 ra 59 rb) = B XIX f. 36 ra 37 vb == T XX f. 53 va

56 va = St XVI f. 49 va 52 ra. St hat f. 52 ra einen Verweis auf den ..kleinen Tauler" wegen B XXL

XXI. (f. 59 rb 62 rb) =- B XXII f. 41 vb 43 ra - T XXI f. 56 va

59 va = St XVII f. 52 ra 54 vb.

XXII. (f 62 rb 65 va) = B XXIII f. 43 rb - 45 ra = T XXII f. 59 va - 62 va = St XVIII f. 54 vb 57 ra.

XXIII. (f. 65 va 68 rb) = B XXIV f. 45 rb 46 vb -= T XXIIl f. G2 va 65 ra = St XIX f. 57 ra 59 ra.

XXIV. (f. 68 rb 70 ra) = B XXV f. 47 ra - va = T XXIV f 65 ra 66 va =^ St XX f. 59 ra 60 va.

XXV. (f. 70 ra 74 rb) = B XXVII f. 49 va - 51 rb = T XXV f. 66 va 70 rb = St XXI f 60 va 64 rb.

XXVI. (f. 74 rb 78 rb) = B XXVI f. 47 va 49 va = T XXVI f. 70 rb 73 vb =- St XXII f. 64 rb 67 va.

XXVII. (f. 78 rb 82 va) = B XX VIII f 51 va 53 rb = T XXVII f. 73 vb - 77 va = StXXIII'f 67 va 70vb.

XXVIII. (f. 82 va 87 vb) = B XXIX f. 53 va 55 vb = T XXVIII f. 77 vb 82 rb = St XXIV f. 70 vb 74 vb.

XXIX. (f. 87 vb 91 ra) = B XXX f. 55 vb 57 rb = T XXIX f. 82 rb 85 la = St XXV f. 75 ra 77 ra.

XXX. (f. 91 ra 94 rb) = B XXXI f. 57 rb 59 rb = t XXX f. 85 ra 88 ra = St XXV f. 75 ra 77 ra.

XXXI. (f. 94 rb) Verweis auf das Buch ,,der Wahrheit Kern" we^en B XXXII f. 59 rb 61 ra: Noch ein predig auf der heiligen driualtikait tag stet in dem permeten puch, das da haisset der warhait kern am fünften plat vorn: Unser lieber herr sprach, das wir wissen etc. C|vnd lert wie gocz bilde in vns ist vnd in dem selben gründ vindet der mensch alles das von gnaden, das got von natur hat, als ferr er sich darein ließ vnd kerte an alle bild vnd manigualti- kait. = T XXXI f. 88 ra. St hat i. 79 va 83 ra die volle Predigt.

XXXII. (f. 94 rb 98 va) = B XXXIII f. 61 ra 63 ra = T XXXII f. 88 ra 91 vb = St XXVIII f. 83 ra 86 va.

XXXIII. (f. 98 vb 104 rb) = B XXXIV f. 63 ra 66 ra = T XXXIII f. 91 vb 96 rb = St XXIX f. 86 va 90 va.

103

XXXIV. (f. 104 rb 108 va) = B XXXV f 66 ra 68 rb = T XXIV f. 96 rb 101 ra.

XXXV. (f. 108 va 113 va) ß XXXVI f. 68 rb 70 va = T XXXV f. 101 ra 105 va = St XXXI f 95 ra 99 ra (Zu den 4 letzten Predd. vgl. den Verweis im cgm. 215 f. 196 rb s. o. S. 95 Z. 4 v. u.)

XXXVI. (f. 113 va): Verweis auf den „kleinen Tauler" wegen B XXXVII f. 70 va 71vb: Auf den andern suntag nach der driualtikait die predig: Homo quidam fecit. Ein mensch mäht ein grosz abent eßen. Stet am kleinen tauler am LXXüi (verbessert in XLl) plat. Der Verweis audi in T f. 105 va und St f. 99 ra. Desgl. verweist cgm. 215 f. 196 rb für diese Pred. auf den „kleinen Tauler" .

XXXVII (f. Il3vb 119rb)-BXXXVIII f. 72ra 75 vb T XXXVII f. 105 va 1 10 ra = St XXXII f. 99 ra 103 va.

XXXVIII. (f. 119rb): Verweis auf den „kleinen Tauler" wegen B XXXIX f.75 vb 78rb: =| Das ewangelium such